Nach meiner ganz persönlichen Theorie gibt es die Virusmaschine Wieverfastelovend in Beuel nur deswegen, weil das die einzige Gelegenheit im Jahr ist, in die Tagesschau zu kommen. Aus diesem Grund soll auch nichts auf den Betonplatten die Sicht auf den Balkon versperren, von wo die hochwohlgeborenen Prinzessinnen und Kommunalpolitiker*innen bundesweit in die Kameras grinsen sollen. Seit einigen Jahren klappt das nicht mehr. Aus Kosten- (oder aus Vorsorge-?)Gründen spart sich die Kölner Tagesschau-Redaktion das Rausfahren nach Beuel, und dreht ein paar Bilder auf dem Kölner Alter Markt, Die sind schneller im Kasten. Mit Argusaugen überwacht das Presseamt des Oberbürgermeisters umso mehr, wenn unsere Stadt anderweitig in den so “bedeutenden überregionalen Medien” auftaucht.

Nun ist es wieder passiert. Und nicht gut ausgegangen. Es ist aber auch eine gerechte Strafe. Wenn eine Stadt sich zum wiederholten Male einem unseriösen Geschäftsmann ausliefert. Patrick Bahners/FAZ, Nachfolger des Ruheständlers Andreas Rossmann, hat alles begriffen, und allzu höflich formuliert. Ich halte mich jetzt lieber selbst zurück, sonst werde ich noch straffällig …. (“Hasskriminalität”).

Wo sind wir sicher vor dem fiesen Virus? Eine Fußballmannschaft aus Wuhan, die im Trainingslager in Spanien ausharren musste, weil es daheim zu gefährlich war – flüchtet jetzt nachhause.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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