Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Habermas

Adorno ĂĽber Bach

von Dieter Bott

vielen dank fĂĽr den hinweis auf den 333.geburtstag von johann sebastian BACH — der nach meinem DAS WAR AM –(so-und-sovielten)– … historische ereignisse fĂĽr jeden tag des jahres gestern am 21.märz 1685 in eisenach geboren wurde—er starb am 28.7.1750 in leipzig-„ (buch und zeit verlag,köln)
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Und was hat ADORNO der spezialist fĂĽr musikalische angelegenheiten—der tradition wie der moderne — dazu zu sagen -?

„die einfachste HISTORISCHE reflexion sollte gegen das histoRISTische bild BACHs misstrauisch machen. BACH starb 6 jahre vor der geburt MOZARTs,zwanzig nur vor der beethovens –als zeitgenosse der ENZYKLOPÄDISTEN
( dh der französchen AUFKLĂ„RUNG – diderot – `d:alambert u.a., ´die die geistige EINFALT und die ökonomische MACHT der katholischen kirche bestritten -und von ihr dafĂĽr verfolgt wurden –Weiterlesen…

Die Linke, der Nationalstaat und der Internationalismus

von Peter Wahl

Die EU befindet sich in einer existentiellen Krise. Spätestens seit dem BREXIT steht die Entwicklungsrichtung der Integration und das Endziel des Prozesses zur Debatte. Quer durch alle politischen Lager verbreitet sich die Einsicht, dass Business as usual nicht mehr möglich ist. So kam selbst EU-Ratspräsident Tusk im Mai 2016 – also noch vor dem Brexit – zu dem Schluss: „Heute müssen wir zugeben, dass der Traum eines gemeinsamen europäischen Staates mit einem gemeinsamen Interesse, mit einer gemeinsamen Zukunftsvorstellung, … eine gemeinsame europäische Nation eine Illusion war.“[1]
Demgegenüber hält in der deutschen Linken eine zwar schrumpfende, aber doch noch große Strömung an der Vertiefung der Integration und am Endziel der politischen Union, d.h. einer europäischen Föderation, den Vereinigten Staaten von Europa fest.

Gleichzeitig werden praktisch alle Projekte, in denen sich die Integration materialisiert – FlĂĽchtlingspolitik, Austerität, Unterwerfung Griechenlands, TTIP, CETA, Kapitalmarktunion, Sanktionen gegen Russland, immer engere Verzahnung mit der NATO, Militarisierung etc. – abgelehnt. NatĂĽrlich völlig zurecht.Weiterlesen…

Verteidigung Adornos gegen die Modesoziologie

von Dieter Bott

ER WAR SECHZIG JAHRE ALT –der kleine rundliche mann mit strohhut im sommer und glatze-als ich 20 jahre alt zum ersten mal in seine seminare und vorlesungen ging—ab 1963 kam ich als provinz-bube aus nordhessen nach frankfurt zum soziologie-studium bei ADORNO
Unisono haben sie sich verabredet –von JĂśHA jĂĽrgen habermas mit seinem herrschaftsfreien diskurs bis zum vergifteten lob des HEIBU heinz bude , von der extra-ordinäiren BOVENSCHEN bis zur kapriziösen KRIMI-AUTORIN –ob sie ihn nun live erlebten –wie ich sechs jahre lang bis zu seinem tod 1969 — oder sich an der „minima moralia“ vergriffen hatten -allesamt und unisono : –SIE HĂ„TTEN — zunächst und sehr lange– KEIN EINZIGES WORT VERSTANDEN-
Eine schutzbehauptung —Weiterlesen…

Open Space – Open Mind – Open Society

Notizen zu einem allgegenwärtigen, widersprüchlichen und vieldeutigen Narrativ, Variationen inbegriffen
von Wolfgang Hippe

Auftakt

Der Begriff der „Offenen Gesellschaft”/„Open Society” ist in der Ă–ffentlichkeit ĂĽberall präsent und scheint zeitlos gĂĽltig zu sein. Er ist in aller Regel irgendwie positiv besetzt und soll den Rahmen fĂĽr Liberalität, Egalität und Säkularität einer Gesellschaft bilden. Weitere Stichworte, die in Zusammenhang mit dem „Erfolgsmodell” auftauchen: Aufklärung, Offenheit, Partizipation, Fortschritt, Gerechtigkeit, Konsens, Interessenausgleich, Aufstiegschancen, Wachstum und Wohlstand. Die Aufzählung lieĂźe sich beliebig fortsetzen. Kurz: die „Offene Gesellschaft“ steht fĂĽr ein umfassendes, aber unbestimmtes und deshalb interpretationsbedĂĽrftiges Versprechen fĂĽr eine bessere Zukunft der Gesellschaft insgesamt. In Zeiten eines dominanten Neoliberalismus stellt sich allerdings die Frage nach der aktuellen Interpretation des liberalen Begriffs und den damit verbundenen Interessen.

Die Spanne der BefĂĽrworter einer „Offenen Gesellschaft” reicht von eher auf die sog. Zivilgesellschaft ausgerichtete Initiativen (z.B. Open Society Foundation, Initiative Offene Gesellschaft, Pulse of Europe, FuturZWEI) und Individuen aller Richtungen ĂĽber die etablierten Parteien, ihnen zugeordnete und sonstige Stiftungen, Ministerien und internationale Organisationen wie die OECD bis hin zu Banken, Wirtschaftsunternehmen und Interessensverbänden aller Art. Auch in postkolonialen Diskursen taucht sie auf. Die breite Palette legt die Vermutung nahe, dass nicht alle Protagonistinnen dasselbe meinen (können), wenn sie das Narrativ beschwören.Weiterlesen…

Der Wille zum Feind (Politische Sprache III)

von Reinhard Olschanski

Ăśber populistische Rhetorik
Einleitung

Der Populismus bespielt die groĂźe BĂĽhne. Kaum ein westliches Land ohne erbitterten Kulturkampf – fĂĽr das Abendland und gegen den Islam, gegen FlĂĽchtlinge, Migranten oder „korrupte” Eliten. Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wurde der Populismus zum Faktor der Weltpolitik. Eine Hassrhetorik, die alle AnsprĂĽche an Mäßigung und Verständigung mit FĂĽĂźen trat, hat ihn ins Amt gefĂĽhrt. Auch in den groĂźen europäischen Ländern ist der Populismus ein Faktor. Der vom britischen Populismus angestoĂźene Brexit stellt eine historische Weichenstellung dar. In Frankreich ist der Front National ein politisches Schwergewicht. In Italien hatte der Populismus mit Berlusconi und seinen BĂĽndnispartnern bereits eine groĂźe Stunde. Und auch die Bundesrepublik ist längst keine Insel der Seligen mehr, die sich ihrer „rechtspopulistischen LĂĽcke” erfreuen kann. In Ă–sterreich scheiterte der FPĂ–-Kandidat knapp bei der Präsidentenwahl und in EU-Staaten wie Ungarn, Polen oder der Slowakei schwächt ein Populismus an der Macht die Gewalten-teilung und das demokratische InstitutionengefĂĽge. Vor dem Hintergrund dieses beängstigenden Tableaus könnte man fragen, was eigentlich ĂĽbrig bleibt von jenem liberalen, weltoffenen, auf Demokratie und Menschenrechte setzenden Westen, der, bei all seinen WidersprĂĽchen und Problemen, doch lange ein hochattraktives Modell war. Können die Gesellschaften des Westens dem neuen Ansturm des Illiberalen, Völkischen und Nationalen standhalten? Oder ist das alles nur – wie einige immer noch meinen – halb so schlimm? Ein Sturm im Wasserglas?

Der vorliegende Band kann keine abschlieĂźenden Antworten auf die vielen neuen und verwirrenden Fragen geben. Es gibt wohl niemanden, der das gegenwärtig kann. Doch möglich und dringend nötig ist es, an einigen zentralen Stellen gezielt nachzufragen. Und zwar nicht nur mit Blick auf politische, ökonomische, soziale oder kulturelle Bedingungen, die zum Aufstieg des Populismus beigetragen haben, sondern auch hinsichtlich des Stils seiner Verlautbarungen. Denn er scheint ja in besonderem MaĂźe ein „rhetorischer” Politikstil zu sein. Hier, auf dem Feld des Rhetorischen, ist er „ganz bei sich”, in seiner guten oder auch weniger guten Stube, in der seine WortfĂĽhrer einen sehr speziellen Austausch mit ihrem Publikum suchen.Weiterlesen…

Hätte Adorno räumen lassen?

von Dieter Bott

LIEBER MARTIN
Gerne kannst du meine unten angehängten anmerkungen zu ADORNO und meine erfundene HABERMAS -anekdote zu der von habermas einst entdeckten NEUEN UNĂśBERSICHTLICHKEIT in deinen blog ĂĽbernehmen –gib bitte meine mail und meine vollständige adresse an—vielleicht erinnern sich noch andere zeitgenossen und können dazu etwas ergänzen oder korrigieren–?

Die folgenden erinnerungen schreibe ich immer auch in gedanken an meine ehemaligen studenten –und an die von den vereinen UNABHÄNGIGEN fussball fanprojekte ,für die ich in frankfurt düsseldorf und duisburg gearbeitet habe und für deren unabhängige und kreative sozialarbeit ich mich seit jahrzehnten einsetze-

„ADORNO HÄTTE RÄUMEN LASSEN “ –steht jetzt an der instituts-wand in berlin —ich kenne vom hörensagen nur die mit adorno sympathisiernde und ihn entlastende fassung, die die frankfurter instituts-räumung seinen realitäts-tüchtigen und realitäts-süchtigen mitarbeitern HABERMAS und ludwig von-FRIEDEBURG zuschreibt -dem späteren hessischen kultus-minister –

–die besetzer -studis seien aber gewarnt gewesen und –als die polizei kam— mehrheitlich bereits verschwundenWeiterlesen…

Lehren aus Trump (IX) – Habermas

Habermas-Erzeugnisse werden von vielen Medien gerne hinter Paywalls versteckt. Sie sollen wohl zahlungswilligen Eliten vorbehalten bleiben. Dabei gibt es in Deutschland über den Elitebegriff fürchterliche Missverständnisse, der größte Witz ist, die meisten Politiker*innen für Angehörige derselben zu halten.
Was Habermas betrifft, haben die “Blätter” nun eine dankenswerte Ausnahme gemacht.
Zu Trumps demagogischen Tricks hier noch ergänzende Anmerkungen aus der Jungle World.

WOW –carolin emcke und der friedenspreis des deutschen buchhandels 2016 —habermas -bohrer – aidorno –heitmeyer–reemtsma

von Dieter Bott

1.
WOW –
-das hat CAROLIN EMCKE selber so gesagt ,als sie am rednerpult in der paulskirche steht —„SO sieht es also aus dieser perspektive aus „

WOW –denke ich –,was fĂĽr eine schöne und kluge FRAU die so gestochen scharf sich artikuliert–
„GEGEN DEN HASS“ – hat CAROLIN EMCKE den friedenpreis de deutschen buchhandels 2016 bekommen-

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Und schon haben DIE TYPEN was zu melden –
an der spitze und besonders dreistWeiterlesen…

ChlorhĂĽhnchen? – Bullshit!

Die FAS arbeitet sich heute fast eine ganze Seite daran ab, wie lecker Chlorhühnchen schmecken können. Daran sieht man vor allem: die Befürworter des Handelsabkommens TTIP müssen schon sehr verzweifelt sein.

Wenn es nur die HĂĽhnchen wären, wäre das Thema wirklich lächerlich. Warum konnten so mächtige Interessen, wie die, die das TTIP wollen, allesamt teuerst bezahlte Vollprofis, nur so ein PR-Desaster anrichten?Weiterlesen…

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