Und Rupert den Präsidenten / weitere Infos zu Welthandel, Impfpolitik, Northstream2
Sie steigt weiter in meiner Hochachtung: Enissa Amani. Jetzt hat sie dem doofen WDR und der nicht minder doofen Plasberg-Firma kurz mal eben auf eigene Produktionskosten vorgemacht, wie Leute, die Ahnung von der Sache haben, über Rassismus und Sprache schwätzen können. Makaber, wie wenig schwer das ist. Und für unser Haushaltsabgabengeld bekommen wir so ein Minimum an Intelligenz nicht geliefert? Sogar der billige Spiegel hats schon gemerkt.
Ich schäm’ mich so, weil ich “meinen” WDR mal so heiss geliebt und verehrt habe. Wie konnte er so tief sinken, den Kakao, durch den man ihn zieht, auch noch zu trinken? Erich Kästner soll das mal über die SPD geschrieben haben; die Parallelen sind unverkennbar. Und der brutale Küppi tritt noch einmal ordentlich drauf – der muss wohl sehr sauer sein ;-)
Der Spiegel hat jetzt sogar das Problem entdeckt, das der Verlagsmultimilliardär Rupert Murdoch weltweit für Demokratien darstellt – naja, Arte hats ihm gezeigt. Murdoch wird nächsten Monat 90. Jetzt rechnen sie mal selbst im Kopf, wie viele Jahre der Spiegel also benötigt, um solche Gefahren zu erkennen.
Hier werden Sie geholfen.
Aaron Benanav erklärt im Jungle World-Interview (Thomas Schwendener) die aktuelle Proletarisierung für den Kapitalismus “überflüssiger” Menschen. Die bekommen dann, wie Susanne Aigner/telepolis erklärt, logischerweise später und weniger Impfstoff gegen Covid-19. Anton Landgraf/Jungle World analysiert den Stand des Tauziehens um ein Handelsabkommen zwischen EU und Mercosur: Portugal entwickelt in seiner EU-Ratspräsidentschaft mehrfach problematischen Ehrgeiz.
Historisch eine Bildungslücke meinerseits: die Forschung Fabian Webers (im Jungle World-Interview) über die deutsche Sicht auf den Zionismus vor 1933, und ihre Eingebundenheit in die damalige kolonialistische Konkurrenz.
Tomasz Konicz/telepolis schreibt über die Instrumentalisierung von Northstream2: Deutschlands Dominanzstreben in der EU, die Spaltungsversuche der USA und Russlands gegen die EU, der deutsch-französische Motor der EU, und warum Frankreich mit der zweiten Geige unzufrieden ist. Es geht nicht um Klimaschutz, nicht um Verbraucherinteressen und Energieversorgung, nicht um Entspannung und Friedenspolitik, nicht um Menschenrechte – also das meiste, was wichtig ist.