Nicht wenige Massenmedien dieser Welt sehen es als ihr Kerngeschäft an, Menschen und Völker gegeneinander aufzuhetzen, um anschliessend umso “besser” über das Spektakel Klickzahlen, Umsatz und Auflage zu machen. Andere machen es umgekehrt. Sie glauben nicht an das Böse sondern das Gute, auch bei den Andern. Bis zum Beweis des Gegenteils. So hat es u.a. Stanislaw Petrow 1983 gehalten und mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Atomkrieg verhindert. Hat es ihm die Welt, oder wenigstens irgendjemand, gedankt?

Urteilen Sie selbst: “Der Retter der Welt” ist nicht reich und allenfalls mässig berühmt geworden. Mögliche Andere, die ähnlich gut gearbeitet haben könnten wie er, sind geheim geblieben. Petrow ist übermorgen vor fünf Jahren gestorben.

Wie würdigen wir solche Helden, die niemanden getötet aber Milliarden gerettet haben? Eine Möglichkeit wäre die Abschaffung der Atomwaffen: “Städteappell für den Atomwaffenverbotsvertrag” von Martin Singe. Die Bundesregierung packt diese Initiative nur mit spitzen Fingern an, aber Bonn hat immerhin als eine von 137 Städten mitgezeichnet.

Leben retten können auch Organspenden. “Aber doch erst, wenn ich tot bin”, wimmert ein Spender in “The Meaning Of Life” von Monty Pythons. Worauf der “Galaxy Song” als Dokument unserer Unwichtigkeit folgt. Wie immer gibt es auch dazu verschiedene Meinungen. Die von Extradienst-Autor Heiner Jüttner hat sich jetzt per Volksabstimmung in der Schweiz durchgesetzt.

Braucht die SPD auch Organspenden? Ulrich Horns Befund liest sich kritischer, als es die Bundestagswahl noch hatte aussehen lassen: “NRW-SPD: Wie konnte das passieren?”. War die Bundestagswahl nur die Ausnahme vom Genossen Trend? Und NRW das Zeichen an der Wand? Das werden wir sicher noch weiter diskutieren.

Wenn schon die SPD nicht zu retten ist, die Bratwurst ist es: “Bratwurstverteidigung”. Das war jetzt mal fällig. Die Inspiration gab mir Jörg Magenau mit seinem Kommentar zur Tagung des deutschen P.E.N.-Zentrums.

Kurz nach Mitternacht folgt eine Reportage von Janete Nazareth / Informationsstelle Lateinamerika aus der Favela Salgueiro in São Gonçalo, einer Vorstadt von Rio. Senhora Nazareth schreibt: “Im ersten Jahr der Pandemie, als alles zum Stillstand kam, erlebten wir einen unglaublichen Aufbruch für das Recht auf Leben, auf eine ganz neue Art und Weise.” Heldinnen der Coronapandemie.

Morgen wirds heiss im Rheinland, danach folgen Gewitter. Ob Regen dabei ist? Schön wärs. Machen Sie spätestens morgen um 6 Durchzug in Ihrer Wohnung, um 10 alles zu – das ist wie Klimaanlage.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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