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Kommt die Nato auch zu uns?

Die Älteren wissen: was im Krieg als erstes stirbt, ist die Wahrheit. Die Militärorganisationen wissen das erst recht. Sie sorgen ja selbst dafür. Die Nato z.B. hat dafür u.a. 2012 die “NATO Communications and Information Agency” erfunden, mit der einprägsamen Abkürzung NCIA. Heute entdeckte ich im Freitag eine Reportage seines Autors Dorian Baganz aus Bochum. Ich war mir sicher, dort einen Auftritt meines alten Freundes Martin Budich vorzufinden. Falsch.
Stattdessen wird dort nebenbei erwähnt: “Ihr Hauptsitz ist in Brüssel. Und selbst wenn, das Bundesverteidigungsministerium würde wohl andere Städte als Sitz der Agentur bevorzugen. Neben Bonn ist Darmstadt in der engeren Auswahl.”
Hmm, da wüsste ich natürlich gerne Näheres. Die vom Bundesaufrüstungsministerium “bevorzugten” Städte haben zufällig derzeit beide Grüne OBs. Sind sie ähnlich begeistert, wie angeblich der Bochumer Grünen-Boss Sebastian Pewny? Der Bonner Grünen-Chef Kay Mähler arbeitet selbst beruflich bei einer Sicherheitsbehörde des Bundes. Nach meiner Kenntnis weiss er sehr gut zwischen zivil und militärisch zu unterscheiden. Ebenso die Grüne OB Katja Dörner.
“Arbeitsplätze” werden immer gerne genommen. Doch statt Kriege vorzubereiten, würde ich immer den Weg zum Arbeitsamt vorziehen. Unmodern?

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net

2 Kommentare

  1. w.nissing

    Vor allen dingen würde ich mir nie freiwillig ein Fadenkreuz auf die Stirn malen, da könnte man mir noch so viel bieten.
    Scheint ist der Pazifismus auf dem Rammschtisch gelandet und die Friedensdividende im Atlantischer_Ozean an seiner tiefsten Stelle versenkt.

    • Martin Böttger

      Fatalismus ist nicht angebracht. Die herrschende Politik handelt gegen den Willen der Mehrheit in der Bevölkerung. Sie trauen sich kaum noch, dazu demoskopische Daten zu veröffentlichen. Und sind auf beständiges Werfen von Blendgranaten angewiesen, um Nebel zu verbreiten.
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=79521
      Ein neues Phänomen ist das nicht. Wichtig wäre jetzt, dass alte und junge Linke, Grüne und Liberale – damit meine ich gesellschaftliche Strömungen, nicht unbedingt Parteien – Erlerntes nicht leichtfertig vergessen, sondern anwenden. Dazu gehört, sich nicht selbst zu zerlegen, sondern Zusammenarbeit und Solidarität hart zu erarbeiten. Auch wenns schwerfällt. Mani Stenner lässt grüssen.

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