Der Swiss Life dĂŒrfte Beuel egal sein. Sie operiert in anderen Grössenordnungen. Das Schicksal kleiner Unternehmen dĂŒrfte sie nur insofern interessieren, dass die ihre Schulden bezahlen, u.a. Mietschulden. So hat die Swiss Life als EigentĂŒmerin der Immobilien rund um das Beueler Rathaus nun nach gefĂŒhlt einigen Jahren – LeerstĂ€nde lassen sich als “Verluste aus Vermietung und Verpachtung” sehr vorteilhaft von der Steuer absetzen – den Pavillon auf dem, wie soll ich sagen, “unfassbar gestalteten” Rathausvorplatz wieder vermietet.
Dieses Mal hat es keine westfĂ€lische Franchise-Kette aus Geseke getroffen, sondern eine Kleinunternehmerin aus Andernach. Herrjeh, die Arme. Ich vermute mal, weder das Amt fĂŒr Wirtschaftsförderung, noch die Gewerbegemeinschaft Beuel, noch der BezirksbĂŒrgermeister, der wie ich Stammkunde bei einem konkurrierenden Eis-Cafe 20 Meter entfernt ist, wurden konsultiert. Oder hatten die alle keine Zeit? Nein, ich glaube, der Besitzerin Swiss Life ist es schlicht wurscht. In Bonn und Beuel wird z.Z. jeder GrundstĂŒcksbesitz wertvoller, egal, ob und was damit gemacht wird.
Liebe Signora Iacomi, Sie werden gegen Olivotti nicht ankommen (ausser mittwochs – Ruhetag; und sonntags, wenn Olivotti ĂŒberfĂŒllt ist). Die mĂŒssen keine Gewerbemiete zahlen, weil ihnen das Haus gehört. Qualifiziertes Gastronomie-Personal ist nur noch sehr schwer zu bekommen. Und ob Sie es schaffen, noch besseres Eis anzubieten, besser als der Erdbeerbecher, die Joghurt-Flips, das Tartufo, der Gin-Becher, und hier plus in jedem 3. Ladenlokal im Beueler Zentrum ein erstklassiger Espresso! – nee, ich glaube nicht, dass das geht. Wir haben schon die “La Luna”-Kette aus dem Feld geschlagen. Überlegen Sie sich das gut, es wĂ€re doch schade fĂŒr die Andernacher*innen, wenn Ihnen die Swiss Life das Blut aussaugt.