Thema: Talkshows

“Ich weiss, wer ich bin”

Von , am Dienstag, 29. Oktober 2019, in Genuss, Medien.

Mit Update
Welcher was-mit-Medien-Mensch kann das von sich behaupten? Journalist*inn*en, die es überhaupt schaffen, sich von solcher Art Arbeit ernähren zu können, müssen heute ein Leben führen wie Fussballer*innen. Vertrag unterschreiben, und danach sofort danach schauen, wo es den nächsten Vertrag gibt. Wenn der ins Visier genommen ist, alles tun, um den bestehenden scheinbar schlechteren Vertrag möglichst schadlos auflösen zu lassen. Denn Menschen, die nicht wissen, wer sie (genau) sind, können natürlich auch nicht wissen, Weiterlesen

Verleger / Talkshows / Başakşehir

Von , am Mittwoch, 25. September 2019, in Beuel & Umland, Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Gangsterstyle von Döpfner
Mathias Döpfner, Anführer der deutschen Zeitungsverleger, soll seiner Bande die Leviten gelesen haben. Aus seinem Interesse als Multimillionär hat er überwiegend Recht. Aber wer von uns ist Multimillionär*in und Zeitungsverleger*in? Immerhin scheint sich meine einstige Befürchtung vor einer Paywall beim Bonner General-Anzeiger bisher nicht zu bestätigen, Weiterlesen

Medien verschweigen Medienstreik – Transparenz?

Von , am Mittwoch, 18. September 2019, in Medien.

Die privaten Medien berichten, gerne hämisch, dass dem WDR heute die Live-Ausstrahlung des ARD/ZDF-Morgenmagazins nicht gelang. Das WDR-Fernsehen ändert stickum sein Programm. Aktuelle Sendungen wie das nachmittägliche hier und heute oder die Servicezeit entfallen – im Videotext kommentarlos. Aktuelle journalistische Sendungen können Sie nach dem Thema absuchen – Sie finden nichts. Weiterlesen

Schlechte Talkshows – gute Talkshows

Von , am Donnerstag, 29. August 2019, in Medien.

Der WDR war mal ein innovativer Sender. Ja, liebe Kinder und junge Erwachsene, das ist kein Märchen. In Deutschland hat er z.B. die Talkshow nicht erfunden, aber 1973 als Erster in die TV-Glotze gebracht. Erster Moderator war der, wie wir heute über jahrzehntelangen Vergleich wissen, grossartige, politisch einseitige und klare Ansprache liebende Dietmar Schönherr. So war auch die Gästeauswahl: Ausgewogenheit spielte keine Rolle, interessante Menschen mussten sie sein. Viele Politiker*innen fielen dadurch schon mal weg. Zu Schande des WDR gehört, Weiterlesen

Das Krokodil muss alle beißen

Von , am Dienstag, 30. Juli 2019, in Medien, Politik.

Zur Ambivalenz des Verhältnisses zwischen Politik und Journalismus
Von Friedrich Küppersbusch

Rede beim Politischen Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung am 18. Juni in Hannover, beim Empfang aus Anlass des 60. Geburtstags von Altbundespräsident Christian Wulff.

Nach vorne gucken! Das sagt uns der rüstige Jubilar, wenn er zu seinem 60. Geburtstag keine anderen Sorgen hat als: „Demokratie stärken – den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern“. Echt jetzt? Keine Ruhmesrede, keine tapfere Rückschau auf Krisen und Niederlagen: Enthuldigen Sie bitte, da geht’s lang, Weiterlesen

Lieber WDR-Rundfunkrat: Agendasetting ist das Problem!

Von , am Mittwoch, 3. Juli 2019, in Medien.

mit Update 4.7.
Erneut wird viel Aufregung um die AfD produziert, exakt nach deren Drehbuch. Ist es nun richtig oder falsch sie in Talkshows einzuladen? Ist es nun richtig oder falsch, wie die “Talkmaster” mit ihnen umgehen? Ist es gerecht oder ungerecht, wie die Redezeit verteilt wird? Nein- das ist alles egal.
Entscheidend ist: welches Thema wird gesetzt? Welche Denke, welches Framing und welche Strategie steckt dahinter? Weiterlesen

Agenda-Setting bei ARD und ZDF?

Von , am Dienstag, 23. April 2019, in Medien.

von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung
„Weniger Migration, mehr Habeck“ betitelte die FAZ im Januar 2019 einen Artikel, der die Kriterien der Gästeauswahl und Themensetzung der Polit-Talkshows bei ARD und ZDF analysierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits eine unruhige Zeit hinter sich – war doch seine journalistische Themensetzung selbst zum journalistischen Thema geworden. Unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 wurde zunächst das „Kanzlerkandidatenduell“ zwischen Angela Merkel und Martin Schulz heftig kritisiert, bevor sich bis Mitte des Jahres 2018 die Kritik auf die politischen Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen insgesamt ausweitete. Weiterlesen

“Maischberger” – wie lange noch?

Von , am Donnerstag, 21. März 2019, in Medien.

Meine Leser*innen wissen, dass ich für Trash-Talkshows keine Zeit habe. Dafür habe ich meinen Mitautor Roland Appel und Hans Hütt/FAZ. Wenn ich Hütt glaube, muss es gestern wieder besonders schlimm gewesen sein. Wie tief kann der die Produktion beauftragende Sender noch sinken? Immerhin war er es, der 1973 damit angefangen hat.
Damals galt eine Talkshow als gefährlich-unkontrollierbares Etwas. Weiterlesen

Das sollten Sie trotz WM nicht übersehen

Von , am Montag, 18. Juni 2018, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Geldwäsche in Immobilien

Die grüne Bundestagsabgeordnete Lisa Paus aus Berln hatte zu dem Thema einen schönen Erfolg in mehreren Medien. Bzw. hätte, wenn nicht WM wäre. Wer liest das? Hier der Bericht des Oxiblog mit weiteren Verlinkungen. Paus und Toni Hofreiter hatten zu dem Thema ausserdem einen Gastbeitrag im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel.
Eine zentrale europäische Geldwaschmaschine ist unser schönes Nachbarland Österreich, wo auch der Besitzer des Bonner Viktoria-Karrees heimisch ist. Da war der BND wohl zu neugierig; wenigstens war seine Tätigkeit ausnahmsweise nicht gesetzwidrig, denn Österreich ist tatsächlich Ausland.

Framing von Rassismus und anderem Dreck

Die grossartige Elisabeth Wehling erklärte es noch mal im DLF für die Dümmsten der dummen Talkshowredakteur*inn*en, Weiterlesen

Der fatale Irrtum des Raushaltens

Von , am Montag, 11. Juni 2018, in Fußball, Medien, Politik.

Talkshows, DFB, Löw/Özil/Gündogan

Wenn Demokratien von Rechten und Faschisten gestürmt werden, ist der wesentlichste Grund immer die Spaltung, Egomanie und Schwäche der demokratischen Kräfte. Der aktuelle deutsche Medien-, Entertainment- und Fussballbetrieb taugt als Fallstudie dafür.

Die zu Recht bepreiste Carolin Emcke hält es den prekären Talkshow-Redaktionen vor, was jetzt auch der deutsche Fussball versucht: was kann ich denn dafür? Ich will doch nur meinen Job machen. Lasst mich doch in Ruhe. Exakt diese feige Bräsigkeit, die Weigerung klar Stellung zu beziehen, ist das Problem. Und wenn es dann doch zwei wagten, ging es in Richtung Erdogan.

Die Bundeskanzlerin versuchte ihnen beizuspringen. Sie hätten sicherlich die Wirkung “nicht bedacht”. Weiterlesen

Sibylle Berg – böse mit uns?

Von , am Samstag, 31. März 2018, in Lesebefehle, Medien.

Die ZDFneo-Talkshow in der sie mit ihren selbstgesprochenen Teilnehmer*innen-Porträts der beste Teil der Show war, ist schon unters Fallbeil der ZDF-Porgrammdirektion gekommen. Und jetzt das: nur noch halb so viele Gründe, auf die Spiegel-online-Seite zu gehen. Ihre Kolumne soll nur noch alle zwei Wochen erscheinen. Sie schreibt, sie wolle sich mehr um ihr Gestüte und ihre Ölplattformen kümmern. Oder ist es doch eher eine Kürzung des Spiegel-Honorar-Etats?
Gut, ich hätte auch keine Lust, mir jede Woche für das Spiegel-Publikum was Originelles ausdenken zu müssen. Andererseits: das schöne Geld nähme ich gerne. Davon hat Frau Berg sicherlich mehr genug, als ich. Schliesslich lebt sie in der Schweiz. Burmester weg, Berg nur noch die Hälfte. Jetzt müssen die Spiegel-Männer noch die Stokowski vergraulen. Dann ist der Laden besenrein wie beim Seehofer.

Elend der TV-Talkshows wäre zu beheben

Von , am Donnerstag, 29. März 2018, in Medien, Politik.

Vor einigen Tagen liess Roland Appel hier seiner Empörung über eine Maischberger-Produktion für die ARD freien Lauf. Zur Beurteilung des Missstandes und beim Nachdenken über Abhilfe müssen Sie wissen: die Gastgeber*innen solcher Produktionen sind keine (gutbezahlten) Angestellten ihres Senders, sondern (noch viel besser bezahlte) Geschäftspartner*innen. Sie betreiben eigene Produktionsunternehmen, machen alles selbst, auch die Technik, und lassen sich das pauschal als Gesamtpaket für soundsoviele Jahre von unseren Gebühren teuer bezahlen. So ein Produktionsvertrag ist kompliziert und umfangreich, unterliegt mannigfaltigen “Geschäftsgeheimnissen” und ist für Sie und mich auf keinen Fall öffentlich einsehbar. Weiterlesen

Helge Sch.

Von , am Montag, 19. Februar 2018, in Genuss.

Der Kerl ist 1 1/2 Jahre älter als ich, seine Schaffenskraft aber scheinbar immer noch grenzenlos. Bei manchen Menschen ist es ja genau das, was sie am Leben hält. Obwohl er bei mir um die Ecke aufgewachsen ist, haben wir uns nie persönlich kennengelernt. Macht nix. Von ihm kriegt man auch so genug mit.
Talkshows, in denen er als Gast auftritt, lasse ich in der Regel nicht aus. Weil er in der Regel den Showmachern die Regie aus der Hand nimmt. Statt deren Show macht er – auch auswärts – seine eigene. Das setzt mehr Intelligenz voraus, als sein Komiker-Vordergrund sichtbar macht. Aus dieser personalisierten Spannung erarbeitet er sich seine Fangemeinde: er tut nur doof, ist aber das Gegenteil. Und, was nur seine ganz “harten” Fans, zu seinem Leidwesen, zu würdigen wissen: ein erstklassiger Musiker.
Obwohl: langsam dringt Helge auch damit endlich durch, wie hier in der Besprechung unserer Heimatzeitung WAZ. Ob er nach seinem Auftritt in Duisburg mit der Strassenbahn nachhause gefahren ist? Fährt die abends noch, im Ruhrgebiet?

DIE HÄME – als tiefere bedeutung

Von , am Montag, 29. Januar 2018, in Fußball, Medien.

von Dieter Bott
BETR: scherz ironie satire – und die „witzelsucht“ ––„die zeit“—– und DIE HÄME –als tiefere bedeutung
OLIVER WELKE—im duett mit OLIVER KAHN (Paywall) ——und der ORDEN wider den TIERISCHEN ERNST –heute am 29.jan 18 in der ARD

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„ES HERRSCHT GENERELL eine seltsame SHOW- und WITZEL-SUCHT unter den männlichen sport-moderatoren“
schreibt die aktuelle „zeit“ am 25.jan 18
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„ ALLERDINGs scheinen sich OLIVER KAHN und OLIVER WELKE so gut zu verstehen ; wie das nur ZWEI HALBSTARKE
Können; DIE SICH ÜBER DIE SCHWÄCHEN DER ANDEREN AMÜSIEREN———
Und da war die übertragung eines FUSSBALLSPIELS wie ein FUSSBALL-SPIEL damals auf dem SCHULHOF:
die kleinen werden VON DEN GROSEN NUR GEDULDET —–und wenn sie was falsch machen;dann LACHT MAN SICH HALT KAPUTT—„

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„ ABER ES IST GERADE DIESES FEIXENDE; dieses BREITBEINIGE; was es oftmals so UNERTRÄGLICH MACHT;SICH
FUSSBALL im FERNSEHEN ANZUSEHEN. Und es scheint fast so; als hätten sich DIE ZUSCHAUER genau daran gewöhnt
-und würden alles andre ablehnen –
NOCH IMMER DOMINIERT DER HERRENWITZ DIE SPORT-MODERATION—–zur kunstform entwickelt von ALEXANDERBOMMESWeiterlesen

Talkshows / Jurist*inn*en / Linksradikale

Von , am Montag, 10. Juli 2017, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Ich gucke keine Talkshows, ausser “Schulz&Böhmermann“. Ich lese auch keine Talkshow-Nachbesprechungen, ausser von Hans Hütt/FAZ. Georg Seesslen/taz hat aber keine Nachbesprechung geschrieben, sondern eine Analyse, wie die heutigen Talkshows unsere Demokratie untergraben.

In nichtöffentlichen Schiedsgerichten, wie sie die von unserer Bundesregierung und der EU propagierten “Freihandelsabkommen” regelmässig vorsehen, können in einem einzigen Verfahren hunderte Millionen Steuergeld verbrannt werden. Nein, nicht verbrannt. Sie wandern aus unser aller Steuerkasse in die Kassen großer Anwaltskanzleien. Hier das Handelsblatt-Lehrstück, wie es zwischen der Bundesregierung Dobrindt und Toll Collect/Daimler/Telekom zugeht.

Meine Meinung zum Linksradikalismus habe ich hier bereits ausgedrückt. Bei aller Ablehnung muss man das, wenn man nicht dumm und hilflos bleiben will, verstehen lernen. Verstehen ist keine Bewertung, sondern kommt von Verstand. Den zu benutzen ist immer besser, als es zu lassen. Im diesem Sinne las ich heute Martin Kaul/taz und Rüdiger Suchsland/telepolis.

Statt ARD-ZDF-Fusion: Dritte Programme abschaffen

Von , am Donnerstag, 1. Dezember 2016, in Medien.

Dietrich Leder, einer der klügsten Medienkritiker deutscher Sprache, brachte mich mit seinem aktuellen Kommentar auf die Idee. Er schreibt richtig, dass die Dritten Programme inhaltlich alle als Regionalprogramme angelegt sind, aber längst nicht mehr regional senden, sondern alle gleichermassen empfangbar sind. Dem Internet sei dank.

Warum dann “haben wir immer so gemacht”? Warum baut die ARD dann keine gemeinsame Plattform für alle “Dritten Programme”. Lustige Frage am Rande an die Jüngeren: warum heissen die überhaupt so? Sie müssen wissen: es gab eine Zeit, da wurden in diesen Programmen Experimente gemacht, Weiterlesen