Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Femizide

Not In My Name

Baerbock & Bayer-Baumann / American Agitator / Bild bei den MPs / Laschets reaktionäres Backoffice / Widerstand gegen Femizide
Annalena Baerbock tritt gelegentlich in Medien für Menschenrechte ein – die in Russland. Schön wäre, wenn sie das universell, und damit glaubwürdig, täte. Doch der Weg dahin scheint weit zu sein. Es ist ja eigentlich schon skandalös genug, dass multinationale Konzerne mit rheinländischem Unternehmenssitz, wie Bayermonsanto (Leverkusen) und Telekom (Bonn, als Konzernmutter von T-mobile) sich nicht schämen, für die Stürmer aufs Kapitol gespendet zu haben. Noch unschöner für mich als Mitglied der Grünen ist, wenn der taz-Leistungsträger in Landwirtschafts- und ernährungsindustrieller Berichterstattung Jost Maurin genüsslich einfliessen lässt, dass sich Frau Baerbock mit Bayermonsanto-Boss Werner Baumann getroffen habe. Weiterlesen

Thesen zur feministischen Revolution

von Verónica Gagos
„Acht Thesen zur feministischen Revolution“ sind eine Zusammenfassung ihres Buches „La potencia feminista“ und zugleich eine Diskussionsgrundlage, die in Kollektiven diskutiert werden sollte. Es geht um das Potenzial und die neuartige Macht, die die feministische Bewegung entwickelt: das Potenzial, Grenzen zu identifizieren, zu hinterfragen und zu durchbrechen, die unser Denken und Handeln einengen. Die Rosa Luxemburg Stiftung hat im Februar 2020 die Thesen auf Deutsch veröffentlicht. (Eine aktualisierende Kommentierung der Autorin folgt morgen.) Weiterlesen

Ein vergiftetes Wort?

Trotz exzellenter Besucher*innen*zahlen hatte ich schon lange keinen Text mehr in diesem Blog, der so selten angeklickt wurde wie “Femizide”.
Einerseits erwartbar. Frauen, die sich damit beschäftigen sollen, befürchten mit gutem Recht aufsteigende Angst. Männer wiederum haben nichts Schönes zu erwarten, am wenigsten über sich selbst.
Hinzu kommen durch die Endung “-zide” Assoziationen Weiterlesen

Femizide

Nachdem Ingo Arend über die türkische Kunstszene informierte, schreckte Jürgen Gottschlich/taz auf mit einem Bericht über die Verschärfung der politischen Auseinandersetzung um Femizide. Es ist ein zivilisatorischer Fortschritt, dass sich in der Türkei überhaupt eine politische Bewegung dieses Thema annimmt, und dem islamistischen Frauenhass Widerstand entgegen setzt.
Ein islamistisches Spezifikum ist Frauenhass bekanntlich nicht. Weiterlesen

Schwarze Leben zählen, auch in Brasilien

von Luiz Ramalho
Widerstand gegen den sich verschärfenden Rassismus in der Ära Bolsonaro

„Ich fürchte den Rassismus mehr als die Pandemie“, erklärte ein Demonstrant einem Journalisten am 8. Juni in Sao Paulo. Trotz der weiter steigenden Infektonszahlen sind nach dem Tod von George Floyd in den USA Zehntausende Brasilianer*innen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus zu protestieren, der in Brasilien ebenso wie in den USA eine lange Geschichte hat, aber unter dem Regime Bolsonaros immer aggressiver und gewalttätiger wird. Weiterlesen

Zum Frauentag: Politikum Femizide in Europa

Sonntag ist Internationaler Frauentag. Zu diesem Anlass ist eine Initiative von Journalistinnen des Deutschlandfunks zu loben. Morgen früh um 11 geben sie in ihrer Sendereihe “Gesichter Europas” einen Überblick über das wenig beachtete Phänomen der Ermordung von Frauen, meistens durch ihre Gatten/Lebensabschnittsgefährten/Boyfriends. Bei Ausländerinnen/Musliminnen wird es gerne als “Ehrenmord” bezeichnet, bei Biodeutschen dagegen verharmlosend “Familien-” oder “Eifersuchtsdrama”. Weiterlesen

„Nichtgewalt“ gegen Frauen

Wir brauchen das als gesellschaftliches Verhalten
Interview mit der dominikanischen Feministin Lourdes „Lulú“ Contreras von Ruby Berger und Hans-Ulwich Dillmann

Lourdes „Lulú“ Contreras kämpfte bereits als Jugendliche in der „Revolución de Abril 1965“, als sich verfassungstreue Offiziere gegen die Militärdiktatur erhoben und US-Marines die Dominikanische Republik besetzten. Monatelang hielten die Aufständischen Teile von Santo Domingo besetzt. Lulú war von 1964 bis 1994 Mitglied der Partido Comunista Dominicano (PCD), die sich 1996 auflöste und mit anderen linken Gruppierungen fusionierte. Neben ihren politischen Aktivitäten hat sie zwei Jahrzehnte als Lehrerin gearbeitet. Weiterlesen

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