Der feine Herr Weidmann. Für wen arbeitet der eigentlich? Könnte sein, dass er bessere Chancen hat, EZB-Chef zu werden, als Kompensation dafür, dass Frau Merkel den Herrn Weber als EU-Kommissionschef in spe zurückziehen “muss”. Ich könnte mich nicht entscheiden – ich würde beide verhindern wollen. Der feine Herr Weidmann ist schon unter der unseligen rotgrünen Schröder/Fischer-Regierung herangewachsen, Musterexemplar deutscher Austeritätskontinuität. Wie verträgt es sich damit nur, dass er – es war ja nicht sein Geld – den Bayer-Konzern mit Liquidität zum Kauf von Monsanto angefüttert hat? Gewiss war das keine ihm eigene Subversivität, den Bayer-Konzern in diese Falle zu locken. Als Repräsentant des German Silly Money (56 Mio. Suchmaschinentreffer) gehört Weidmann eher zu den Reingelegten. Die Coordination gegen Bayer-Gefahren hätte sich das kaum besser ausdenken können. Dafür fehlt uns Linken die strategische Fantasie.
Vor zwei Monaten hatte ich verkündet, kein Mensch brauche den DFB-Pokal. Wer weiter pennt – und auch in diesem Fall ist es ja nicht ihr sondern unser Geld – sind die ARD-Bosse. 135 Mio. € haben sie für weiteres Powerplay von Langweiler-Spielen des Fußballkonzerns aus dem süddeutschen Raum springen lassen. Die ARD will unbedingt dazugehören zu den Fußball-Mafiosi, und sägt fleissig an dem Ast, den wir alle bezahlen.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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