mit Update mittags: FAZ gibt Marxismus-Nachhilfe
Die CDU hat jetzt “alle” Koalitionen zur Auswahl, und muss Farbe bekennen. Das Ergebnis von Sachsen-Anhalt verführt zu Leichtsinn, Überheblichkeit und (weiteren) Fehlern. Und ist bundesweit so “repräsentativ”, wie es Hamburg oder das Saarland wäre (oder Köln). Wo steht heute Olaf Scholz? Wo steht heute Annegret Kramp-Karrenbauer?
Bei der Bundestagswahl fällt der Amtsinhaberinnen-Bonus weg.
Die Grünen werden zu mehr Realismus gezwungen. Ob sie den schaffen, weiss ich nicht. Ihre Wahlabendkommentare sprechen nicht dafür. “Waffen für die Ukraine” waren jedenfalls nicht werbewirksam. Eine “Volkspartei” sind sie nicht, und werden sie auch nicht. Volksparteien gibt es nicht mehr.
Die letzte, die im Osten eine war, stirbt gerade aus. Um die Linke muss mann*frau sich Sorgen machen.
Die “Stimmung” in Berliner Polit- und Medienbüros sollte nicht mit dem Land verwechselt werden. Das sehnt sich nach sozialer Nähe. Die hat die deutsche Politik nicht im Angebot.
Update mittags: Ich glotze grundsätzlich keinen Talkshow-Trash, um meine Gesundheit nicht zu gefährden. Seit Hans Hütt kaum mehr über das Zeug schreibt, bekomme ich noch weniger mit. Jetzt fiel mir jedoch Patrick Bahners auf. Der hat in Bonn studiert, und kann sein Analyse-Wissen also nicht aus seinem Studium haben. Seit wenigen Jahren ist er als Nachfolger von Andreas Rossmann, mit dem ich mich seinerzeit anfreunden konnte, NRW-Feuilleton-Korrespondent des Sprachrohrs des deutschen Grosskapitals