Edward Snowden und weitere aktuelle Grundlagentexte
Edward Snowden erklĂ€rte so, dass es auch die DĂŒmmsten verstehen können, den Wert von VerschlĂŒsselungstechnologien in der elektronischen Kommunikation. Und warum die Begehren sog. Sicherheitsbehörden nach “HintertĂŒren” zurĂŒckzuweisen sind, wenn uns Grund- und Menschenrechte lieb sind (im Guardian, dt. im Freitag).
Snowdens sachdienlicher Beitrag erinnerte mich zum einen an meinen Eindruck, dass es den Herrschenden in den kapitalistischen LĂ€ndern weniger um die BekĂ€mpfung von KriminalitĂ€t und Terrorismus geht. Wie ist sonst das zu erklĂ€ren? Sondern darum, uns zu beherrschen und unter Kontrolle zu halten. Terrorist*inn*en sind fĂŒr sie sogar nĂŒtzlich, um den Sicherheitsdiskurs nach eigenen WĂŒnschen steuern zu können. Geheimdienste können noch so desolat versagen – nach jedem spektakulĂ€ren Verbrechen, das sie nicht verhindert haben, fordern sie mehr Befugnisse, Kompetenzen, Stellen und Geld. Das investieren sie dann wiederum in geheime Arbeit mit V-Personen in terroristischen, faschistischen, islamistischen Strukturen, unterwandern und unterhalten sie, um anschliessend aufgrund ihrer Taten wieder …. s.o.
Die Logik der gierigen Internet-Überwacher und -Krieger ist dem Ă€hnlich. Politiker*innen, die sich das einflĂŒstern lassen und selbst propagieren, hĂ€tten Alternativen, wenn sie nur wollten.
Thomas Reinhold/BlĂ€tter schrieb “Die Bundeswehr zieht ins Cyberfeld”.
Die regierungsfinanzierte Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik (SWP) forscht und veröffentlicht schon seit einigen Jahren Zur “Rolle des Digitalen in der internationalen Politik”. Die Kolleg*inn*en von heise-online liefern sogar schon seit Jahrzehnten eine kompetente informative Rundumversorgung. Aber die in Hauptstadtberlin haben keine Zeit zum Lesen. Und halten sich fĂŒr so superklug, viele von ihnen, irrtĂŒmlich, dass sie auch nichts mehr zu lesen brauchen.