Freund Erdogan / Fall Amri: Beihilfe durch Geheimdienste? / Fetisch Ehrenamt

Von , am Montag, 17. September 2018, in Lesebefehle, Politik.

In Kürze kommt Recep T. Erdogan mal wieder nach Deutschland. Während in der Vergangenheit, zu deutschen Wahlkampfzeiten, Zeter und Mordio über seine Absichten öffentlich aufzutreten inszeniert wurden, scheint der kommende Besuch einer eines geliebten Geschäftspartners zu werden. Der gleiche Mann, die gleiche Politik. Lesen Sie Elke Dangeleit/telepolis. Die Sache mit der Eisenbahn ist einfach: globaler Marktführer ist hier China. Während die linke Regierung Griechenlands noch von EU und Schäuble gezwungen wurde, den Hafen von Piräus an China zu “privatisieren”, soll sich das bei einem faschistoiden Freund nicht wiederholen.

Amri am Breitscheidplatz: amtliche Beihilfe zum Mord?

Womit wir bei unserem Inlandsgeheimdienst sind, der ebenfalls nicht nur Geschäftspartnerschaften, Arbeitsbeziehungen, Angestelltenverhältnisse, Sponsorenschaft und Beratertätigkeit für Rechtsradikale und Hitlergrüssende pflegt, sondern auch für islamistische Attentäter. Im Fall Amri, dem Attentat auf den Berliner Breitscheidplatz mit vielen Toten und noch mehr trauernden Angehörigen, denen die Bundeskanzlerin sehr, sehr viel versprochen hat, droht nun immer mehr aufzufliegen. Eine fette, grosse Menge Rücktrittsgründe für einige mehr, als nur Herrn Maaßen.

Soziales Staatsversagen und Ehrenamts-Fetisch

Claudia Pinl habe ich zuerst als jugendlicher Stammhörer des Kritischen Tagebuchs (WDR3, zu guten Zeiten des Senders) wahrgenommen. Bei der Gründung der Emma war sie dabei; fast alle hatten dort irgendwann Streit miteinander. In echt begegnete sie mir erstmals als Mitarbeiterin (und Kollegin von Extradienst-Autor Roland Appel) der Grünen Bundestagsfraktion in Bonn. Jetzt hat sie – wieder – ein Buch geschrieben: “Ein Cappuccino für die Armen. Kritik der Spenden- und Ehrenamtsökonomie.” Die Junge Welt übernahm einen Auszug.

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