Ösi-Perle belebt Lebensgeister – mit fünf Jahren Verspätung
Deutsches Fernsehen wie Deutsche Bahn: Übergaben aus der Schweiz oder Österreich gelingen immer nur mit satter Verspätung. So wie die späten Staffeln der “Vorstadtweiber” erst kürzlich dem in den Sendern für debil gehaltenen deutschen Publikum zugemutet wurden, so ist vor einigen Tagen nun auch “Sargnagel – der Film” mit fünf Jahren Verspätung bei 3sat eingetroffen. Verfügbar bis 28.9.
Stefanie Sargnagel, ein Ösi-gerecht gewählter Künstlerinnenname, war mir selbstverständlich schon bekannt. Der Film aber noch nicht. Den halte ich für sehr, sehr gelungenen Trash. Muss mann*frau mögen. Wer österreichische Schmähkunst mag, ist hier richtig.
Als Piefkes sind wir ja nicht verwöhnt. Ein Sonderlob an Hilde Dalik, die in den “Vorstadtweibern”, die zeitlich parallel gedreht wurden, eine verwöhnte Tussi spielte, hier mit bemerkenswerter Selbstironie. Danke.

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