Anlässlich einer ZDF-Dokumentation mit dem angeberischen Titel “Inside CDU” hat nachdenkseiten-Redakteur Jens Berger eine lesenswerte Kurzanalyse der jüngsten Landtagswahlergebnisse geliefert: “Inside CDU – die Amthor-Partei zeigt Vergreisungserscheinungen”. Er beschränkt sich vernünftigerweise nicht auf die CDU, sondern bezieht in seine Analyse die anderen Parteien ein. Interessant auch, welche er in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.

Denn sie ist in diesem Zusammenhang tatsächlich von noch nicht verschwundener, aber minderer Bedeutung, und schmerzt mutmasslich den Autor und seine Redaktion besonders: das “Bündnis Sahra Wagenknecht”/BSW, das jetzt irgendeinen anderen Namen mit der gleichen Abkürzung trägt. Da er seine Meinung zu diesem Analyseobjekt auslässt, kann ich ihm in den veröffentlichten Feststellungen nahezu komplett zustimmen. Und wer es nicht will, wird es müssen.

Das BSW war es, das in der jüngeren Vergangenheit in besonderem Masse versucht hat, friedenspolitische und Friedensbewegungs-Agendas für sich zu instrumentalisieren. Seine Mobilisierungsstärke und Glaubwürdigkeit war für die Einen vielleicht respektabel, für die Andern, eine mutmassliche Mehrheit, eher bescheiden. Letzteres vor allem, wenn es an der Relevanz des Problems gemessen wird. Dass BSW und AfD, ob mit oder ohne “Putin-Auftrag”, freudig in diese Politik-Lücke springen können, ist das derzeit fahrlässigste Versäumnis aller demokratischen Parteien.

Inhaltlich weiterführender dürfte da das hier bereits vorgestellte Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 39. Jg., Heft 3/2026 sein.

Über Martin Böttger:

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