Bezos, MBS, Trump

Von , am Mittwoch, 22. Januar 2020, in Politik.

und Schmidt
Die öffentliche Inszenierung des Konflikts zwischen den zwei mutmasslich reichsten und mächtigsten Männern der Welt, Amazon-Hauptaktionär Jeff Bezos und Saudi-Aramco-Hauptaktionär Mohammed Bin Salman (MBS) wird zugespitzt. Was könnte das Interesse daran sein? Die aktuelle Zuspitzung dürfte von Bezos ausgehen. Das erstveröffentlichende Organ “Guardian” steht ihm und seiner Washington Post gewiss näher als seinem Gegner. Zwischen den Rädern der kleine Donald, mit dem vielen gefährlichen Kriegsspielzeug, der bisher brav und treu am der Seite des reaktionären Feudalisten MBS steht und bisher alle seine Aufträge erfüllt.
Donald steht dieses Jahr zur Wiederwahl. Es gibt viele Mächtige, die sich nicht sicher sind, ob sie gelingt. Manche wollen das noch nicht mal. Bezos z.B. Denn Donald ruiniert mit seiner blindwütigen, isolationistischen und wissenschaftsfeindlichen Politik so manchen feuchten neoliberalen Traum von der Globalisierung. Und die ist das A und O des Amazonprofits. Soll das alles China überlassen werden?
Noch ist – mir zumindest – nicht bekannt, welche*n Präsidentschaftskandidat*in Bezos unterstützen will. Am naheliegendsten wäre Michael Bloomberg. Mit ihm zusammen könnte Bezos vermutlich die kompletten USA kaufen. Aber können solche Figuren auch Wahlen gewinnen? Demokratie hat auch Vorteile – solche Zweifel z.B.

Schmidt und Berlin
Ein Blick nach ganz unten, nach Kreuzberg. Dort heizt die an Schwindsucht leidende SPD einen Konflikt mit dem Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt an. Mit dem treffenden Kalkül, dass der Quereinsteiger Fehler macht. Ist es Neid auf einen Erfolgreichen? Oder Hybris im Amt? Meine Kreuzberger Quellen sagen: Beides. Schmidt sei jähzornig und selbstgerecht. Natürlich auch unerfahren im politischen Procedere. Er biete Blößen. Und die nutzt die alte Baumafia aus. Grundsätzlich, so höre ich, sei Schmidt auf dem richtigen Weg. Die Grünen werden ihn durchpauken müssen. Er ist ihre Galionsfigur in Berlin, der zweitgrössten deutschen Metropole nach dem Ruhrgebiet. In seiner Fraktion seien viele mit ihm unzufrieden, weil er oft eigenmächtig agiere. Er wird also einen Preis bezahlen müssen.
Eine Erfahrung, die der Grünen OB-Bewerberin Katja Dörner in Bonn noch bevorsteht. Am Freitag (18 h) wollen die Bonner Grünen sie im Beueler Rathaus nominieren.

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