Aktivismus auf Google?

Von , am Sonntag, 23. Juni 2019, in Medien, Politik.

Interview von Luciana Musello und Mirjana Jandik (Übersetzung + Erläuterungen unten) mit der uruguayischen Feministin und Wissenschaftlerin Helena Suárez Val
Feminicidio Uruguay und andere Initiativen der Region zeigen, wie Aktivist*innen sich Tools zur digitalen Kartographie aneignen, um damit politisch aktiv zu werden. Dabei unterscheidet sich diese Art der Kartographie ganz wesentlich von traditioneller Expert*innen-Kartographie. Einfach zu benutzende und weit verbreitete Tools wie Google Maps ermöglichen es einer großen Anzahl von Menschen, Geschichten zu schaffen und zu erzählen. Davon profitieren Aktivist*innen wie Helena Suárez Val. Techno-Utopie also? Der Cyberspace als Ort von horizontalen Netzwerken der interaktiven Kommunikation, immun gegen Überwachung und Kontrolle durch Staat oder Wirtschaftsunternehmen? Allerdings ignoriert dieser Techno-Optimismus jene Mechanismen, welche die virtuelle Kommunikation eben auch strukturieren: Privatbesitz, Werbung, Überwachung, Machtasymmetrien, ungleiche Sichtbarkeit, Ausbeutung digitaler Arbeit. Tatsächlich ist die Logik von Google Maps eher auf die Konsumgesellschaft als auf eine partizipative Öffentlichkeit ausgerichtet. Darüber spricht Luciana Musello mit Helena Suárez Val, die in ihrer Arbeit das Verhältnis zwischen feministischem digitalem Aktivismus und von multinationalen Konzernen betriebenen Plattformen problematisiert.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Feminizid-Karten auf Google Maps zu erstellen?

Ende 2014 kam ich zurück nach Uruguay – ich lebe eigentlich in England – und wurde Teil der feministischen Bewegung dort. Wir fingen an, bei jedem Feminizid auf die Straßen zu gehen. Das waren sehr spontane Proteste, ein Mix aus Demos und Performances. Gleichzeitig begannen wir auch, die Feminizide festzuhalten. Ende 2015 übertrug ich die Tabelle mit all diesen Namen in eine Google Maps Karte und aktualisiere sie seitdem fortlaufend. Das steht in einer langen Tradition von dem, was Sylvia Walby „Gewalt messen, um Gewalt zu beenden“ nennt. Seit Beginn der feministischen Bewegung haben wir verstanden, dass ein Problem erst benannt werden muss, damit Menschen in der Lage sind, es zu sehen und zu bekämpfen. Sobald das Problem benannt ist, muss es gemessen werden, um zu zeigen, dass es sich nicht um einen individuellen Fall handelt, sondern um ein strukturelles Problem. Ich glaube, wir haben die feministische Bewegung aufgerüttelt – nicht allein die Karten, aber die Karten in Zusammenhang mit Demos und Protesten. All das gibt der Bewegung Kraft zu sagen, „ja, das passiert tatsächlich!“.

Es ist fast Teil unseres Körpers

Du hast einmal gesagt, dass es wichtig ist, die Tools, die wir zur Visualisierung der Daten benutzen, zu problematisieren. Speziell denke ich da natürlich an Google Maps. Google Maps gehört zu Google und ist als Produkt verschlüsselt, also keine Open Source Software. Es ist auch für kommerzielle Zwecke gedacht: Oft benutzen wir Google Maps, um irgendeinen Laden, irgendein Geschäft zu finden. Wie bringst du das zusammen: Aktivismus auf einer privaten Plattform eines großen Unternehmens?

Das ist gleichzeitig ein großes Problem und eine große Chance. Vielleicht bin ich auch naiv, wenn ich das sage. Die Schriftstellerin Audre Lorde hat gesagt: „Das Werkzeug des Herren wird niemals das Haus des Herren niederreißen“, und ich glaube, das stimmt. Aber gleichzeitig können wir immer wieder am Haus des Herren rütteln – und heutzutage, mit der großen feministischen Sichtbarkeit online und offline, fühlt es sich fast ein bisschen an, als würden wir es niederreißen. Wenn wir Google mit dieser Art von Informationen füttern, bringen wir Google auch etwas bei. Wir wissen, dass Googles Algorithmen praktisch alles beobachten, was wir tun – Google lernt von uns. Ich frage mich, was Google davon lernt, wenn ein Haufen Frauen Feminizide bei Google Maps registriert und mit entsprechenden Zeitungsartikeln verlinkt und so dem Algorithmus beibringt, was ein Feminizid ist. Aber das ist natürlich naiv. Ich glaube nicht, dass wir dadurch den Algorithmus ändern und ich glaube schon gar nicht, dass wir dadurch die ganze kapitalistische Plattform zerstören. Aber es gibt schon Dinge, die wir tun können. Der andere Aspekt ist, dass Menschen auf ihren Smartphones nun mal Google Maps benutzen. Natürlich gibt es auch Leute, die Open Street Maps nutzen, auch andere Apps werden langsam bekannter. Aber im Großen und Ganzen ist es Google Maps, was Leute die ganze Zeit bei sich haben. Es ist uns nahe, es ist fast Teil unseres Körpers. Auch die Oberfläche von Google ist uns vertrauter. Wenn ich Open Street Maps benutze, fühle ich so ein Unbehagen – auch wenn ich wünschte, ich hätte mehr Geduld, um dieses Unbehagen zu überwinden. Und es ist wichtig, über das affektive Potenzial von Google Maps nachzudenken. Dadurch kann es nämlich eine interessantere Interaktion mit der eigenen Subjektivität hervorrufen. Zwei Faktoren sind also maßgeblich für meine Entscheidung, Google zu nutzen: zum einen das naive „in Google sein, könnte Google verändern“. Zum anderen der pragmatische Grund, dass ich für meinen Aktivismus ein Tool brauche, das gesehen wird und etwas bewegen kann. Ich muss also dahin gehen, wo die Leute sind.

Sichtbarkeit und Autonomie

Da muss ich an die politische Ökonomie von alternativen Medien denken. Zum Beispiel sagen Christian Fuchs und Marisol Sandoval, dass Aktivist*innen sich diesem Dilemma stellen müssen: Auf der einen Seite wollen wir Sichtbarkeit, auf der anderen Seite schränken wir unsere Autonomie ein, wenn wir diese Art von Plattformen nutzen. Plattformen wie Google Maps sind sichtbar und einflussreich, Open Source Programme hingegen würden unsere Sichtbarkeit einschränken. Wie ist die Position von Aktivist*innen, speziell feministischen Aktivist*innen, dazu? Wir wissen ja, dass Feminismus auch immer antikapitalistisch sein muss. Wie kriegen wir beides zusammen?

Vor allem in Lateinamerika sagen wir oft, dass der Feminismus viele Nachnamen hat: er ist antikapitalistisch, antirassistisch, antipatriarchal, antikolonialistisch … Gleichzeitig ist Aktivismus eine Praxis, und eine Praxis ist pragmatisch. Wir können nicht gegen alles gleichzeitig kämpfen. Natürlich wäre es am besten, wenn wir alle aufhören würden, Google zu benutzen, vielleicht sogar überhaupt das Internet zu benutzen, Smartphones zu kaufen. Aber wir sind nun mal hier, in dieser Welt, jetzt und hier, und zu verschiedenen Momenten entscheide ich, verschiedene Kämpfe zu führen. Trotzdem kann ich nicht ignorieren, dass Kapitalismus und Patriarchat in einer wirklich fiesen Wechselbeziehung stehen und dass das drastische Konsequenzen für das Leben von Frauen hat. Es ist kompliziert. Super fände ich es, wenn diese Initiativen auf so vielen Plattformen wie möglich vorhanden wären und damit so vielen Menschen wie möglich zugänglich. Schließlich hat im Moment Google die Macht über die Daten. Wenn Google von heute auf morgen beschließt, seine Programmierschnittstelle zu ändern oder die Anwendung zu löschen, würden alle bei Google Maps erstellten Projekte ersatzlos zerstört. Ich bin also definitiv daran interessiert, mit Aktivist*innen zusammenzuarbeiten, die mehr Interesse und Expertise in Open Source Programmen haben. Ich starte zum Beispiel bald eine Kooperation mit den Leuten von Wikidata, um die Daten von der Google Maps Karte zu Wikidata zu transferieren und sie dort in einem ganz anderen Format mehr Leuten zugänglich zu machen.

Christian Fuchs sagt ja auch, dass die agency also die Handlungsmacht als Aktivist*in begrenzt wird von den strukturellen Kräften hinter Social Media. Hier gibt es vielleicht auch eine Verbindung zu deiner Arbeit: Du pflegst all diese Daten in Google Maps ein und Google beutet diese unbezahlte Arbeit aus – was denkst du darüber?

Vielleicht habe ich darauf den pragmatischen Alte-Frauen-Blick: Meine unbezahlte Arbeit wurde schon immer und wird auch in Zukunft ausgebeutet, und zwar nicht nur von Google, sondern vom herrschenden System. Können wir dem entgehen? Wenn ich an der Karte arbeite und grade nicht meine naive Brille aufhabe, denke ich oft: Diese Informationen gibt es ja alle schon da draußen, jetzt nehme ich sie und blähe diesen Datenhaufen noch weiter auf. Ich frage mich, ob dieses Kartieren und ähnliche Projekte nicht einfach zu den Kreisläufen des kommunikativen Kapitalismus (Dean 2005) beitragen. Manchmal denke ich, ja. Aber dann komme ich zurück auf den Boden der Tatsachen, dass wir eben auch pragmatisch sein müssen. Wir werden nicht morgen das Patriarchat umstürzen und wir werden nicht morgen den Kapitalismus überwinden. Wir wollen eine perfekte Welt, aber wir sind nicht perfekt, wir tun, was wir können – möglichst ohne dabei noch größeren Schaden anzurichten.

Mir gefällt, wie du deinen online Aktivismus – das Kartieren und deine Social Media-Aktivität – mit direkter Aktion verbindest. Ist es wichtig, dass online Aktivismus Hand in Hand geht mit Demonstrationen auf der Straße?

Online Aktivismus muss mit allem Hand in Hand gehen. Er ist ja nicht losgelöst von dieser langen feministischen Tradition, von der ich sprach. Es kann nie ein Entweder/Oder sein. Aktivismus ist im virtuellen wie im „realen“ Leben wertvoll. Aber ich denke schon, und das kann wieder generationenspezifisch sein, dass online Aktivismus alleine nicht reicht. Er ist notwendig, denn viele Leute bewegen sich online. Aber wenn wir wieder daran denken, wie der Kapitalismus uns gefangen hält, dann ist es auch gefährlich, nur online zu bleiben, wo wir unsere Community, diese Illusion von Gemeinschaft, haben. Es gibt nichts Vergleichbares, wie sich face to face gegenüberzustehen, und beim Aktivismus ist es ebenso.

Eine Absage an die Techno-Utopist*innen?

Wir sollten online Aktivismus nicht unterschätzen, aber er wird den offline Aktivismus auch nicht ersetzen.

Das Interview erschien zuerst als Video (dort gibt es auch weiterführende Literaturhinweise). Übersetzung: Mirjana Jandik

12 Feminizide pro Tag
Von den 25 Ländern mit der höchsten Rate an Gewalt gegen Frauen liegen 14 – mehr als die Hälfte – in Lateinamerika und der Karibik. Pro Tag gibt es in der Region durchschnittlich mindestens zwölf Feminizide, das ist die Ermordung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Feministische Bewegungen in Lateinamerika reagieren darauf mit einer breiten online und offline Mobilisierung, um ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. So haben in den letzten Jahren Feministinnen in Ecuador, Argentinien, Mexiko und Uruguay digitale Feminizid-Karten erstellt, um Ausmaß und Schwere des Phänomens darzustellen. Helena Suárez Val ist Wissenschaftlerin und Feministin aus Uruguay. Seit 2015 sammelt sie Daten über Feminizide in Uruguay und stellt sie in einer interaktiven Google Maps Karte dar. Für jeden neuen Fall setzt sie eine Markierung mit dem Namen des Opfers, dem Datum und einer Kurzbeschreibung der Tat sowie einem Link zu einem entsprechenden Zeitungsartikel. Von der Markierung macht sie dann einen Screenshot und postet ihn bei Social Media, wo er von anderen Aktivist*innen geteilt wird. Für Helena ist das eine Möglichkeit, vom Schweigen über Feminizide zur Aktion zu schreiten.

Sie haben einen Namen

Ivonne Ramírez gehört zum Netzwerk der mapeadoras de feminicidios (Kartiererinnen von Feminiziden). Nachdem Helena Suárez Val sie und andere mapeadoras vor etwa anderthalb Jahren über Facebook kontaktiert hatte, stehen sie über Social Media in Kontakt, haben eine Whatsapp-Gruppe, in der sie Aufrufe und Ausschreibungen teilen, sich um Rat fragen und gegenseitig unterstützen. Auf einem lateinamerikaweiten Treffen kritischer Geograph*innen in Quito lernten sich die Frauen aus Mexiko, Uruguay, Argentinien und Ecuador im April endlich auch persönlich kennen. Sie alle eint die jahrelange nervenzehrende (unbezahlte) Arbeit, Daten zu Feminiziden zu sammeln und diese auf interaktiven Online-Karten zugänglich zu machen.
Ivonne Ramírez widmet sich dieser Aufgabe seit 2015, nachdem sie zuvor in literarischen Projekten mit Angehörigen der Opfer zusammengearbeitet hatte. Auf ellastienennombre.org („Sie haben einen Namen“) sammelt sie Daten zu Frauenmorden in Ciudad Juárez, der mexikanischen Grenzstadt, die um das Jahr 2010 als gefährlichste Stadt der Welt galt und noch immer eine der höchsten Frauenmordraten weltweit aufweist. Die Karte zeigt Feminizide seit 1993, das Jahr, das als Startpunkt der Serie von Frauenmorden in Juárez gilt. Die Ursachen für die Mordserie mit dem absurd hohen Gewaltlevel sehen Menschenrechtsaktivist*innen in der perfiden Verflechtung verschiedener Elemente: zum Einen das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA, das 1994 in Kraft trat. In dessen Folge siedelten sich viele maquiladoras in Ciudad Juárez an, jene Fabriken, in denen unter zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen günstig produziert wird, vor allem für den US-Markt, und in denen hauptsächlich arme, aus anderen Regionen Mexikos immigrierte Frauen arbeiten. Hinzu kommen der Drogenkrieg, Menschenhandel und die Verstrickungen von Drogenkartellen und Polizei, die brutale Männlichkeitsideale stärken und ein Klima der Straflosigkeit fördern: Täter haben in den seltensten Fällen mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Dies alles perpetuiert herrschende Geschlechterbilder und lässt den Wert eines Menschenlebens sinken. Auch wenn es seit 2012 ruhiger geworden ist in der Grenzstadt – es gibt weniger Morde und Frauenmorde, die Strafverfolgung wird effizienter – ist Juárez weiterhin die mexikanische Stadt mit der höchsten Frauenmordrate. Feminizide passieren schließlich nicht nur im Zusammenhang mit organisiertem Verbrechen, sondern vor allem in Verwandtschafts- und Paarbeziehungen. 93 Feminizide hat Red Mesa de Mujeres („Netzwerk Tisch der Frauen“) noch im Jahr 2017 registriert.
All diese Feminizide stellt Ivonne Ramirez auf der interaktiven Google Maps-Karte dar. Zu sehen ist Ciudad Juárez, übersäht von roten Punkten. Jeder Punkt steht für einen Feminizid, verortet dort, wo die Frau verschwunden ist, ermordet oder aufgefunden wurde. Durch Klicken auf einen Punkt öffnet sich eine Liste mit Informationen zu der Ermordeten: Name, Alter zum Todeszeitpunkt, Datum des Verschwindens, der Tat oder des Auffindens, Adresse, Beschreibung der Tat. In einigen Fällen ist auch ein Foto der Frau oder des Tatorts (jedoch niemals der Leiche) zu sehen. Ivonne Ramirez gibt den ermordeten Frauen von Juárez damit ein Stück Würde zurück: Sie werden von erschütternden statistischen Zahlen zu Menschen mit einer Geschichte. Diese Arbeit hat Ivonne Ramirez in den letzten Jahren oft den Schlaf geraubt, nicht nur, weil sie sich permanent mit krudester Gewalt beschäftigt, sondern auch, weil sie sich plötzlich in einer Machtposition wiederfindet: Wie geht sie damit um, wenn es zu einem Mord widersprüchliche Angaben gibt? Wenn die Staatsanwaltschaft den vermeintlichen Namen der Toten veröffentlicht, die Familie aber bestreitet, dass es sich um diese Person handelt? Entscheiden zu müssen, ob sie auf ihrer Homepage eine Frau für tot erklärt oder nicht, stellt Ivonne Ramírez vor große ethische Dilemmata. Dazu kommt, dass sie sich immer wieder dem Vorwurf stellen muss, sie mache sich die Gewalt gegen Frauen zu Nutze, um Fördergelder abzugreifen. Sie betont daher auf ihrer Homepage, dass sie keinerlei finanzielle Förderung für das Projekt erhält – obwohl sie sich täglich etwa drei Stunden dem Monitoring von Zeitungsartikeln und anderen Veröffentlichungen widmet, um die Karte ständig zu aktualisieren. Die Eigendynamik von Social Media wie Facebook betrachtet sie allerdings mit Skepsis: Was macht es mit uns, wenn die Leute in unserer Filterblase hundertfach zum Teil explizite Gewaltbilder teilen? Zu einer Normalisierung von Gewalt will sie nicht beitragen.
Angst, Feministin in Juárez zu sein und öffentlich Gewalt gegen Frauen anzuklagen, hatte sie aber nie. Vielmehr war es notwendige Konsequenz, in Juárez Feministin zu sein – denn die Angst, Frau zu sein, begleitete Ivonne Ramírez damals stetig. Seit allerdings auf einer feministischen Kundgebung Militärs eine Waffe auf ihre beiden Kinder richtete, geht sie nicht mehr auf Demonstrationen. Und als 2010 die Gewalt in Ciudad Juárez explodierte, zog sie mit ihrer Familie weg, erst nach Mexiko Stadt, dann in die USA. Sie will keine Märtyrerin sein und kritisiert den totalitären Anspruch mancher linken Bewegung, den Körper und das Leben für die Bewegung geben zu müssen. Dennoch ist Ivonne Ramírez davon überzeugt, dass der feministische Kampf nicht nur online zu denken ist, sondern auch und gerade auf den Straßen stattfindet.

Die Daten von Ellas tienen nombre wandelt Janette Terrazas im Projekt „Textile Kartographie“ künstlerisch um. Frauen erstellen mit Nadel und Faden textile offline-Karten der Verbrechen und finden neue Formen, online und offline Aktivismus zu verbinden.

Links zu weiteren Feminizid-Kartographien in Mexiko und Ecuador: feminicidiosmx.crowdmaps.com; soniamadrigal.com/mapa; geografiacriticaecuador.org

Dieser Beitrag ist eine Übernahme aus ila 426 Juni 2019, hg. und mit freundlicher Genehmigung der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn.

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