Chengdu ist Partnerstadt Bonns. Dort fand Ende Oktober/Anfang November der Internationale Kongress der Slowfood-Bewegung statt. Mit den Worten von Gründungspräsident Carlo Petrini geht es der Bewegung aktuell um drei Aktionslinien:
1. Schutz der Vielfalt in allen ihren Formen
2. Demokratisierung der Lebensmittellieferketten, in unserer Region z.B. Regionalwert AG Rheinland, die von Slowfood-Mitgliedern mitbegründet wurde
3. Relevanz der Bildung.
Petrini und seine italienischen Genoss*inn*en überragten das traditionslinke Sektierertum etablierter Parteien und Organisationen schon immer mit strategischem Weitblick. So interpretiere ich die Wahl eines chinesischen Tagungsortes und eines chinesischen Mitglieds ins internationale Slowfood-Präsidium. “Gerde dort wird sich zum grossen Teil die Zukunft der Welternährung abspielen”, so Petrini.
Hier finden Sie einen deutschsprachigen Kurzbericht vom Chengdu-Kongress.
Und hier die Abschlussresolution (deutsch übersetzt)

Aufmerksam wurde ich nicht durch Berichte der heimischen Weltpresse und Leitmedien, sondern durch die soeben erschienene neue Ausgabe des deutschen Slowfood-Magazins. Höhepunkt für jeden Rheinländer dürfte der Beitrag “Genussreise Köln” sein, an dem selbstverständlich jede/r was auszusetzen haben muss, weil wir alles besser wissen als Autorin Ira Schneider.
Weitere Themen:
Nüsse & Kerne
Gänse – Diepholzer Gänse nicht im Handel, aber jetzt in der “Arche des Geschmacks
Olivenöl aus Kalabrien
Foodhero: Ölmüller Patrick Bies aus dem Bliesgau.
Und mehrmals, lieber Rolf Sachsse, findet Deine alte Berufsheimat, das Saarland Erwähnung.

Ein wie immer schön gestaltetes und inhaltsreiches Heft, das Hoffnung und gute Laune macht.