Dieser Text beginnt mit Schlimmem, traumatisierenden Verbrechen. Nimmt aber ein gutes Ende.
Johannes Kopp/taz lobt die Netflix-Dokumentation “Athlete A”. Er beklagt: “Dokumentationen zu Missbrauch im Sport sind sowieso Mangelware.” Einerseits richtig. Andererseits gibt es Ausnahmen. Eine ist Andrea Schültke, deren Arbeit ich als Stammkunde von DLF und ARD-Sportschau immer mit Interesse verfolge.
Die Medienökonomie stellt jedoch in beiden Fällen der guten Sache ein Bein. Das Geschäftsmodell von Netflix sieht ein Engagement für die gute Sache nicht vor, sondern Abo-Gebühren. Wo sollen denn wohl Schulen, oder Jugendabteilungen von Sportvereinen die Asche hernehmen, die sich die Netflix-Aktionär*innen einsacken wollen? Und die Sportschau-Dokumentation von Frau Schültke ist auch nur noch bis Montag in der ARD-Mediathek. Ich würde dazu neigen, diese Tatsachen mit Ausdrücken der Fäkalsprache zu kommentieren – darum lasse ich es lieber.
Nur noch dieser Hinweis, dass es sich um ein weltweites Phänomen handelt: andere Sportart, andere Kultur, ganz weit weg, die gleiche Seuche in Korea.

Das Huhn und ich

Als ich 3 Jahre alt war, hatte ich eine Freundin. Sie hiess Pizzi und war schwarz. Immer bekam sie als letzte zu essen. Erst waren ihre weissen Geschwister dran. Haushühner meiner Grosseltern, im Behelfsheim in Glinde bei Hamburg, in einem tollen Garten, als das Kaff noch Kaff war, und nicht Hamburger Vorstadt.
Daran erinnerte mich der fabulöseste Fabulierer Helmut Höge, der nun schon seit vielen Jahrzehnten mit Geschichten aus der Tierforschung verwöhnt. Diese Hühnergeschichte, wirklich preiswürdig. Danach geht es Ihnen besser.