Opioide / Massenpflanzenhaltung / Fifa-Kolonialismus / WDR-Filmzensur / S. Berg

Von , am Sonntag, 21. Juli 2019, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Flaut die Opioide-Krise in den USA ab? Den leidenden Menschen ist es zu wünschen. Die Zahl der Todesopfer soll leicht gesunken sein. Die Washington Post hat sich den Zugang zu den Daten der Gesundheitsbehörden erfolgreich erklagen müssen, die FAZ berichtet darüber.
An gleicher Stelle finden sich Klagen der Forstwirtschaft über die Dürreschäden. Alle leiden, that’s Klimapolitik. Die Forstwirtschaft hat ähnliche Fehler wie die Landwirtschaft gemacht: Rationalisierung, Industrialisierung. Bei Bäumen heisst das: Plantagenwirtschaft. Kann wie Wald aussehen, ist aber keiner. Hier geht es jetzt zu, wie mit der Schweinepest in der Massentierhaltung. Hat ein Schädling einen Plantagenbaum erreicht, stellen er und seine Artgenossen fest: das ist ja ein Paradies hier! Die Antwort darauf lautet: Diversität, Artenvielfalt, Vermischung. Das was Menschen auch tun, wenn sie nicht von Diktaturen unterdrückt werden.
Thomas Kistner/SZ, der Arme, muss über sich immer weiter steigernde Absurditäten im Fussballmafia-Business berichten. Um ihre Geschäfte zu schützen, marschiert die Fifa jetzt im afrikanischen Kontinentalverband ein, der ihr vereinsrechtlich gar nicht angehört. Recht und Gerechtigkeit sind in diesem Zusammenhang nun mal total unwichtige Nebensächlichkeiten. Es geht einfach um zu viel.
Die schlechten Nachrichten über den WDR reissen nicht ab. Der Dokumentarfilmer Dietmar Post beklagt sich in einem offenherzigen ausführlichen Interview auf seiner Firmenwebsite über die nachträgliche WDR-Zensur an einem von Phönix und Arte schon abgenommenen Film “Franco vor Gericht: das spanische Nürnberg?”. Seinen konkreten Fall kenne ich nicht. Aber viele vergleichbare, wie sie auch der in dem Interview erwähnte Fritz Wolf zutage gefördert hat. Die alten Medien, zu denen der WDR gehört, verlieren aber seit etlichen Jahren so an Marktmacht, dass Posts Mut zur Offensive absolut angebracht ist, und Nachahmer*innen finden sollte.
Zuguterletzt: Sibylle Berg, leider nur noch 14-tägliche Spon-Kolumnistin, nicht verpassen! Es geht um Klassen und Solidarität.

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