Der grossprecherische Auftritt des Movimento Cinque Stelle und ihres Gründers Beppe Grillo hatte mich von Beginn an mit grossem Misstrauen erfüllt. Dennoch fand ich es manchmal geringfügig übertrieben, wie politische Freunde italienischer Herkunft die Bewegung viel weiter rechts einordneten, als es z.B. deutsche Medien bisher tun. Gut Informierte warnten vor allem vor dem Strippenzieher hinter Grillo, dem Signore Casaleggio. Vieles deutet bis heute darauf hin, dass sie richtig daran taten.
Gianroberto Casaleggio ist 2016 gestorben. Sein Sohn Davide hat übernommen. Eine Wahl hat nicht stattgefunden. Nicht erst im Kapitalismus, sondern schon viele Jahrhunderte davor wurde eingeübt, wer alles erbt. Deutschland hat da ja auch ein grosses Problem mit. Der Feudalismus ist nicht tot. Er versucht ernsthaft, sich aus seiner historischen Gruft wieder zu erheben, und aus Demokratien wieder eine feudalistische Hölle zu machen.
Hier die Casaleggios in Italien.
Und hier die Hohenzollern in Deutschland.

Über Martin Böttger:

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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