Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Paris (Seite 1 von 4)

Klimastrategie: Nichtstun

Politiker*innen lesen jetzt bitte woanders (oder weiter unten) weiter. Denn sie sind nicht gemeint. Es geht um uns Konsument*inn*en. Ich weiss ja schon länger, dass der gefährlichste Ort zuhause ist, vor allem für Frauen: der Mörder/Gewalttäter ist immer der Gatte. Auch die meisten Unfälle passieren zuhause. Also: raus aus der Wohnung. Aber nicht zum Einkaufen! Ausser vielleicht: etwas Essen und Trinken (nur Gutes!) und anderen Menschen begegnen. Das bestätigt Clemens Gleich in der immer lesenswerten Missing-Link-Kolumne von heise-online. Weiterlesen

Paris tut es

Autofahrer*inne*n was wegnehmen? Wie weit traut sich Bonn?
Wenn Paris Tempo 30 einführt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP es der Welt meldet, wie lange wird es dann noch dauern, bis Bonn es tut? Früher hätte ich hundert Jahre geschätzt. Aber alle gesellschaftlichen Bereiche sind Beschleunigungstendenzen ausgesetzt. Wie viele Jahre Wartezeit wird also die grüne Oberbürgermeisterin einsparen? Der gute Wille ist dokumentiert. Weiterlesen

EU und China

von Peter Wahl
mit der Verhängung von Sanktionen gegen China, hat die EU sich jetzt auf spektakuläre Weise der US-Strategie angeschlossen, und dazu beigetragen, die Eskalationsschraube in dem sich anbahnenden neuen Kalten Krieg um eine weitere Drehung anzuziehen. Bemerkenswert ist allerdings die chinesische Reaktion. Sie war nämlich asymmetrisch und weicht von der bisherigen Linie ab. Weiterlesen

Zweifel

Ist Michael Maier ein Irrer? Ich weiss es nicht, weil ich ihn nie persönlich kennengelernt habe. Mein Hinweis auf seinen Bericht aus dem Wirecard-Untersuchungsausschuss, der ja nicht geheim sondern öffentlich tagte, findet anscheinend recht grosses Leser*innen*interesse, obwohl doch nichts daran im journalistischen Sinne exklusiv ist. Maier ist ungefähr so alt wie ich, hat aber schon ein a.o. wildes Journalistenleben gelebt. Als Leser profitiere ich von dem, was er tut. Heute mit seinem Interview mit Stephan Suschke, einem Theatermacher, der mit Heiner Müller zusammengearbeitet hat, und eine Menge von Bertolt Brecht versteht. Weiterlesen

Trend zur zweiten Liga

Fußball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rätselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele Arbeitsplätze und Investitionen wären sonst bedroht. Diese alltägliche Selbstverständlichkeit täuscht nicht darüber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose. Weiterlesen

TV – der Schlaf siegt immer

Sportschau-Quoten sind kein Rätsel – ein Superkoch macht wieder wach
Ein Selbstversuch mit klarem, aussagekräftigem Ausgang. Warum guckt keine*r mehr Sportschau? Die Agenturen, die solche dummen Fragen stellen, lesen halt diesen Blog nicht. Um ganz sicher zu gehen, habe ich es gestern noch mal ausprobiert. Das erste Einnicken passierte mir unmittelbar nach dem Unentschieden des Zweitliga-Spitzenreiters Bielefeld in Karlsruhe. Das zweite dann bei Irgendwer gegen Hoffenheim. Wer will sowas sehen? Weiterlesen

Demokrat der Objekte

Es lag Logik darin, dass Christo mit dem Reichstag-Projekt ein ästhetisches Ende zum Kalten Krieg setzte. Nachruf auf einen komplexen Künstler.
Steif sitzt der damalige Bundestagspräsident und spätere Bundespräsident Karl Carstens in einem Schalensessel. Es ist der 20. Januar 1977 im damaligen Regierungssitz Bonn. Der konservative CDU-Politiker hat die buschigen Augenbrauen hochgezogen. Die Körpersprache, mit der der Deutschnationale sein Gegenüber betrachtet, spricht Bände.

Wild gestikuliert der Künstler Christo, malt imaginäre Größenmaße in die Luft. Er wirbt für sein Reichstag-Projekt. Obwohl privat fasziniert davon, lehnte Carstens es ab. Zwölf Jahre vor dem Mauerfall fürchtete der Scharfmacher gegen die sozialliberale Entspannungspolitik Ärger mit dem Osten. Weiterlesen

Satansersatz: das böse Smartphone

Ich habe auch eins. Mein Provider wollte mich kürzlich für tot erklären, weil ich es so wenig benutze, und forderte mich ultimativ auf, mein unverbrauchtes Prepaid-Guthaben aufzuladen. Die Überwachungsalgorithmen denken immer, ich sässe alleine und trostlos zuhause, weil es vergessen am Ladekabel auf meiner Sofalehne liegenbleibt. Beim Abendessen mit schönen Frauen würde es nur stören. Ebenso bei politischen Versammlungen, oder anderen subversiven Aktivitäten.
Das das kleine Ding jetzt an allem schuld sein soll – herrjeh, Weiterlesen

Der Fall Amnesty International

Mobbing-Vorwürfe, Suizide, Etat-Probleme und nun auch noch Entlassungen: Amnesty International ist in einer Krise. Schlimm, aber keineswegs ein Anlass zur Genugtuung oder gar zu Häme

Viel schlimmer kann es für Amnesty International eigentlich nicht mehr kommen. Allein am Hauptsitz London sollen fast 100 Arbeitsplätze wegfallen, weltweit noch deutlich mehr, um ein dramatisches Loch im Etat zu stopfen. Immerhin fehlen der Menschenrechtsorganisation bis Ende 2020 knapp 20 Millionen Euro. Weiterlesen

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