Ohne Krieg könnte es ein schöner Frühling sein. Allerdings nicht ohne Regen. Der Dürremonitor sieht in NRW sich ausweitenden “Trockenstress” und für den Gesamtboden bis in 1,80 m Tiefe “ungewöhnlich trocken” für die grösseren Flächen. Dass es woanders schlimmer ist, macht es nicht besser. Wenn ich heute schrieb “Klimawandel hat auch Gutes”, meinte ich jedoch nicht das sommerhafte Frühlingswetter.

Sondern die Kapitalwelle, die die deutschen Küstenlandschaften überschwemmt. Das Medium der besserverdienenden Hamburger, der Spiegel, präsentierte die aktuellen Grundstückspreise. Demnach müssen Sie für den Kauf einer Fläche eines 2-Personen-Zeltes auf einer nordfriesischen Insel 28.230 Euro aufwenden, ich vermute ohne die Nebenkosten (Maklergebühr, Notar, Grunderwerbssteuer etc.). Wenn das mit dem Klimawandel und dem Meeresspiegel so weitergeht wie bisher, könnte sich das deutsche Reichenproblem auf diese Weise lösen: das Meer holt sich alles.

Das elendige Innenleben des deutschen P.E.N.-Zentrums “Der deutsche Verein” nahm ich zum Anlass einer kleinen Meditation über aktuelle deutsche Organisationssoziologie und ihre Ursachen im sich wandelnden Kommunikationsverhalten, seinen Kontinuitäten und Diskontinuitäten. Alles streng subjektiv selbstverständlich, und offen für jede andere Meinungsbildung.

Der jüngste Text von Ulrich Horn über Olaf Scholz hat nicht nur im Extradienst einen recht gründlichen Kommentar von Klemens Roloff ausgelöst, In Horns eigenem Blog ist eine recht lebhafte und interessante Debatte ausgebrochen. Während ich diesen Text verfasste, reagierte Autor Horn auf Roloff. Seine Antwort ist so abgeklärt und sachlich geraten, wie ich es bei gegenwärtig arbeitenden Journalist*inn*en nur noch selten feststelle. Ich vermag ihm in seiner Analyse kaum zu widersprechen.

Nutzen Sie die Nacht um Auskühlen und Durchlüften.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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