FC Tegernsee – BVB Phönixsee 2:2

Die eingebetteten Medien kriegen sich immer nicht ein – „Topspiel der Woche“ … haben wir gelacht … Dabei war es mal wieder wie immer. Bei Spielen im Westfalenstadion ist es unlieb gewordene Gewohnheit, dass das Publikum mehr Leistung bringt, als die Jungmillionäre auf dem Rasen. So war es auch heute ihn meiner Beueler Fussballkneipe „El Horizonte“. Was deutsche Profisatire nicht mehr leistet, das machen die Fussballfans jetzt selbst.

Solche mittelmässigen Kicks teuer ins Ausland zu verkaufen, kann sich das von „DFL“ in „Bundesliga e.V.“ umbenannte Kartellmonopol abschminken. Ihre angeblichen Spitzenteams zeigen sportlich ungefähr das gleiche Niveau, wie die deutsche Bundesregierung. Bekäme ich keine Kaltgetränke und eine akzeptable Pizza für mein Geld, würde ich nicht als Publikum erscheinen. Die Zugabe ist dann die klassenlose menschliche Gesellschaft dabei.

Spielerisch war es so, dass der BVB über die längeren Phasen des Spiels um süddeutsche Konzerngegentore gebettelt hat. „Kovac-Fussball“ bedeutet offenbar, den Gegner durch demonstrative Harmlosigkeit einzulullen. Wenn das die Strategie war, ist sie gelungen. Die Dortmunder Stürmer Guirassy (60.) und Silva (89.) machen immerhin die Arbeit, für die sie fürstlich bezahlt werden – und übrigens auch der schweizerische Torhüter Gregor Kobel.

Dass der spielerisch und technisch überlegene Gegner beim Stande von 2:1 den Sack nicht zumachte, wurde gerecht bestraft.

Noch gerechter wäre es, wenn diese Saison mal der SC Freiburg (3.) Meister würde. Das ist aber, seien wir realistisch, ungefähr so wahrscheinlich, wie eine gerechte Wohnungspolitik in diesem Land.

Die in meiner Kneipe nominierten Lieblingsabsteiger in die 2. Liga wären im übrigen Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und der 1. FC Köln. Wir machen dort eine Regionalliga West. Mit der wurde ich 1965 fussballbekloppt. Ich war 8.

Über Martin Böttger:

Avatar-FotoMartin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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