Die widerliche Arschkriecherei von Audi-Chef Gernot Döllner bei seinem Auftritt an der Seite von Donald Trump auf dessen Wahlkampfbühne hat Friedrich Küppersbusch auf diesem Blog hinreichend gewürdigt. Auch, dass ausgerechnet ein teilweise staatlicher Konzern, der eine einschlägige NS-Vergangenheit hat, und sich heute in seinen eigenen Verhaltensregeln zur politischen Neutralität bekennt, dessen Chef sich aber einem Despoten unterwirft, der durch willkürliche und wettbewerbsverzerrende Zölle VW und Audi an den Rand der Existenzvernichtung gedrängt hat, diesen nun Dankbarkeit heuchelnd anschleimt, ist mehr als peinlich. Aber Gernot Döllner ist mit seiner Leidenschaft für den Despoten Trump nicht allein. Timotheus Höttges, Chef der Deutschen Telekom mit Sitz in Bonn, sitzt bereits seit 2025 dort, wohin Döllner letzte Woche gekrochen ist.
Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ von Mai 2025 befürwortete Höttges den Fokus auf Öl als Energie, den Ausbau von Rechenzentren und die Verlagerung von Produktionen in die USA. Den Gipfel setzte er seiner verräterischen Argumentation bereits im März 2025 auf, indem er den illegalen Überfall und Datendiebstahl Elon Musks auf die US-Administration durch seine Hackerarmee „DOGE“, die der gezielten Entlassung von hunderttausenden US-Beamten und Angestellten der Umweltverwaltung, der Sozialbehörden und sogar des Pentagon dienten, nicht nur guthiess, sondern derartiges Vorgehen auch für Europa forderte. Zwar spekulierte das „Handelsblatt“ 2025 darüber, dass Höttges sich wegen möglicher Expansionspläne in den USA es sich nicht mit Trump verscherzen wolle, aber diese Zukäufe fanden seither weder statt, noch ist Höttges von den skandalösen Äußerungen abgerückt. Tatsache ist, dass ein offensichtlicher Klimaleugner und Trump-Fan weiter an der Spitze des immer noch monopolartigen Konzerns und Herrn über die Kabelnetze der ehemaligen Deutschen Bundespost in Deutschland steht.
Höttges finanziert Trumps Ballsaal am Weißen Haus
Mit Entsetzen haben viele Denkmalschützer:Innen in den USA und weltweit zur Kenntnis genommen, dass der Despot im Weißen Haus den Ostflügel des Regierungssitzes abreissen ließ, um dort einen goldenen Ballsaal im Stile des vorletzten Jahrhunderts und seiner feudalen politischen Verhältnisse errichten zu lassen. Trump lässt sich diese barbarische Bausünde von Konzernen bezahlen. Auch T-Mobile US, eine Tochter der Deutschen Telekom, die aus dem Staatseigentum und Steuermitteln der Bundesrepublik Deutschland entstand, bezahlt dieses Luxusprojekt des Autokraten Donald Trump. Daniel Freund, Europaabgeordneter der Grünen und sein Kollege Sebastian Schäfer MdB haben damals einen Brief an Höttges geschrieben und wenden sich mit Fragen an den Vorstand:
…“T-mobile bezeichnete die Spende als „Ehre“. …T-Mobile ist wirtschaftlich eng mit der Deutschen Telekom verwoben: Die Telekom hält die Mehrheit der Anteile an der US-Tochter und profitiert maßgeblich an deren Wert und Erfolg. …Zugleich ist der deutsche Staat der größte Einzelaktionär der Deutschen Telekom und damit auch an T-mobile US beteiligt. … Seit längerem ist bekannt, dass die Trump-Regierung auf ein „pay to play“ System setzt. Unternehmen und Staaten werden ermutigt, sich durch Spenden, Investitionen oder Schenkungen Zugang oder wohlwollende Behandlung zu erkaufen. Ob Flugzeug oder Crypto-Währung – Trump akzeptiert Schmiergelder, ohne mit der Wimper zu zucken. Noch nie war ein US-räsident so offensichtlich korrupt.“
Auf diese Fragen haben die Autoren bis heute keine befriedigende Antwort erhalten. Selbst die „Wirtschaftswoche“ distanzierte sich 2025 von Höttges‘ Forderungen nach einer europäischen „DOGE“. Das Problem ist, dass mit Höttges offensichtlich ein trumpnaher, und damit rechtsextremistischer CEO über einen Konzern herrscht, der nach wie vor ein Staatskonzern mit dem Hauptaktionär Bundesrepublik Deutschland ist.

@rolandappel abstossend
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