Noch mehr Fluchtursachen

Von , am Mittwoch, 14. August 2019, in Medien, Politik.

Sie können sich abregen: die Betroffenen, um die es im Folgenden geht, schaffen es nicht bis zu “uns”. Wenn Sie dagegen zu den unverbesserlichen Gutmenschen gehören, die sich für Mitmenschen und die Welt interessieren, lesen Sie bitte weiter.
Im Kongo – erstmal grundsätzlich gefragt: wären Sie innteressiert, dort als Korrespondent*in für deutsche Medien zu arbeiten? Wenn Sie zu den Wenigen gehören, die das mit “Ja” beantworten: versuchen Sie doch mal irgendeine Redaktion dafür zu interessieren. Also mich würden Sie sofort begeistern. Ich habe nur blöderweise kein Geld. Das ist das Problem im Kongo: Geld und Interesse treffen dort nur bei seinen Rohstoffen und Naturschätzen zusammen. Julia Schweers/Blätter schreibt, seit 2003 gebe es einen Impfstoff gegen Ebola. 11 Jahre lang fand sich dafür nur leider kein Investor. Erst Ende 2014 stieg der Pharmakonzern Merck ein, und freut sich jetzt über eine “äusserst preisgünstige Testphase”, den aktuellen Ausbruch im Ostkongo. Schweers schreibt, 300.000 seien schon vor Krankheit und Bürgerkriegsgefahr geflohen. Kennen Sie jemand, die*den das juckt?
Aus dem Jemen-Krieg gibt es Neues. Die Front der Krieger bröckelt. MBZ/Vereingte Arabische Emirate (VAR) ists an der Seite von MBS/Saudi-Arabien strategisch blümerant geworden: Berichte bei telepolis/Thomas Pany und im Tagesspiegel/Christian Böhme&Thomas Seibert. Wenn es dadurch weniger Tote gibt, ist das gut. Statt sich an China&Hongkong zu verheben, könnte ein deutscher Aussenminister hier versuchen Frieden zu vermitteln. Ich würde den Prinzen glatt die gesamte deutsche Nationalmannschaft im Fussball der Herren verschenken, wenn sie dafür mit Krieg aufhören. Aber warum sollte ein deutscher Aussenminister das tun? Jemenitische Flüchtlinge schaffen es vielleicht nach Somalia. Oder kennen Sie welche, die es bis zu “uns” schaffen?

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