“Sie sind nicht allein! Sie sind nicht allein!” liess der grösste transnationale Konzern der Welt FIFA mit Konten in allen Steuerparadiesen der Welt (dort finden in der Regel deren “Gipfel” statt) die Bonzenzuschauer beim WM-Sechzehntelfinale zwischen Vizeweltmeister Frankreich und Schweden in New Jersey skandieren, eine Art Ablasshandel. Der Stadionsprecher hatte sie angehetzt. War früher bei WM verboten, wie vor der WM 2014 in brasilianischen Stadien der Alk.o.hol. (Sorry, Alkohol hat in Fussballstadien nichts zu suchen. Sport ist kein Drogen-Mekka.)

Bei der gekauften Alemannen-WM etwa wurde in der Halbzeitpause des Viertelfinal-Matches zwischen Gastgeber Deutschland gegen Argentinien im Berliner Hitler-Stadion von der Öffentlichkeit unbemerkt der Stadionsprecher ausgetauscht, weil er übelste Propaganda gegen die völlig überlegenen Südamerikaner machte. Daraufhin änderte der DfB seine Strategie und liess die Silberländer beim abschliessenden Elferballern subtil mit antisemitischen Flüchen belegen, vor allem gegen den Spieler Gabriel Heinze (der auch einen deutschen Pass hat). Auf die Idee ist mutmasslich Oliver Bierhoff gekommen, der sich immer keimfrei gebende Bibelfeti hielt sich aufgrund seiner Serie A-Erfahrung für einen “Argentinien-Spezialisten”. Ich möchte das nicht näher ausführen, es würde noch sehr viel erschütternder.

“Sie sind nicht allein! Sie sind nicht allein!” beklatschte sich also der Obergauner Giovanni Infantilo fotogen vor den Medien aus aller Welt, die ihn und seinen obskuren Verein vom Spritzensee in Zürich auch noch finanzieren. Gemeint waren die Opfer und Angehörigen der verheerenden Erdbeben in Venezuela. Der selbsternannte Präsident Venezuelas, Donald Trump, keine Ahnung, was er gesagt oder getan hat – für seine Schutzbefohlenen. Donald-Dance?

Nun Gio, Tío Rico, Arschmade, worum es eigentlich geht ist doch klar, oder. Um Bakschisch. Yessir. Wie viel hast du denen die mega-allein, am alleinsten, von der Welt bespuckt werden, überwiesen? Wie viele Überlebende hat die FIFA mit ihren Baggern aus den Trümmern in La Guaira gerettet? Da kriegste bestimmt den Friedensnobelpreis für, wie Onkel Donald respektive dessen Marionette María Corina. Toll. Du kannst was. Morgen salbaderst du albanisch, übermorgen ugro-finnisch, Hauptsache Kamera – die zahlen ja auch noch dafür!

Echte Jounalisten trauen sich an eure Sekte – pardon: Verein, da darf man rauchen – schon lange nicht mehr ran. Weil sie Angst haben. Andere sind von grundauf feige. Nicht mehr zu retten. Auch nicht von Sportwetten. Über 2.000 Tote in Venezuela. Über 2.000 Familien. Grosse Familien. Und Gio klatscht in die Hände. Was beklatscht er? Seinen Busenfroind mit dem Biertoupet? Wie viel Milliarden Peanuts war es dem schweizerisch-italienisch-libanesischen Fussballfunktionär „wert“? Was rechnet sich eigentlich noch für Zahngold-Zürich?

Über André Dahlmeyer, Buenos Airres:

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