Thema: Bauernverband

Agrochemie, du musst jetzt ganz stark sein …

Von , am Sonntag, 28. April 2019, in Medien, Politik.

Mit Update 29.4.
Sie als Leser*innen, seien Sie beruhigt. Sie ist es auch. Die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sind gelegentlich doch noch für was gut. Mann und Frau muss es nur zu finden wissen. Darum hier eine kleine Hilfestellung.
Das in Klischeevorstellungen doch so unverdächtige ZDF hat eine allgemein sehenswerte Sendereihe “planet e”, die an Wochenenden auf quasi unguckbaren Sendeplätzen versteckt wird. Heute aber haben wir draussen eine Kaltfront, Weiterlesen

Berliner saufen Streuobstwiesen leer

Von , am Mittwoch, 16. Januar 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Menschen mit Geld, die in Biolebensmittel “investiert sind”, haben eine sichere Rente. Wir fressen und saufen ihnen aus der Hand. Die vom Bauernverband und der Agroindustrie im Schwitzkasten gehaltene deutsche Landwirtschaft produziert immer mehr für den Export, was hierzulande immer weniger Leute haben wollen: Weiterlesen

ARD versenkt Qualität – mitternachts

Von , am Dienstag, 15. Januar 2019, in Medien, Politik.

Gut versteckt: Klimawandel in den Alpen & Macht der Bauernlobby
Ein Strukturmerkmal der öffentlich-rechtlichen Medien ist, die Menschen, die versucht sein könnten, sich für ihren Bestand zu engagieren, zu demobilisieren. Den Trick der asymmetrischen Demobilisierung, mit dem die Bundeskanzlerin sehr lange erfolgreich war, verstehen Intendant*inn*en und Programmdirektionen damit grundsätzlich miss. Und funktionieren tut er ja auch nicht mehr.
Heute nacht sendet die ARD z.B. zwei neue Features, Weiterlesen

Immobilienkapitalismus, irrer

Von , am Freitag, 31. August 2018, in Politik.

Bei jedem zweiten Gespräch im privaten Freundeskreis wird festgestellt, dass der Immobilienmarkt für die meisten Mittelschichtler*innen zu einer verschlossenen Auster geworden ist. Es ist so viel Kapital, so viel privater Reichtum in Umlauf, der die Preise aufbläst, dass sie für Menschen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, nicht mehr bezahlbar sind.
Anderen geht es da besser, z.B. dem grössten inländischen Wohnungsunternehmen Vonovia (Vorgängernamen ohne Anspruch auf Vollständigkeit waren: Viterra, Deutsche Annington, Veba-Wohnen). Lesen Sie diesen – nicht kapitalismusfeindlichen – FAZ-Bericht und sprechen Sie die dort geschriebenen Zahlen laut und deutlich aus.
Es sind nicht nur die Mieter*innen und Wohnungssuchenden, die leiden. Die Bauern sind es auch. Weiterlesen

Die Dialektik der Antidiplomatie

Von , am Mittwoch, 1. August 2018, in Fußball, Lesebefehle, Politik.

Berichterstatter*innen rätseln heute – mal wieder – über Donald Trump. Dabei ist es ein einfaches Rätsel. Lesen Sie zunächst Frauke Steffens sowie Rainer Hermann/Majid Sattar in der FAZ und das DLF-Interview mit Michael Lüders. Es wird sich auch bis Trump rumgesprochen haben, dass die iranische Seite mindestens so grosse innere Widersprüche in sich trägt, wie sein eigenes Land der von Gott Auserwählten. Er versucht jedoch gar nicht erst, dort demokratische und amerikafreundliche gesellschaftliche Kräfte zu stärken, sondern setzt lieber auf terroristische Sekten, die ohnehin vorhandene Spannungssituationen und Konflikte eskalieren wollen und sollen, ohne Rücksicht auf humanitäre Kollateralschäden. Darum ist es aus seiner Sicht schlau, Weiterlesen

Bauernverband – ein Bild sagt mehr ….

Von , am Montag, 30. Juli 2018, in Lesebefehle, Politik.

Vorweg: ich bin für Hilfe und Unterstützung für alle, die unter der aktuellen Hitzewelle leiden. Da nehme ich auch Bauern nicht aus. Wer sich allerdings so einen Verband als Interessenvertretung leistet, viele sind ja schon ausgetreten und haben eigene Verbände gegründet, muss doch noch über einige Reservepolster verfügen.
Schauen Sie sich bitte in diesem Tagesschau-Bericht an, vor welcher “Landschaft” der Bauernverbandspräsident Ruckwied sein Interview aufsagt. Wo soll denn bitte bei solcher Landschaftsgestaltung ein anderes Wetter herkommen, als das, das wir derzeit haben? Ökologen weisen schon lange darauf hin, dass die biologische Artenvielfalt in Städten grösser ist, als in solchen Landwirtschaften.

Bauernverband / Somalische Familientrennung

Von , am Mittwoch, 4. Juli 2018, in Beuel & Umland, Lesebefehle, Politik.

Vor einer Woche sendete DLF-Kultur dieses aktualisierte Feature über die Vergehen des Deutschen Bauernverbandes. Etwas modernisiert und aktualisiert in seiner allgemeinen Sprache und Weltsicht verkauft er die Bäuerinnen und Bauern sowie unsere Ernährung lukrativ an den agroindustriellen Komplex. Erste Schäden an der Nahrungskette sprechen sich bereits rum. Bis wir das alle gemerkt haben, wird er vermutlich spurlos verschwunden sein.
Silvia Hallensleben, Kollegin von Barbara Schweizerhof, bespricht in der taz einen Dokumentarfilm über eine somalische Familie Weiterlesen

Krieg der Gänse / Berlin umringt / Heimat

Von , am Freitag, 20. April 2018, in Genuss, Lesebefehle, Politik.

Manche meinen ja, dass Donald Trump US-Präsident geworden sei, hänge damit zusammen, dass sich die Dorfdeppen auf dem Land damit an den arroganten Fatzkes in den städtischen Metropolen rächen wollten. Machen Sie sich klar, liebe Leser*innen, das ist vielleicht auch schon eine Art Krieg.
Dazu folgende Symptome:

Frankfurt ist Opfer einer Invasion vom Nil geworden. Ich erinnere mich: auch Napoleon kam von dort (zurück), um anschliessend Europa zu erobern. In diesem Fall handelt es sich um keinen Napoleon, sondern um Gänse, die rücksichtslos Frankfurter Kulturerbe zerstören. Z.B. fressen sie den Frankfurter*inne*n ihre Zutaten für die Grüne Sosse weg. Weiterlesen

Kein Land für Biolandbau / Soziologie der Parlamente / GNTM

Von , am Mittwoch, 28. Februar 2018, in Genuss, Lesebefehle, Politik.

Die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt. Sie müssen aber importiert werden, weil die deutsche Landwirtschaft nicht bio produziert, sondern altkonventionell für den Export nach überallhin. Das hat wenig bis fast nichts mit doofen Bauern zu tun. Aber sehr viel mit dem privaten Reichtum an Kapital, Grund und Boden, das uns schon als Wohnungssuchende und Mieter*innen das Leben schwer macht. Wenn ein DLF-Feature eine Gesetzeslücke identifiziert, über das sich Grosskapital zum Kapern von landwirtschaftlichen Agroindustrieflächen einen schlanken Fuss macht, dann dürfen wir davon ausgehen, dass diese Lücke in unserer geliebten Hauptstadt schon seit Jahren bekannt ist. Warum machen unsere Abgeordneten dann ihre Arbeit nicht? Sie lassen sich von den Agrolobbys an der Leine führen, wie der Bauernverband.

Wie kann das passieren? Weiterlesen

Stadträte, schwächer als der Ackerfuchsschwanz

Von , am Mittwoch, 31. Januar 2018, in Beuel & Umland, Genuss, Lesebefehle, Politik.

Ist der Ackerfuchsschwanz einer von uns? Was ökologische, ökonomische, soziale, gesundheitliche und geniesserische Argumente nicht vermochten, er kann es schaffen: die Agroindustrie in die Knie zu zwingen. Wenn sie die Bauern, deren Verband sie sehenden Auges in die Pleite geführt hat, hierzulande ruiniert haben, werden Bayermonsanto und Co. weiterziehen – die Welt ist grösser als unser Zwergstaat. Und der Sündenbock könnte statt der Wir-haben-es-satt-Bewegung der Ackerfuchsschwanz werden. Ich erwähnte gestern schon, welche Sorgfalt die FAZ bei ihrer Informationsgebung aufwenden muss. Dann lassen sie ihren schadenfreudigen Schweinehund diese Story aus dem Wirtschaftsteil geniessen.
Wie jämmerlich im Vergleich zu diesem wirbellosen Tierchen sehen dagegen die Stadträte von München, die Mehrheit von ihnen, aus, die beim internationalen Geldwäscher Benko unter der Türritze durchkriechen. Was musste er wohl dafür investieren? Beim täglichen Blick auf das Viktoria-Karree werden wir regelmässig an die Frage erinnert: wieviel Immunabwehr wohl in unserem eigenen Stadtrat steckt?

Dümmer als Kälber?

Von , am Samstag, 20. Januar 2018, in Genuss, Medien, Politik.

Nicht nur die Bauern, aber die auch.
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber, sagt der Volksmund. Es sind nicht “nur” die Trump- und AfD-Wähler*innen.

Fangen wir anlässlich von “Grüner Woche” und “Wir haben es satt” mit den Bauern an. Jost Maurin (taz) beschreibt die Lage zutreffend. Die Mehrheit der deutschen Bauern wählt sich seit Bestehen der Bundesrepublik ihre Metzger in die politische Führung ihres gleichnamigen Verbandes. Der sie wiederum gnadenlos korrupt an die Agroindustrie ausliefert. Dabei kommt folgender ökonomischer Widersinn unten raus: Weiterlesen

Grundwasser vergiften, Fluchtursachen schaffen – Milchwirtschaft

Von , am Donnerstag, 23. November 2017, in Politik.

Es gibt vieles anderes abends zu tun, als um 20.15 h Arte anzuschalten. Auch für mich war es vorgestern so. So sah ich mir erst gestern abend meine Aufzeichnung von “Das System Milch“, eine neue Produktion von Grimmepreisträger Andreas Pichler an. Dieses Mal bleibt der Film zum Glück nicht sieben Tage sondern drei Monate in der Mediathek verfügbar.
Der Bauernverband kümmert sich um die 10% der agrarindustriell arbeitenden Grossbauern, seine andern Mitglieder verarscht er. Die Milchbauern wissen das schon länger, hatten aber bisher keine Chance ihre Interessen gegen den europäischen politisch-agrarindustriellen Komplex durchzusetzen. Unbekannt war mir, dass es nicht nur in Indien, sondern auch in Frankreich eine Selbstmordwelle unter Bauern gibt, die der Schuldenfalle der Banken nicht mehr entrinnen können. Mir persönlich schon, der breiten Öffentlichkeit aber noch viel zu wenig bekannt ist, wie auch die afrikanische Milchwirtschaft von der subventionierten aggressiven Exportstrategie der EU ruiniert wird. Viele ihrer Opfer sitzen in den Schlauchbooten im Mittelmeer und in den von libyschen Milizen unterhaltenen Sklaven- und Gefangenenlagern.

Bauerndeppen

Von , am Mittwoch, 14. Oktober 2015, in Politik.

Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber. Diese Volksweisheit trifft weniger auf die Kälber als auf ihre industriellen Erzeuger zu. Um sich die Führungen des Deutschen Bauernverbandes freiwillig zurecht zu wählen, und das seit Bestehen dieser Republik, dafür muss man schon wirklich sehr bescheuert sein. Ergebnis: immer weniger Bauern, immer weniger Arbeitsplätze, Weiterlesen