Nein, bisher habe ich nicht wahrgenommen, dass die Herren befreundet sind. Was nicht ist, kann ja noch werden. Ich verdĂ€chtige sie bisher “nur” eines Ă€hnlichen Weltbildes. Herr Merz kennt sich mit westlichem Kapital super aus – Benko mit östlichem.
Jens Berger/nachdenkseiten warnt zu Recht davor, sich bei der Ausleuchtung von Merz’ auf dessen Blackstone-Aufsichtsratsvorsitz zu verengen. Einer wie Merz kann viel mehr.
Benko kauft jetzt auch Zeitungen. Meine These: nicht, weil er damit (viel) Geld verdienen will. Die Zeiten sind vorbei. Aber er will Kontrolle behalten, d.h. er fĂŒrchtet sie verlieren zu können. Er kauft der ehemaligen WAZ, heutigen Funke-Mediengruppe, ihre österreichischen Altlasten ab, die einst Bodo Hombach erworben, und wie das immer schon seine Art war, viel Stress damit verursacht hatte. Das Schwergewicht des Verkaufspakets ist die “Kronenzeitung”, ein bisschen die “Bild” von Österreich, aber vielleicht besser mit Murdochs “The Sun” vergleichbar, auch wegen der altmodisch-despotischen Verlegerfamilie Dichand, von der die WAZ/Funke rechtschaffen entnervt sein dĂŒrfte.
Bemerkenswert. Die österreichische Bundesregierung scheint Benko bereits zu gehören. Das hĂ€tte mich auch gewundert, wenn der Schmierlappen Kurz nicht an irgendwelchen FĂ€den hĂ€ngen wĂŒrde.
Diese Kurz/Benko/FPÖ-Connection scheint zunĂ€chst fĂŒr Merz keine realistische Option. Er rudert ja bereits auffĂ€llig rhetorisch von der AfD weg und zu den GrĂŒnen hin, ganz wie der aktuelle demoskopische Wind. Wer eines Tages (deutscher) Bundeskanzler werden will, muss das wohl so machen. Aber wollen wir so einen als Bundeskanzler? Sind MĂ€nner ĂŒberhaupt fĂŒr den Job geeignet?