Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Wolff Geisler

Erinnerungslücke

50 Jahre “3nach9” – von der Streitshow zur Verkaufsveranstaltung

Helmut Lorscheid erinnerte soeben an 70 Jahre BND. Radio Bremen erinnerte letztes Wochenende an “50 Jahre 3nach9”, eine einstmals spannende Talkshow, als der Sender noch kreativ und mutig war. Ein 45-Minuten-Zusammenschnitt wurde vom NDR und WDR übernommen, und war so belanglos, dass Sie sich das selber aus der Mediathek suchen können. Auch Willy Brandt kam sekundenlang vor (1984). Doch die aufregendste Passage wurde vergessen. Weiterlesen

Last Minute

“Bonner Republik”

Ich hole etwas aus. Hartmut Palmer, der auf ein wahrlich bewegtes Journalistenleben zurückblicken kann, begegnete mir erstmals 1973 im Radio. Er sprach einen Kommentar zum faschistischen Militärputsch in Chile, der die deutsche Beteiligung daran nicht ausser Acht liess. Das beeindruckte mich (damals 16). Später (1985-87) begegnete er mir wieder, als er Mitarbeiter des Spiegel-Hauptstadtbüros war. Die Kollegen, selten eine Frau dazwischen, machten in der gleichen Gaststätte in der Ermekeilstrasse Mittagspause, wie wir damals schon parteiunabhängigen Jungdemokraten. Der Spiegel genoss damals schon mein Misstrauen. Weiterlesen

„Spannend war es allemal“

Als Zivildienstleistender bei der Informationsstelle südliches Afrika 1974/75
von Gernot G. Herrmann

1974 war ich 19 Jahre alt, Sprecher der katholischen Jugend, Mitgründer des Stadtjugendrings in Oppenheim – und suchte eine Zivildienststelle. Ein Freund hatte eine Idee. Er, Kellermeister, wollte eigentlich nach Südafrika auswandern. Aber nach eingehender Beschäftigung mit dem Land wurde er zum Apartheidgegner. Er unterstützte u. a. die Kampagne „Freiheit für Nelson Mandela” und kam so auch mit dem „International Defense and Aid Fund” (IDAF) in Kontakt. Die suchten einen Zivildienstleistenden. Eine Woche später saßen wir im Auto und fuhren nach Bonn. Weiterlesen

Mandela – 100

Aus Anlass des heutigen 100. Geburtstages von Nelson Mandela dokumentiere ich hier einen Text, den ich 2013 aus Anlass seines Todes für die ruhrbarone geschrieben habe. Unten ergänze ich einige aktuelle Hinweise und Anmerkungen im Update.

Mandela – viele deutsche Nachrufer heucheln

Ich bin zwar kein Freund von Personenkult, aber inhaltlich sind die meisten Mandela-Nachrufe zutreffend. Es gibt jedoch einen speziellen deutschen blinden Fleck. Mandela war viel zu großherzig darauf rumzureiten. Ich bin es nicht.

Ich habe das Ruhrgebiet wegen Südafrika verlassen. Ende 1976 begann ich meinen Zivildienst bei der Informationsstelle Südafrika (issa). Nach dem Ende des Zivildienstes wählte mich 1978 die bundesdeutsche Anti-Apartheid-Bewegung (AAB) in ihren Vorstand. Weiterlesen

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