Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Femizide

Thesen zur feministischen Revolution

von VerĂłnica Gagos
„Acht Thesen zur feministischen Revolution“ sind eine Zusammenfassung ihres Buches „La potencia feminista“ und zugleich eine Diskussionsgrundlage, die in Kollektiven diskutiert werden sollte. Es geht um das Potenzial und die neuartige Macht, die die feministische Bewegung entwickelt: das Potenzial, Grenzen zu identifizieren, zu hinterfragen und zu durchbrechen, die unser Denken und Handeln einengen. Die Rosa Luxemburg Stiftung hat im Februar 2020 die Thesen auf Deutsch veröffentlicht. (Eine aktualisierende Kommentierung der Autorin folgt morgen.)Weiterlesen…

Ein vergiftetes Wort?

Trotz exzellenter Besucher*innen*zahlen hatte ich schon lange keinen Text mehr in diesem Blog, der so selten angeklickt wurde wie “Femizide”.
Einerseits erwartbar. Frauen, die sich damit beschĂ€ftigen sollen, befĂŒrchten mit gutem Recht aufsteigende Angst. MĂ€nner wiederum haben nichts Schönes zu erwarten, am wenigsten ĂŒber sich selbst.
Hinzu kommen durch die Endung “-zide” AssoziationenWeiterlesen…

Femizide

Nachdem Ingo Arend ĂŒber die tĂŒrkische Kunstszene informierte, schreckte JĂŒrgen Gottschlich/taz auf mit einem Bericht ĂŒber die VerschĂ€rfung der politischen Auseinandersetzung um Femizide. Es ist ein zivilisatorischer Fortschritt, dass sich in der TĂŒrkei ĂŒberhaupt eine politische Bewegung dieses Thema annimmt, und dem islamistischen Frauenhass Widerstand entgegen setzt.
Ein islamistisches Spezifikum ist Frauenhass bekanntlich nicht.Weiterlesen…

Schwarze Leben zÀhlen, auch in Brasilien

von Luiz Ramalho
Widerstand gegen den sich verschĂ€rfenden Rassismus in der Ära Bolsonaro

„Ich fĂŒrchte den Rassismus mehr als die Pandemie“, erklĂ€rte ein Demonstrant einem Journalisten am 8. Juni in Sao Paulo. Trotz der weiter steigenden Infektonszahlen sind nach dem Tod von George Floyd in den USA Zehntausende Brasilianer*innen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus zu protestieren, der in Brasilien ebenso wie in den USA eine lange Geschichte hat, aber unter dem Regime Bolsonaros immer aggressiver und gewalttĂ€tiger wird.Weiterlesen…

Zum Frauentag: Politikum Femizide in Europa

Sonntag ist Internationaler Frauentag. Zu diesem Anlass ist eine Initiative von Journalistinnen des Deutschlandfunks zu loben. Morgen frĂŒh um 11 geben sie in ihrer Sendereihe “Gesichter Europas” einen Überblick ĂŒber das wenig beachtete PhĂ€nomen der Ermordung von Frauen, meistens durch ihre Gatten/LebensabschnittsgefĂ€hrten/Boyfriends. Bei AuslĂ€nderinnen/Musliminnen wird es gerne als “Ehrenmord” bezeichnet, bei Biodeutschen dagegen verharmlosend “Familien-” oder “Eifersuchtsdrama”.Weiterlesen…

„Nichtgewalt“ gegen Frauen

Wir brauchen das als gesellschaftliches Verhalten
Interview mit der dominikanischen Feministin Lourdes „LulĂș“ Contreras von Ruby Berger und Hans-Ulwich Dillmann

Lourdes „LulĂș“ Contreras kĂ€mpfte bereits als Jugendliche in der „RevoluciĂłn de Abril 1965“, als sich verfassungstreue Offiziere gegen die MilitĂ€rdiktatur erhoben und US-Marines die Dominikanische Republik besetzten. Monatelang hielten die AufstĂ€ndischen Teile von Santo Domingo besetzt. LulĂș war von 1964 bis 1994 Mitglied der Partido Comunista Dominicano (PCD), die sich 1996 auflöste und mit anderen linken Gruppierungen fusionierte. Neben ihren politischen AktivitĂ€ten hat sie zwei Jahrzehnte als Lehrerin gearbeitet.Weiterlesen…

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