Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Linie 66 (Seite 1 von 2)

Beschleunigung? – doch nicht überall

Eine meiner Lieblingsthesen lautet, dass im real existierenden Kapitalismus alle Prozesse immer weiter beschleunigt werden; das Kapital “will”/muss zirkulieren, und diese Beschleunigung ist ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Aber es gibt ein kleines gallisches Dorf, in dem z.B. Strassenbahnfahrer*innen immer noch keine Ampelvorrangschaltung geniessen. In diesem Dorf werden sogar Ausbaumassnahmen für mehrspurigen Autoverkehr als “ÖPNV-Beschleunigung” bezeichnet, Häuserabriss, Friedhofsverkleinerung und Beseitigung von Fussgängerampeln inklusive. Weiterlesen

Durchgefallen

Wundersame Bahn C

Mein gestriger Test des “9-Euro-Tickets” zwischen Bonn und Köln-Ehrenfeld ergab für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und die Deutsche Bahn Regio ein, auch für mich erfahrenen Bahn-Hasen,  überraschend eindeutiges “Durchgefallen”. Und das kam so. Weiterlesen

Geht doch – pünktlicher Nahverkehr

Wundersame Bahn LXXX
Viertel vor zehn – für mich schon später Abend. Aber schöne Erlebnisse sollte ich direkt beschreiben,
bevor ich mich heute vielleicht wieder ärgere – über die Bahnen, Busse und so. Gestern mit dem ÖPNV in knapp 80 Minuten vom Kölner Uni-Gebäude in der Gronewaldstraße bis nach Bonn Oberkassel Mitte gefahren. Ok, Autofahrer werden jetzt einwenden, dafür brauchen wir knapp 40 Minuten. Stimmt natürlich, wenn es keinen Stau gibt. Aber der ÖPNV war gestern abend vorbildlich. Weiterlesen

Toxisch wie die 66

Die Weltraumfahrt des Jeff Bezos
Eine wirklich überraschende, neue Nachricht ist das nicht. Vor Jahren hatte ich einen Zimmernachbarn im Krankenhaus, der Stadtbahnfahrer war. Er fuhr zwischen Godesberg und Tannenbusch, wohnte rechtsrheinisch nördlich von Beuel. Er versicherte mir, niemals als Fahrgast mit einer Bonner Stadtbahn mitzufahren – viel zu gefährlich. An ihn musste ich bei diesem Bericht von Martin Holland/heise über Bezos’ Raumfahrtfirma Blue Origin denken. Weiterlesen

Schafft die OB die Beueler Ampel?

Nein, es geht nicht um eine Koalition. Es geht um eine Ampel. Die unselige CDU-Herrschaft in dieser Stadt hat noch kurz vor ihrer Abwahl die Fussgängerampel von der von-Sandt-Strasse geradeaus über den Adenauerplatz zu meiner Fussballkneipe abgeschafft. Als Grund wurde vorgelogen, die Linie 66 solle “beschleunigt” werden. An diese Veräppelung wurde ich gestern auf meinem Weg zum Beueler Wahlbüro erinnert. Weiterlesen

Stimmungssieg geht an Dörner

Es liegt an der Fallhöhe. Vor gut 20 Jahren sammelte die CDU in Bonn bei der Kommunalwahl 1999 über 51%. Die Grünen wurden in ganz NRW abgestraft; sie waren 1998 erstmals in die Bundesregierung eingetreten und trugen als erstes einen völkerrechtswidrigen Militäreinsatz in Jugoslawien mit – in Bonn sackten sie von 13 auf 10% ab. Von da an ging es für beide Parteien nur noch in eine Richtung – also jeweils. Weiterlesen

Softwareprobleme

Wundersame Bahn XLVII
Nein, hier geht es nicht um die Corona-App, die vielleicht so eine Art Berliner Flughafen der deutschen IT-Industrie wird. Funktioniert, wenn das Virus weg ist …. Vorgestern war ich betroffen von einem Notfall in der Linie 66. Am Bertha-von-Suttner-Platz kam eine Frau aus dem hinteren Zugteil nach vorne zum Fahrer gerannt. Der überzeugte sich davon, dass hinten eine Person notärztliche Hilfe brauchte. Alle Fahrgäste mussten raus. Dahinter stauten sich weitere Bahnen der 66 und 62. So weit, so adäquat der Notsituation geschuldet. Weiterlesen

Notarzteinsatz am Gleis

Wundersame Bahn XLIV
Ist Bahnfahren gefährlich? Eine Mehrheit scheint das zu meinen. Sonntags, an den Nachmittagen und Abenden, bricht die Deutsche Bahn gewöhnlich so zusammen, wie Freitagsnachmittags. Das war vor Corona. Jetzt glauben die meisten, Autofahren sei sicherer. Haben wir gelacht. Aber der angenehme Nebeneffekt ist halt – es ist nicht mehr voll. So auch gestern zwischen Bonn und Essen. Weiterlesen

Kaum ein Fahrgast stört

Wundersame Bahn XLIII
Jahrzehntelang fühlte ich mich als DB-Stammkunde darauf abgerichtet, dass der Fahrgast das Einzige ist, was den Betrieb stört. Seit das Coronavirus über uns gekommen ist, schien dieses Problem weitestgehend erledigt. Zu hören, zu sehen und zu atmen ist, dass immer mehr Menschen aufs Auto umsteigen, weil sie sich dort scheinbar sicherer fühlen. Ist das Virus vielleicht gar nicht von Bill Gates, sondern von der deutschen Autoindustrie? Hmm …
Gestern habe ich alles mal wieder ausprobiert. Weiterlesen

66 – Gerüchteküche

Gestern Abend am Stammtisch machten Gerüchte die Runde. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten bekannt gegeben, dass, nachdem “keine technischen Defekte” hätten festgestellt werden können, nun auch gegen den Fahrer ermittelt werde. Das klingt etwas unangemessen nach Richtungswechsel. Und ist in meinen Augen Produkt zu hastiger Öffentlichkeitsarbeit. Und technischer Unkenntnis der Lage im Wagenpark und in den Werkstätten Weiterlesen

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