Suchanzeige – sind noch welche da?
Jürgen Trittin vermisste sie in seinem gestrigen Text in der FAZ. René Martens/MDR-Altpapier hat ein regelrechtes Suchkommando zusammengestellt, kann aber noch keinen Erfolg vermelden:
„Anders Breivik lächelt wieder – Seit Donnerstag sondieren Linke, Grüne und SPD in Berlin die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Für Springer-Autoren ein Anlass, in der Berichterstattung über die Partei die Linke eine weitere Eskalationsstufe zu zünden. Außerdem im Fokus: das Fortwirken rechtsextremer Terrorideologie.“
Ich habe Breivik 2012 im norwegischen TV vor Gericht gesehen, auf einem Hurtigruten-Schiff, das nicht nur für Tourismus, sondern auch als Frachter und Fähre („Postschiff“) fuhr. Das einheimische Publikum sass vor der Glotze, wie wir es üblicherweise beim Fussball tun. Es war ein kollektiver Selbstreinigungsversuch der norwegischen Demokratie – wie wir heute aus den Epstein-Files wissen mit nur begrenzter Reichweite.
Ich empfand das als gespenstisch. Das war vor 14 Jahren.
„Was auf dem Spiel steht“
Das hat Navid Kermani völlig richtig erfasst, für Köln, das Land und Europa, im Interview mit Michael Hesse/FR:
„Navid Kermani: ‚Langsam müssten auch wir wissen, was auf dem Spiel steht‘ – Navid Kermani über sein Köln-Buch ‚E Jeföhl‘, den Rückzug des Staates, das Erstarken rechter Parteien und Verwahrlosung im öffentlichen Raum. Das Gespräch mit Navid Kermani fand am FR-Stand auf der Buchmesse statt.“
Räumen Sie den Werbetrash der Ippen-Gruppe zur Seite. Es nervt, aber es lohnt sich.

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