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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Sport inside (Seite 1 von 6)

#keinvorbild

Der “Fall Boateng” wirft Fragen an den sportindustriellen Komplex auf
Ein rechtsradikaler alter weisser Mann trieb einst den Wert Boateng-naher Immobilien unwillentlich in die Höhe: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ sagte er einer Zeitung, hinter der angeblich “immer ein kluger Kopf” steckt. Fakenews, Gerüchte, wer blickt da noch durch? So will ich über den Fall Boateng hier auch nicht richten. Das hat ein Gericht getan. Und Martin Krauss/taz hat es sehr sachkundig und abgewogen kommentiert. Weiterlesen

Sport inside wieder da

Die Insel des Sportjournalismus im Meer der unkritischen medialen – in dicken Verträgen fixierten – Produktpräsentationen hat wieder den Kopf aus ihrem Sendergefängnis herausgestreckt zu uns, dem Publikum. Ob der Programmschwerpunkt des WDR aus Bundesliga (21.45 h), Zeigler (22.15 h) und schliesslich Sport inside (22.45 h) funktioniert, das entscheiden für die Programmdirektion wie immer der Audience Flow und die Einschaltquoten. Weiterlesen

Lob des (DLF-)Sportjournalismus

Den Fall des gestern kollabierten dänischen Weltklassespielers Christian Eriksen hat DLF-Redakteur Matthias Friebe geschmackssicher kommentiert. Ich hatte zum Glück schöneres zu tun, als diese Katastrophenpartie anzusehen, bekam dann statt des Beginns von Russland-Belgien noch ihre makabre Schlussphase zu sehen. Innehalten, Nachdenken, sich um Wesentlicheres kümmern, das kennt der Brot-und-Spiele-Kapital-muss-zirkulieren-Mechanismus des neofeudalen – von wegen “modern” – Weltfussballs nicht. Weiterlesen

Starkes Stück

Rassismus im deutschen Fussball – Sexualisierte Gewalt im deutschen Judo
Kritischer Sportjournalismus ist möglich, auch wenn es kaum jemand bemerkt. Abseits der pestartig-epidemisch verbreiteten Produktpräsentationen in deutschen Medien gibt es weiterhin das kleine Dorf des kritischen Sportjournalismus, im WDR-TV mit ständig wechselnden Sendeplätzen versteckt, derzeit sonntags nach Arnd Zeigler. Gestern besonders stark. Weiterlesen

Aufhören

Medienbusiness kreist um 50 irrlichternde Künstler*innen – andere drehen unbeachtet frei: Fussballirre, Rüstungsirre, Schlachtirre
Holt Wilfried Schmickler zurück! Er wird mehr gebraucht denn je. Wenn er schon aus den WDR-Mitternachtsspitzen gefeuert wurde, könnte er es vielleicht Küppi mit einer regelmässigen Videokolumne gleichtun. Oder dort eine ständige Rubrik unterbringen. Seine zornigen Vernunft-Interventionen fehlen mehr denn je.
Es gibt Wichtigeres als 50 irregeleitete Schauspieler*innen, die sich neue Berater*innen suchen sollten. Es gibt auch Stimmen der Vernunft in dem Lärm. Weiterlesen

Beim Ableben

mit Update 14.1.
“Sport inside” (WDR) und “Zapp” (NDR)
Es begleitet mich schon mein ganzes Leben. Jeder Relaunch, jede Programmreform enteignen mich einer wertgeschätzten journalistischen Leistung. Und zwar nicht nur bei Privatprodukten, die von Werbung abhängig sind, sondern gerade bei den öffentlichen Medien, die schon von mir finanziert werden. Dazu habe ich zwei neue Verlustmeldungen.
Der NDR ist ja angeblich “schuld”, dass der WDR zahlreiche seiner journalistischen Leistungen kürzt oder ganz beseitigt. Das schafft der WDR aber auch ganz alleine. Weiterlesen

Verwurstung

Kinder – Leichen – Arbeiter*innen
Der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geht es schlecht, sehr schlecht. Insolvenzen in Kürze nicht ausgeschlossen. Darum ist sie nun endlich, endlich in den profitablen Kinderhandel eingestiegen, und Sport inside/WDR, das ist das, was ausser mir keine*r guckt, hat gestern nacht darüber berichtet (Video 12 min).
Der Wiener Attentäter hat sein Ziel erreicht. Zahlreiche Medien machen ihn weltweit berühmt. Weiterlesen

Kundschafter des Friedens

Und: Turnen als Organisierte Kriminalität
Kurzfristig änderte ich gestern mein TV-Programm. Sowohl bei Gundermann als auch beim Kirmesspiel des Fußballkonzerns aus dem süddeutschen Raum gegen den BVB wusste ich ja schon vorher, wie tragisch es ausgeht. “Kundschafter des Friedens” von Robert Thalheim kannte ich dagegen noch nicht. Arte hatte ihn aus Anlass des Todes von Michael Gwisdek kurzfristig ins Abendprogramm gehoben (nur eine Woche Mediathek!).
Ich muss gestehen: selten habe ich bei einem Ossi-Sujet so viel Spass gehabt. Weiterlesen

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