Klassenkampf um den Bürgersteig

Von , am Mittwoch, 27. November 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Mir ist das schon lange klar. Seit ich dazu übergegangen bin, für Wege innerhalb Beuels das Fahrrad stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen, um mehr Bewegung im Alltag zu bekommen. Das, was früher Bürgersteige waren, ist zugeparkt. Wege, auf denen Autos nicht zugelassen werden, verurteilen mich, konsequent am Rand zu gehen. Denn von hinten drohen Schnellere. Fahrradfahrer*innen beklagen zu Recht das mangelhafte seitliche Abstandhalten von PKWs, vergessen es aber selbst gegenüber Fussgänger*inne*n.
Für das Verkehrsverhalten zu Fuss ist es essentiell, keine plötzlichen seitlichen Bewegungen zu machen. Vor dem Wechseln der Gehspur strikt geradeaus ist, wie im Auto oder auf dem Fahrrad, ein (Rück-)Blick über die eigene Schulter erforderlich. Wenn Sie das unterlassen, müssen Sie, sofern ohne Schutzkleidung, Knochenbrüche einkalkulieren – bei sich selbst wie beim “gegnerischen” Verkehrsteilnehmer (haben Sie eine gute Haftpflichtversicherung?). Kinder und Köter keineswegs frei laufen lassen! Das war gestern!
Doch wir müssen uns nicht einschüchtern lassen. Es gibt Möglichkeiten der Offensive. Ich erwähnte schon Ulrich Wickerts epochemachenden Film von der Place de la Concorde. Das können Sie und ich auch. Ich habe bereits erste Tests im Combahnviertel und auf der Friedrich-Breuer-Strasse gemacht. Es ist furchtbar, aber es geht!
Lesen (oder hören) Sie hier vom Kampf um die Bürgersteige in Neukölln. So ist es hier noch nicht. In Bonn kommt alles erst 5 Jahre später. Eine ergänzende Idee: so wie einige die Einwanderung von Menschen beschränken und quotieren wollen, könnten wir es zunächst mit Autos ausprobieren: neu zugelassen wird erst, wenn entsprechende Abmeldungen erfolgt sind.

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