Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Wohnungsbau (Seite 1 von 2)

Das GrĂŒnen-Programm fĂŒr Bonn

… beginnt zu entstehen. Heute fand in der Evangelischen Studierendengemminde (ESG) der erste Workshop der Bonner GrĂŒnen fĂŒr ihr Kommunalwahlprogramm 2020 statt. Ca. 60 Menschen (bei aktuell 880 Mitgliedern, es war mal wieder sehr warm) sammelten erste Ideen. Es schien ihnen Spass zu machen, weil die Chancen zu politischer Umsetzung wachsen.
Da nur belegte Brötchen als Verpflegung angekĂŒndigt waren, habe ich zunĂ€chst ein Lachsfilet (von Bornschein) auf FenchelgemĂŒse im Momo-Bistro “Odeon” vorgezogen. So gestĂ€rkt, hatte ich die erforderliche KraftWeiterlesen…

Telepolis – am Sonntag besonders informativ

Trumps Dealstrategie / Trumps Mauerpolitik / Gegen Mietexplosion Wohnungsbau öffentlich betreiben / Deutscher Justizskandal in Island / Indien auch nicht besser regiert als Europa
Bemerkenswert, was die Kollegen von telepolis wieder zum Sonntag servieren. Nicht amĂŒsant, nicht wohlschmeckend. Aber wer die Welt verstehen will, kann es nicht ignorieren.
Chefredakteur Rötzer, geringfĂŒgig Ă€lter als ich, hat sich an Donald Trump festgebissen. Was ist seine Dealstrategie gegenĂŒber dem Iran? Zur europĂ€ischen Rolle in diesem Konflikt verweise ichWeiterlesen…

Im Gau-Land

Stefan Krempl/heise online meldet die “HandlungsunfĂ€higkeit der öffentlichen Hand”. McKinsey soll herausgefunden haben, dass sie droht. Und lobt, bei dieser Autorenschaft keine Überraschung, den Austausch von IT-Mitarbeitern zwischen Deutscher Bank und Bundesinnenministerium. Die Privatisierung des Regierens schreitet voran, nicht nur beim Abfassen von GesetzentwĂŒrfen. Die Stadt und der Staat als Konzern ist die ultimative Traumperspektive aller Neoliberalen und sie treiben es voran, egal wie wir wĂ€hlen und abstimmen.Weiterlesen…

Wohnungen: der Terror der “freien Marktwirtschaft”

Der Terror der deutschen Immobilienwirtschaft: in einer TV-Recherche der ZDF-Frontal21-Redaktion war er gestern zu besichtigen (und bleibt das noch ein Jahr in der Mediathek). Die Menschen, die hier ein Jahr lang begleitet und portrĂ€tiert wurden, alle Mieter*innen in Berlin (LĂŒtzowstr.), hatten viel auszuhalten, haben alles Mögliche durchgemacht, mit dem Mieterverein im RĂŒcken. Mir ist dabei eine Idee fĂŒr die vermaledeite “Sammlungsbewegung” gekommen.Weiterlesen…

Klima / Handel / Wohnungen / Sammlung

Tomasz Konicz’ Apokalyptik hasse ich, aber heute machte er mich mit seinen AusfĂŒhrungen zum Zusammenhang von Klima und Kapitalismus nervös. Muss am Wetter liegen. Donnerstag solls ja endlich abkĂŒhlen. Und Kinder habe ich keine …
Ernst Lohoff gelingt in der Jungle World etwas, was im deutschen Journalismus selten geworden ist: die Unterscheidung von Handels- und Leistungsbilanz. Seine Beurteilung des globalen Handelskrieges wird dadurch nur leider nicht beruhigender.Weiterlesen…

Wohnungsbau vs. Naturschutz

Bonn wĂ€chst, der Rhein-Sieg-Kreis wĂ€chst, Köln wĂ€chst. Eigentlich positiv. Aber wo können neue Wohnungen gebaut werden? Und warum haben rund 50 Prozent aller Bonnerinnen und Bonner große Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden? Die HĂ€lfte der Bonner Bevölkerung hat Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit steht ihnen eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Wohnung zu.

Der dringend notwendige Neubau von Wohnungen trifft allerdings ĂŒberall auf erbitterten Widerstand. “50 % aller Bonnerinnen und Bonner werden fĂŒr unerwĂŒnscht erklĂ€rt,” kritisiert Jean-Pierre Schneider, Vorstand der Bonner Caritas. Er bezieht sich auf BĂŒrgerinitiativen und renitente Anwohner*innen, die sich mit allen Mitteln gegen den Bau von Sozialwohnungen zur Wehr setzen.Weiterlesen…

Stigmatisierung pur

50 Prozent der Bevölkerung wird fĂŒr unerwĂŒnscht erklĂ€rt.

Der Runde Tisch gegen Kinder- und Familienarmut tagte gestern bei der Diakonie in Bonn. Nur zur Erinnerung: Rund 20 % aller Kinder in Bonn gelten als arm. Inklusive ihrer Familien.

Diesmal war das Thema der Wohnungsmarkt, also bezahlbare Wohnungen fĂŒr rund 50 % aller Bonnerinnen und Bonner. Denn diese haben Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. “50 Prozent der Bevölkerung wird fĂŒr unerwĂŒnscht erklĂ€rt,” beklagte Gerhard Roden von der Bonner Caritas. Das sprengt unsere Gesellschaft und ist unertrĂ€glich, um es klar zu sagen. Denn ĂŒberall gibt es BĂŒrgerproteste gegen den Bau von öffentlich geförderten Wohnungen. So wurde die Akzeptanz fĂŒr den Bau bezahlbarer Wohnungen als großes Problem identifiziert. Das sah auch MdL Guido DĂ©us so,Weiterlesen…

Die Wohnungsfrage wird immer heisser

Der General-Anzeiger berichtet heute ĂŒber die Empörung der Mieter*innen in den Hicog-Siedlungen in Tannenbusch und Muffendorf. Es ist gut, wenn die Leute sich organisieren und LĂ€rm machen. In diesem Fall geht es um die schlechte Organisation der bundeseigenen Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BIMA), der von bisherigen Bundesregierungen Renditeoptimierung aufgetragen war, also das Gegenteil von Mieterorientierung und sozialer Verantwortung. Ist das jetzt Seehofer, der neue “Bauminister”, der das Ă€ndern mĂŒsste? Oder bleibt es Bundesfinanzminister Scholz, der BIMA-Einnahmen kassieren will, als Hamburger BĂŒrgermeister seine Wahl aber noch mit Wohnungsbau gewonnen hatte?
Das einfachste wĂ€re, die BIMA schenkt ihre schwer verkĂ€uflichen und sanierungsbedĂŒrftigen Siedlungen an die kommunalen Wohnungsbausgesellschaften, in Bonn also an die Vebowag. Und die macht zĂŒgig fertig. FĂŒr uns Steuerzahler*innen wĂ€re das von der einen in die andere Tasche. Geld wĂŒrde nicht fließen, und es wĂŒrde endlich vorangehen.

Einen guten Überblick ĂŒber die aktuellen wohnungspolitischen Kontroversen gibt der Journalist Rainer Balcerowiak, von dem ich ein lesenswertes BĂŒchlein ĂŒber Weingenuss besitze, bei hintergrund.de

GeldwÀsche: Immobilien, Fussball

Dass ausgerechnet England mit einem WM-Boykott drohte, war ja vergleichsweise lĂ€cherlich. Ernster wĂ€re es da schon, wenn die Behinderung der russischen Oligarchen in London mehr als eine Drohung wĂ€re. Ist es nicht. Rowland Atkinson hat in der jĂŒngsten Ausgabe der LeMonde diplomatique (hier: deutsche Ausgabe) unter dem Titel “Londons leere LuxustĂŒrme” (leider nicht online) illustriert, warum das unrealistisch ist.

Hier ein paar Schlaglichter seiner Darstellung:

Den Dealern von Multimillionen-Wohnungen geht es schon so schlecht, dass sie nicht nur Gratis-TV, sondern auch Luxuslimousinen als Zugabe anbieten “mĂŒssen”. Trotzdem wird weiter gebaut wie blöde: es geht nicht nur um die Ware Wohnung, sondern um den Kapitalprozess.Weiterlesen…

Immobilienboom zuende?

Das wĂ€re ja mal eine gute Nachricht; allein – mir fehlt der Glaube. Die FAZ verbreitet eine entsprechende Botschaft des Immobilienlobby-Instituts Empirica. Wie mĂŒssen wir diese Botschaft lesen?

Empirica, das liegt schon an seinen Auftraggebern, trĂ€gt eine Investorenbrille. FĂŒr die sind die lokalen und regionalen MĂ€rkte, auf denen der Preiswahnsinn galoppiert: das Paradies. Empirica scheint nun zu meinen: das Paradies – in Berlin, MĂŒnchen, Stuttgart – hat Grenzen.

Das ökonomische Problem ist, dass der private Kapitalreichtum sehr Weniger explodiert ist. Das Kapital weiss nicht mehr wohin.Weiterlesen…

Nationalismus appelliert an niedere Instinkte

von Rainer Bohnet

“America first, Deutschland zuerst”. Die Parolen der Nationalisten sind plump, aggressiv und gefĂ€hrlich. Denn sie zielen auf die niederen Instinkte der Menschen und generieren Ängste und irrationale Ablehnungen gegenĂŒber Migranten, anderen LĂ€ndern und deren Problemen.
Was ist der Hintergrund solcher Kampagnen und warum sind sie so erfolgreich?

Donald Trump hat mit nationalistischen Parolen die Wahl zum US-PrĂ€sidenten gewonnen. Und in Deutschland zog die AfD mit 90 Abgeordneten in den Deutschen Bundestag ein. Sie liegt derzeit in aktuellen Umfragen sogar knapp vor der SPD. Wir mĂŒssen zur Kenntnis nehmen, dass sich Deutschland, Europa und die Welt fundamental verĂ€ndern.Weiterlesen…

Kommentalweg – Baugrund fĂŒr Schweden-MilliardĂ€re?

Die Idylle um den Kommentalweg habe ich geliebt. Ein Trampelpfad, mit dem Fahrrad gut befahrbar, fĂŒhrte direkt von meinem BĂ€cker Schmitz in Schwarzrheindorf zum Bröltalbahnweg, durch KleingĂ€rten und wilde Brombeeren. Verschiedentlich meldeten sich von den ZĂ€unen an der Seite kleine Nutztiere. Da, wo jetzt die Bonava-Neubauten stehen, verbargen sich zwei kleine, etwas abgewrackte hexenhĂ€uschenartige Anwesen, von wildem GebĂŒsch von der Niederkasseler Strasse abgeschirmt, die mal ein Kinderparadies gewesen sein könnten. Alles zusammen eine kleine Oase in der Stadt, die ich fast jeden Samstagvormittag vor dem Einkaufen genoss.

Das ist vorbei. Und ich bejammere es nicht. Ich bin dafĂŒr, mehr Wohnungen zu bauen. Denn wir haben in unserer Stadt Wohnungsnot. Das von mir beschriebene GelĂ€nde liegt im “Innenbereich” unserer Stadt. D.h. Versiegelung und FlĂ€chenvernichtung, Bedrohung von Artenvielfalt – das muss nicht mit Wohnbebauung vorangetrieben werden. Das Gegenteil kann der Fall sein. Es ist lĂ€ngst nachgewiesen, dass StĂ€dte, adĂ€quat begrĂŒnt und mit FreirĂ€umen, eine klar grössere ökologische Vielfalt ermöglichen als die heutige agroindustrielle Landwirtschaft.

Darum bin ich fĂŒr dieses Wohnbauprojekt. Dennoch bleiben qualitative Fragen.Weiterlesen…

Der Traum vom anderen Leben

Von Ulrike Heider
Die 68er-Bewegung stand fĂŒr einen sexuellen Aufbruch. Körperlichkeit und Revolte gehörten zusammen

Vor 51 Jahren grĂŒndeten drei junge Frauen, fĂŒnf MĂ€nner und ein Kind in Westberlin die erste Wohngemeinschaft der Bundesrepublik. Die Kommune I (K I) war ausdrĂŒcklich als politisches Projekt, nicht etwa als Sexkolonie gedacht. Ihre Mitglieder erklĂ€rten, dass sie auf Privateigentum und Zweierbeziehungen verzichten wĂŒrden, um unter sich vorwegzunehmen »was Menschsein in emanzipativer Gesellschaft beinhalten könnte«.Âč Obwohl sie fast nichts zum Thema SexualitĂ€t verlauten ließen, sorgte die bloße Tatsache ihres unkonventionellen Zusammenlebens fĂŒr ausufernde sexuelle Phantasien, landesweites Grausen und polizeiliche Verfolgung. Heute lebt ein nicht unbeachtlicher Teil der Bevölkerung in Wohngemeinschaften, und die Sexualmoral hat sich so weit liberalisiert, dass auch Mehrfachbeziehungen akzeptiert werden. Dennoch ist etwas von dem Schrecken geblieben, den die K I und mit ihr die 68er-Bewegung auslöste. Die »kleine radikale Minderheit«, wie sie die Presse nannte, wurde und wird bis heute in einem schwer verstĂ€ndlichen Maße verteufelt.

Kritik aus den eigenen Reihen

Zu den konservativen Kritikern der ersten Stunde, die der Bewegung Unreinlichkeit, Gewaltförmigkeit und vor allem Sittenzerstörung vorwarfen, gesellten sich schon bald die aus den eigenen Reihen. Auch deren rĂŒckblickender Zorn entzĂŒndete sich auffĂ€llig oft am Thema SexualitĂ€t. Es begann in den 1970er Jahren mit der Kritik der Neuen Frauenbewegung an den MĂ€nnern im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), aus dem die Studentenbewegung hervorging. Die SDS-Frauen, so ein sich zĂ€h haltendes GerĂŒcht, seien nur zum FlugblĂ€tter Tippen und Vögeln gebraucht oder gar dazu gezwungen worden, hĂ€tten aber ansonsten den Mund halten mĂŒssen.Weiterlesen…

Bodenvorratspolitik vs. Wohnungsnot

von Rainer Bohnet

In den meisten deutschen StĂ€dten werden hohe Mieten, fehlende Sozialwohnungen und Ghettoisierung beklagt. Weite Bevölkerungsschichten können sich keine adĂ€quaten Wohnungen leisten. Neben Menschen im unteren Segment der Gesellschaft trifft dies auch den Mittelstand. Die Ursache fĂŒr diese Krise ist die Privatisierung des Wohnungsmarktes und die fehlende Einflussnahme der Kommunen. In Bonn verfĂŒgt die Stadt z.B. ĂŒber sehr wenige eigene GrundstĂŒcke. Neben dem Wohnungsbau sind davon auch die GewerbeflĂ€chen betroffen, von denen die Stadt Bonn so gut wie nichts in ihrem Immobilienportfolio hat.

Ulm baut selbst,” schreibt die KONTEXT Wochenzeitung in ihrer Ausgabe vom 30. November 2017. Hoppla, denke ich. Kann es sein, dass die Stadt Ulm in Baden-WĂŒrttemberg einen Weg gefunden hat, das Heft des Handelns nicht aus der Hand zu geben?Weiterlesen…

Übung: Wahlberichterstattung / Wohnungspolitik / Linken-Paranoia

Katalonien hat gewĂ€hlt. Eine oktroyierte Wahl zwar. Und Spitzenkandidaten einzelner Parteien sitzen im Knast oder im auslĂ€ndischen Exil. Was an das Ende der Weimarer Republik erinnert (wo es der KPD Ă€hnlich erging), oder an DemokratiezustĂ€nde Ă€hnlich der TĂŒrkei (HDP), wird in der EU und in Deutschland als fĂŒr Spanien “verfassungsgemĂ€ss” angesehen. Und es lĂ€sst sich festhalten: die Katalan*inn*en scheint das in ihrer Wahlentscheidung nicht wesentlich beeinflusst, oder sie sogar zusĂ€tzlich demokratisch mobilisiert zu haben. Deutschen Beobachter*inne*n sollte das in erster Linie Respekt abnötigen.

Unsere Leit- und QualitĂ€tsmedien scheinen nun aber Probleme zu haben, eine handwerkliche saubere Wahlberichterstattung abzuliefern. Dazu wĂŒrde fĂŒr mich gehören: Weiterlesen…

Wer regieren will, braucht langen Atem und Entschlossenheit

Die GrĂŒnen stehen vor einem wichtigen Parteitag. Die Versammlung, die ursprĂŒnglich ĂŒber die Fortsetzung der Sondierungen entscheiden sollte, könnte nun ĂŒber eine tragfĂ€hige politische Perspektive fĂŒr die Ökopartei beraten – ohne Krampf und Muss. Sie kann sich aber auch in Hickhack ĂŒber nicht oder theoretisch preisgegebene Prinzipien ergehen und die gewonnene Geschlossenheit zerlegen. Es kommt ganz auf das FĂŒhrungspersonal an, ob es eine Strategie vorschlĂ€gt oder ziellos und parteiegoistisch taktiert, wie es die FDP getan hat.

Koalitionssondierungen sind kein Kinderspiel und auch kein Projekt “Jugend Forscht”. Diejenigen, die sich auf sie einlassen, mĂŒssen eine Menge ertragen können. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Parteigeschichten, Durchstechereien, Intrigen, Finten, Scheinangebote, Ablenkungsmavöver, unberechenbare Zusagen und öffentliche Diffamierungen, wie sie z.B. Dobrindt gegenĂŒber den GrĂŒnen praktiziert hat, aber auch Wolfgang Clement einst gegenĂŒber den GrĂŒnen NRW (inkl. demonstrative Treppenfahrten mit JĂŒrgen Möllemannn) gehören dazu.

Regierungskunst ist es, dies alles erst einmal als Instrumente im Kampf um legitime Machtverteilung zu erkennen und sich nicht davon beeindrucken zu lassen. Regierungskunst ist es, zwischen den Polen der Teilnehmer, in diesem Fall Merkel und Seehofer, Lindner und Kubicki, Özdemir und Trittin – jenen, die ihre GESAMTPARTEI im Falle der Krise mitnehmen können – Vertrauen und Konsens herzustellen. Das ist aus verschiedenen GrĂŒnden in Berlin (noch) nicht gelungen. Das, was am Sonntag passiert ist, wird nicht der Endpunkt des Ringens um eine Regierungsbildung sein.

Weiterlesen…

Berlins Blase könnte Wichtiges diskutieren, zur Abwechslung ….

Nichts wird so heiss gegessen, wie es in Berlin gekocht wird. Oder anders formuliert: die Welt dreht sich weiter, auch wenn sie in Berlin ein paar Monate stehenbleibt. Viel heisse Luft wird um die Jamaica-Verhandlungen herumspekuliert. Von Ulrich Horn mit einem Leserkommentar meines Mitautors Roland Appel, zu Lindner ganz anders Ulrike Herrmann in der taz, im gleichen Blatt der wie immer reflektierte Stefan Reinecke.
Georg FĂŒlberth, in emsiger Schreibphase, sieht im Freitag “Jamaica” den Boden fĂŒr die AfD bereiten, die dereinst vom BĂŒrgertum fĂŒr die GrĂŒnen eingewechselt werde, um an anderer Stelle, im Oxiblog, fĂŒr den Autor regelrecht realoorientiert, politische Aufgaben und Forderungen an die zukĂŒnftige Koalition zu adressieren.

Ja, das ist schon mal nicht verkehrt. Bei Anna Lehmann (taz) schnappte ich noch auf, dass man sich bei der Linken “trefflich streiten” könne, zur Aussenpolitik und zu Russland. Ach nee, wĂ€re schön, wenn das nicht mehr heimlich geschĂ€he. Wir könnten den Eindruck gewinnen, dass die auch mal ĂŒber wichtige Themen debattieren.

Ich wĂŒsste hier noch einige:Weiterlesen…

Demokratie macht MĂŒhe – Anmerkungen zur Niedersachsen-Wahl

von Karin Robinet

Die Wahllokale hatten gerade geschlossen, die erste Hochrechnung lag vor, da postete Sven Christian Kindler (MdB) „das zweitbeste Ergebnis“ fĂŒr die GrĂŒnen. Und blendete mal eben aus, dass die GrĂŒnen 5,5 Prozentpunkte verloren hatten. Übrigens an die SPD, die an diesem Niedersachsenwahlabend ihr bestes Ergebnis in diesem Wahljahr 2017 einfuhr.
FĂŒr mich ein klarer Fall. Es gibt eine relevante Schnittmenge von GrĂŒnen- und SPD-WĂ€hlern. Nur 23.000 WĂ€hler verloren die GrĂŒnen an die CDU, aber 190.000 an die SPD.
Die FDP vergrĂ¶ĂŸert das Dilemma der GrĂŒnen, indem sie in Niedersachsen die mögliche „Ampel-Koalition“ ablehnt.
Wenn Sie bei dieser Haltung bleibt, dann gibt es nur zwei Varianten: GroKO oder Jamaica auch in Niedersachsen. Eine Àhnliche Situation wie im Bund, auch hier gibt es im Grunde nur die Alternative Jamaika-Koalition oder GroKO, die jedoch von der SPD abgelehnt wird.
SpĂ€testens jetzt mĂŒssen sich die GrĂŒnen fragen,Weiterlesen…

Otto Brenner Stiftung zeichnet herausragenden Journalismus aus

von Jupp Legrand
+++ Otto Brenner Preis fĂŒr kritischen Journalismus geht 2017 an das SPIEGEL-Team Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller +++ Jury zeichnet Charlotte Wiedemann (freie Journalistin und Publizistin) fĂŒr ihr Lebenswerk mit dem „Spezial“-Preis aus +++ Hannes Munzinger (SZ) erhĂ€lt Newcomerpreis +++ „Migration Control“ (taz) wird mit dem Medienprojektpreis ausgezeichnet +++ 3 Recherche-Stipendien werden vergeben +++ Preisverleihung findet am 21. November in Berlin statt +++ Festredner ist Georg Schramm, Kabarettist und Autor +++

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des Otto Brenner Preises fĂŒr kritischen Journalismus 2017 erhĂ€lt das Autorenteam Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller fĂŒr „Ein krankes Haus“ (DER SPIEGEL, Nr. 51/2016, S. 14 ff.)
Nach Auffassung der Jury leisten Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller mit der SPIEGEL-Titelgeschichte ĂŒber den Asklepios-Konzern „schonungslose AufklĂ€rung ĂŒber die MissstĂ€nde im Gesundheitswesen“. Es werde, so die Jury, bisweilen immer noch behauptet, dass das Gesundheitswesen an einem eingeschrĂ€nkten Wettbewerb leide. „Der ausgezeichnete Text zeigt“, so die Jury in ihrer BegrĂŒndung, „dass das Gesundheitswesen vor allem daran leidet, dass es ein Markt ist, an dem zu allererst verdient werden will“. Kaufleute und Betriebswirtschaftler hĂ€tten aus der Medizin eine Industrie gemacht. Am Beispiel des Asklepios-Konzerns zeigen die diesjĂ€hrigen Brenner-PreistrĂ€ger wozu das fĂŒhrt. Ihr Text, so die Jury, „ist eine Verteidigung der MenschenwĂŒrde – dort, wo sie am antastbarsten ist: im Krankenhaus“.

Der 2. Preis (5.000 Euro) geht an Fritz Schaap fĂŒr eine dreiteilige Serie ĂŒber den Alltag im vom Krieg gebeutelten Syrien und insbesondere in der Hauptstadt Damaskus.Weiterlesen…

GrĂŒne Ratsfraktion – “es war immer so”

Paradiesische ZustĂ€nde in der Bonner Ratsfraktion der GrĂŒnen. Sie konnte es sich gestern leisten, mit 15:7 Stimmen dieses Angebot abzulehnen:

Annette Standop
Liebe Ratsfraktion,
ich bewerbe mich heute fĂŒr das Amt der Fraktionssprecherin.
Wir stehen in der Mitte der Wahlperiode. Es ist Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Zeit aber auch, um nach vorne zu schauen, durchzustarten und die ersten Weichen zu stellen fĂŒr das Kommunalwahljahr 2020.
Als GRÜNE haben wir in Bonn in den letzten drei Jahren politisch viel erreicht. Hier nur einige Beispiele:
 Wir GRÜNE haben in der Koalition klare Grenzen fĂŒr eine stĂ€dtische Beteiligung am Festspielhaus-Betrieb ausgehandelt, die dazu gefĂŒhrt haben, dass es nicht gebaut wurde – eines unserer zentralen Themen im vergangenen Kommunalwahlkampf.
 Das WCCB konnte durch GRÜNES Engagement fertiggestellt werden und lĂ€uft heute erfolgreicher als erwartet.
 Nach 30 Jahren StillstandWeiterlesen…

« Ältere BeitrĂ€ge

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑