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Sozialdemokraten mögen jetzt entgegnen: guck’ mal Mainz. 22% fĂŒr eine GrĂŒnen-Kandidatin. Das hatten wir in Bonn schon 2015 fĂŒr Tom Schmidt; und JĂŒrgen Nimptsch ist mit seinem Amtsbonus schon damals in den Karneval abgewandert.. In Hannover sind der CDU- und der GrĂŒnen-Kandidat in die Stichwahl gekommen. So wird es auch nĂ€chstes Jahr in Bonn kommen. Es sei denn Katja Dörner und die Parteien links von der CDU finden schon vor der OB-Wahl eine gute politische Idee, die die Entscheidung im 1. Wahlgang ermöglicht.

Ein Terrorist weniger

Und nu? Allein Trumps wahrheitsarme Prahlerei wird fĂŒr neuen Nachwuchs sorgen. Der Kern des Problems ist nicht der eine Terrorist weniger, sondern die Machtstrukturen, die solche Terrororganisation als Mittel der Politik am Leben halten. Seine Mörder sind gleichzeitig TĂ€ter. Wenn es dabei bliebe, dass sie sich “nur” gegenseitig umbringen, könnten wir uns beruhigen. Leider wollen sie beim Ableben möglichst viele von uns auf ihre Höllenfahrt mitnehmen. Menschenhasser.

FBI

Das FBI ist ein Hybrid aus Polizei und Geheimdienst. Die ganze Geschichte dieser Organisation ist geprĂ€gt von politischem Missbrauch (oder Gebrauch?) in einem grossen Intrigenszenario im bislang mĂ€chtigsten Land der Welt. Frauke Steffens/FAZ traf mit Mike German einen weiteren Ex-Agenten, der zum Buchautor wurde. Das Interview entlarvt das binĂ€re Denken der russophoben Teile der Anti-Trump-Opposition, die “die Dienste” durch dick und dĂŒnn gegen den despotischen PrĂ€sidenten verteidigen.
Wenn Sie nun meinen, schlimmschlimm diese USA, dann lesen Sie gleich hier weiter, wie es bei uns zugeht, Fall Amri, Breitscheidplatzattentat 2016 …

Politikjournalismus – es geht weiter steil bergab

Letzten Freitag sendete der DLF in seiner Reihe “Medienquartett” ein 45-Minuten-GesprĂ€ch “Hintergrund und HĂ€ppchen – Was vermittelt uns Journalismus ĂŒber Politik?”: Die personelle Besetzung versprach Niveau. Ich hörte es mir erst heute an. Dabei erschrak mich, wie locker und deutlich der spĂŒrbar ermĂŒdete Lutz Hachmeister den Rest der Runde mit seinen wenigen BeitrĂ€gen intellektuell in den Schatten stellte. Er war als Einziger auf Ballhöhe, alle andern mit Nachhutgefechten ausgelastet. Die ivw-Zahlen lĂŒgen nicht.

Korrekturhinweis: das Wahlergebnis fĂŒr Tom Schmidt war nicht 2014, sondern 2015. Seinerzeit waren Stadtratswahl (2014) und OB-Wahl zu verschiedenen Terminen. Bei der Stadtratswahl 2014 hatten die GrĂŒnen in Bonn 18.6%.