Die Sorgen um die bĂŒrgerliche Demokratie, in der meine Altersgruppe aufgeachsen ist und sozialisiert wurde, werden grösser. Monika Ermert hat fĂŒr heise.de eine islĂ€ndische Pionierin der dortigen Pirat*inn*en aufgesucht, die nach einem Jahr Parlament die Nase voll hatte. Ermert beschrĂ€nkt sich nicht auf eine Betroffenheitsreportage, sondern hat sich auch bei einigen Politikwissenschaftler*inne*n umgehört. Ob nun ausgerechnet der “Zufall” die Lösung sein soll – da wĂŒrde ich Widerstand anmelden. Dennoch enthĂ€lt ihre Missing-Link-Kolumne wichtige Hinweise.
uebermedien.de konnte mich ĂŒberraschen. Bei diesem Text gegen die “Hinterzimmer”-Polemiken konnte ich gedanklich zustimmen, um am Ende festzustellen, dass der Autor Andreas PĂŒttmann aus dem “Stall” der Adenauer-Stiftuung kommt. Die ist in meinem Kopf mit Vorurteilen beladen, seit ich Stephan Eisel, meinen Lieblingswahlverlierer, persönlich kenne.
Wer die Krise europĂ€ischer Demokratien verstehen will, muss die Krise der Sozialdemokratie verstehen lernen. Tom Strohschneider/oxiblog leitete meine Aufmerksamkeit auf eine von der Ebert-Stiftung beauftragte Studie, die wiederum der Linkspartei-Analytiker Horst Kahrs kritisch rezensierte. Die strategische SchlĂŒsselfrage ist: Anpassung an das, was fĂŒr die “Mitte” gehalten wird, oder aktive Mitwirkung an der Willensbildung des Volkes (GG Art. 21)? Und schafft die SPD das noch? Lesen Sie selbst – da wird jede*r eine eigene Meinung haben (mĂŒssen).