Immer grundsätzlichere Fragen zum Fußballentertainment
Ein Freund, der in den USA die europäische Champions League sehen konnte, beschwerte sich bei mir, das Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Real Madrid (0:2) sei “ziemlich schlecht” gewesen. Obwohl der Kollege noch etwas älter ist als ich, hat er den Sinn des globalen Profifussballs immer noch nicht begriffen. Wie schön oder hässlich das Spiel war, war für mich persönlich uninteressant. Ich kann die Uefa-Champons-League ja nicht sehen – die Pay-TV-Kneipen sind geschlossen.
Was bleibt also interessant daran? Dass es in der Kasse der ach so notleidenden Fußballkonzerne klingelt. Mönchengladbachs Manager Eberl, den ich ansonsten sehr schätze, hat sich wie ein Grüner Realo innerhalb der DFL an der Seite der westfälischen Herren Rummenigge und Watzke platziert. Jetzt winkt halt das Achtelfinale der besten 16 Europas, die Borussia ist dabei. Weil Romelu Lukaku nicht noch ein Tor für Inter Mailand geschossen hat, was z.B. in der Nachspielzeit ziemlich “borussisch” gewesen wäre. Ich werde auch diese nächste Runde wieder nicht sehen. Fans sind dem Profifussball persönlich uninteressant. Es beruht zunehmend auf Gegenseitigkeit.