Und ein konstruktiver Hinweis zur “Wundersamen Bahn” LXXIX
Ich konnte es noch nicht gucken, weil ich gestern meine erste Gänsekeule in dieser Saison essen “musste”, und aus purer Solidarität einen Spätburgunder (nein zwei) trinken, von der Ahr selbstverständlich. Von der bezaubernden weiblichen Begleitung ganz zu schweigen. Mann muss halt Prioritäten setzen. Daheimgebliebene Männer konnten sich mglw. an “Nona und ihre Töchter” erfreuen. Darauf deutet zumindest die Rezension des in der Regel geschmackssicheren Oliver Jungen/FAZ hin. Erwähnte ich schon, dass Sie unbedingt “Call My Agent” gucken müssen? Auch dort bärenstarke – und sehr vielfältige – Frauenrollen. Eine Vergleichsverkostung bietet sich an. Die Französinnen können das. Vergessen Sie Deutsches Fernsehen, egal ob Eins oder Zwei.
Söders Tochter
“Voreheliche und zugleich älteste Tochter” schreibt die FAZ, Södermarkus hat ein Privatleben? Wann soll das denn sein? Der beschallt doch durchgehend alle Medien unseres kleinen Landes, als hätte der Tag mehr als 24 Stunden, dieser Igel des Hasen Laschet. Wen erlegt er als Nächstes? Ist der vielleicht gar nicht echt? Oder gibt es noch einen Anderen? Auf jeden Fall ist die in der FAZ vorgestellte Dame weit mehrdimensionaler und interessanter als der Vater.
Hinweis für alle Leidenden der “Wundersamen Bahn”
Ich bin ja Rentner und habs gut. Das erklärt sich u.a. daraus, dass ich Beueler bin. Nicht nur wegen der seltenen Sonne, die auf uns zumindest immer in der richtigen Richtung scheint. Sondern auch, weil hier trotz Baustelle (S13 + Lärmschutz) gelegentlich Züge von und nach Köln fahren, umsteigefrei auch von und nach Ehrenfeld (da, wo es diese Gänsekeulen s.o. gibt). Gut, die Personenzüge sind das Allerletzte auf dieser Strecke, was die Prioritäten der DB-Verkehrslenkung betrifft. Güterzüge zuerst, dann umgeleitete Fernzüge. Aber sie fahren. Und fahren ohne Probleme fürs Abstandsgebot, stellenweise in Fahrradtempo, stellenweise mit kurzweiligen Halten auf freier Strecke, nur 10 Minuten Verspätung ein. Ich höre und lese, linksrheinisch können die Fahrgäste davon nur träumen. Im Bahnhof Beuel gibt es werktags genau gezählt einen echten Menschen, der im Bahnhofsgebäude, so lange das noch nicht einstürzt, und der Verkehrsverbund dafür bezahlt, Fahrkarten verkauft. Und es gibt für die zwei Bahnsteige einen ganzen Ticketautomaten; Taxis warten bei laufendem, stinkendem Dieselmotor auf Fahrgäste. Die Strassenbahnlinie 62 dagegen wartet nicht, fährt aber werktags recht häufig.
Doch, wir habens insgesamt nicht schlecht in Beuel.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net