Zwei Untergänge, aber für das Weltgeschehen durchaus erfreulich. Erst der Grosse. Britannien ist nicht mehr gross. Es bricht nun schon seit zwei Jahrhunderten zusammen. Das haben nun auch zwei Mitglieder der Familie Windsor gecheckt, und sind ausgetreten. Hierzulande wundern wir uns immer wieder über die Fixierung der britischen Öffentlichkeit auf ihr doch scheinbar politisch entmachtetes Königshaus. Nun bekam es einen vielleicht entscheidenden Leberhaken versetzt, und zwar ausgerechnet durch die reaktionär-konservativen Kräfte, die ihr verschwörerisches Treiben doch durch alle Zeitalter immer so gerne hinter diesen Royals verborgen haben. Hören Sie mal, was James Hawes gestern nacht im DLF-Kultur dazu ausgeführt hat – dann verstehen Sie. Dass es eine Afroamerikanerin ist, die den Windsors den Kronleuchter der Erkenntnis eingeschaltet hat, ist eine schöne Pointe, die die Krawallpresse des klimawandelleugnenden Australiers Rupert Murdoch schäumen lässt, ein mich optimistisch stimmender Anblick.

“Hans im Glück”

Das gilt auch für mich als Franscheiss-Allergiker. Wenn Sie hier lesen, was innerbetrieblich bei der “Hans-im-Glück”-Kette los ist, dann stellt sich mir die grundsätzliche Frage, wie dabei gutes Essen entstehen soll. “Gutes” heisst nicht nur, dass Hygienevorschriften beachtet, davon niemand krank und Massengeschmack industriell befriedigt wird. Sondern, dass es seinen Lieferant*inn*en, Erzeuger*inne*n, dass es auch den Ausgangsprodukten, Pflanzen und Tieren, dabei gutgeht, sie anständig behandelt werden. Daran müssen Zweifel erlaubt sein. Franscheiss-Systemen wohnt das Risiko inne, dass mit dieser “Geschäftsidee” jemand jemand anderen über den Tisch zieht. Wenn sich die beteiligten Damen und Herren von “Hans im Glück” beständig vor Gericht treffen, muss es wohl so sein. Sind nun auch die Beueler Arbeitsplätze (und das überteuerte Mietverhältnis im Rathausanbau) gefährdet?