oder “Philosophie” des “selber schuld”?
Fühlen Sie sich von Margarete Stokowski/Sp-on “gehasst”? Ich fühle mich zwar als Mann, aber von diesem Gedanken bin ich weitestmöglich ever entfernt. Ist es etwa Selbsthass, wenn ich wünsche, über Stokowski hinaus, dass die Männer, die aktuell ins Weltall fliegen und das als Geschäftsmodell kreieren wollen, am besten gleich dort bleiben? Nein, das ist Klassenhass. Den leugne ich nicht.
Und die schöne Frau ist doch ganz vernünftig, vernünftiger und cooler als ich jedenfalls. Heisser bin ich heute bei ihrem Kolumnenkollegen Lobo gelaufen. Wenn das, was er schreibt, nur zur Hälfte stimmig ist, ist es Zeit den Herrn Laschet und seine Regierungspartei im Wahlkampf an ein Kreuz ihrer Wahl zu nageln, argumentativ natürlich, aber erbarmungslos. Die Katastrophen- und Krisenvorsorge, das ist doch spätestens seit Corona Volkswissen, ist als Kind der “Schwarzen Null” (Copyright: Wolfgang Schäuble) mindestens genauso nichtexistent, wie die Klimapolitik. Und der arme Wicht Herbert Reul war wohl mal wieder von seinen Berater*inne*n verlassen – hat der Laschet Schwein gehabt, dass er das nicht selber verbockt hat.
“Woanders is'” wie immer “auch scheisse”, wie Sie hier bei Wolfgang Pomrehn/telepolis lesen können. Und dass nicht alles schlechter, sondern manches besser wird, das sieht Dietrich Schulze-Marmeling/telepolis im medienvermittelten Profifussball, und hat es richtig beobachtet. Daran arbeiten wir gerne weiter.
Es wäre nun Aufgabe der Grünen Kanzlerkandidatin und ihrer Mitarbeiter*innen, einen öffentlichen Diskurs gegen die Laschets, Söders, Scheuers, Altmaiers und Reuls anzustossen (hier sehen Sie übrigens, wie solche Chefs ihre Mitarbeiter*innen verbrennen; falls Sie Lobos Erregung nicht nachvollziehen können, unbedingt gucken! Video 6 min), mit geschäftsfähigen Bündnispartner*inne*n zu konferieren, und ein Sofortprogramm für eine ganz andere Regierungspolitik gegen ökologische, gesundheitliche und kommunikative Krisen vorzulegen. Grüne Programmatik der letzten Jahrzehnte bietet dafür Fundamente, die jetzt angesichts der Krisenverschärfungen und -Zuspitzungen ebenso zugespitzt werden müssen.
Fabian Scheidler/oxiblog war auch in diesem Blog schon mehrfach lobend erwähnt worden. Der Mann rückt ein paar naive grüne Natur- und Gesellschaftsbilder zurecht. Den hier verlinkten Text hat er schon vor den aktuellen Hochwasserkatastrophen, aber in Kenntnis der Coronakrise veröffentlicht. Ein kluger Denker und Schreiber. Solche Leute braucht unsere Gesellschaft jetzt. Und wer auch immer die nächsten politischen Schritte diskutiert.