André Dahlmeyer bat mich freundlich, an den 45. Jahrestag des Militärputsches in Argentinien 1976 erinnern. Der ist heute. André schrieb schon 2010 diese Buchbesprechung in der Jungen Welt, die an diesen Vorgang erinnerte. Dort erfahren wir auch die ausgeprägt hässlichen Verbindungen unseres schönen Landes und seiner Regierung, Aussenpolitiker*innen würden es “special relationship” nennen, zu diesem verbrecherischen Vorgang. Wie es auch heute noch Tradition und Sitte ist, sollte ebendort zwei Jahre später eine Fussball-WM ausgetragen werden. Das Wir-sind-wieder-wer-Deutschland gedachte dort seinen 1974 errungenen Weltmeistertitel zu verteidigen, liess sich von alten Nazis im Trainingslager anfeuern, um dann sportlich – Sie erraten es – an den Ösis zu scheitern.
Da in Deutschland gilt “Hässliches bleibt”, ist der Bundesnachrichtendienst aus dem verträumten Pullach (irgendwas in Bayern) ins weltstädtische Berlin umgezogen, und hat seinen Schiessschartenbunker exakt dort hinstellen lassen, wo einst das “Stadion der Weltjugend” die Hauptstadt der DDR zierte. Von dort aus macht der BND im Grossen und Ganzen den gleichen Scheiss, wie er es schon 1976 getan hat. Nina Rupprecht/imi-online hat das kompakt nachgezeichnet. Regierungen kommen und gehen ….

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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