Wie ich hier sporadisch schon gemeldet habe, sitzen die NRW-Landesregierung sowie die meisten Oberbürgermeister*innen auf einem amoklaufenden Pferd, auf das sie der Witwer von Guido Westerwelle gesetzt hat: eine weitere Olympia-Bewerbung. Das Geschäftsmodell einer globalen Mafiaorganisation wie des Internationalen Olympischen Komitees/IOC (oder vergleichbar der Fifa/Uefa) ist, öffentliche Kassen der Veranstaltungsorte auszuplündern (Steuerprivileg, Infastrukturkosten) und eigene wirtschaftliche Aktivitäten aus einer Monopolistenrolle heraus auf die Spitze zu treiben (globaler Medienrechte-Verkauf; Gewerbemonopol für Sponsoren u.v.m.).
Dass NRW-Landes- und Kommunalpolitiker*innen dafür den dummen August geben, ist nicht wirklich überraschend, und war nicht nur für den Herrn Mronz erwartbar. Nur die Schlauesten von ihnen muss mann extra dafür bestechen; die meisten sind doof genug. Die Verträge zwischen IOC und Veranstaltungsort sind so kompliziert und dick, dass die meisten, die sie beschliessen sollen, sie nicht lesen werden. Und die, die sie gerne lesen würden, werden sie nicht bekommen. Klassisches Angebot, das mann nicht ablehnen kann.
Doch jetzt ist Rettung für nordrhein-westfälisches Gemeinwohl nah. Fachkommentatoren von dpa und der SZ (Thomas Kistner) sehen Qatar in der Favoritenrolle. Glück gehabt. Hoffentlich …