Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

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Bürgerrecht auf Weltmeistersein

Das deutsche Menschenrecht auf Weltmeistersein wurde schmählich von der Fifa und Qatar mit Füssen getreten. Beide haben über viele Jahrzehnte ja schon einiges verbrochen – aber das ging zu weit. Wie wird das reizbare Deutschland Revanche üben? Der Frieden mit Qatar könnte beispielsweise darüber zustandekommen, dass Qatar ein paar Dutzend FCAS bestellt und bezahlt. Mehr darüber in “Doch Weltmeister!”.

Spirituelles Covid-Virus

Mein Freund Michael Kleff, derzeit in New York den Midterms entgegenzitternd, hat mehrmals an deutsche Rundfunkintendanten geschrieben, um sich über überbordende Religionsprogramm zu beschweren. Er steht damit in guter liberaler Tradition. In den 70ern haben wir bei den Jungdemokraten über “Liberalismus und Christentum” debattiert, diese ideologisierte Ebene aber lieber verlassen, und uns pragmatisch auf “Kirche und Staat” konzentriert, und damit sogar phasenweise Mehrheiten auf FDP-Parteitagen gewonnen. Für mich persönlich war dieses Agendasetting, 1972 von Ingrid […]

Hitzefrei vorbei

In Kurzfassung, was im Beueler Extradienst in dieser regenfreien, dürren Hitzewoche passierte. Da war die RBB/Schlesinger-Affäre mit allen Süppchen, die auf ihr gekocht werden. Alexander Kulpok, ein SFB-Veteran, erinnerte in der Berliner Zeitung an “Die Herren vor Schlesinger”. Ich wies auf weitgehend unbeachtet gebliebene ähnliche Vorgänge bei RTL hin: “RTL wie RBB”.

Angriff der Realität

Unser aller Absaufen und eine britische Channel4-Mediathekperle für kurz vorher Ob es an meinen mangelnden Sprachkenntnissen liegt? Der Eindruck, dass sich öffentlicher Streit (“Diskurs”) nur noch um binäre Gut-und-Böse-Einteilung – “wer nicht für uns ist, ist gegen uns” – dreht, frei von materialistischer Analyse und Kenntnisnahme globaler Bedrohungen. Oder ist das nur eurozentriert? Oder nur gar mal wieder typisch deutsch? Möglich ist alles davon.

Agendasetting und der Verzicht darauf

Deutsche Medien können sehr vielsagend schweigen und Altes aufblasen Steffen Grimberg/taz beurteilt die Henri-Nannen-Recherche von funk (ARD/ZDF-Netzwerk) völlig richtig. Die Story kennen wohl nur die nicht, die zu jung sind und alte Sachen nicht lesen wollen. Extradienst-Gastautor Hans Conrad Zander kann diese Geschichte wahrscheinlich auswendig aufsagen, so sehr hat ihn der beim Vorstellungsgespräch einschlafende Mann beeindruckt.

Ostermärsche

Zwei Texte beschäftigen sich mit den Ostermärschen. Günter Bannas stellt in “Marschgepäck” politische Statements von deren Koordinierungsbüro der Kritik von Wolfgag Thierse gegenüber, und überlässt uns Leser*inne*n das Urteil. Reinhard Olschanski beklagt “Zögern, Zaudern, Amerika bashen”. Auf den Bonner Ostermarsch hat er sich damit nicht bezogen, sondern, nach meiner Nachfrage, auf den in Berlin.

Stimmungs-Verdunkler und -Aufheller

Zunächst zur Oberfläche. Jüngst scheinen Umfragen veröffentlicht worden zu sein, wie ungewöhnlich beliebt die Minister*in Baerbock und Habeck sein sollen. In ihren Paywalls delektieren sich diverse Medien an ihrer “professionellen” Kommunikationsstrategie (FAZ und Spiegel z.B.). Es geht auch ohne Paywall, und sogar kritisch: bei Felix Klopotek/Jungle World.

Lebenswerke

Barbara Unmüßig geht in Rente. In ihrer Bonner Zeit waren wir befreundet. Es gab ein paar schöne Sonntagnachmittage im damaligen Haus von Marie-Theres Knäpper und Ludger Volmer in der Godesberger Sedanstrasse. Barbara hatte, u.a. gemeinsam mit unserem Freund Peter Wahl, Weed mitgegründet, ein kleiner Verein, der eine wichtige Rolle in der globalisierungskritischen Bewegung spielte. Dort war sie Vorsitzende, bevor sie das gleiche Amt in der Böll-Stiftung übernahm.

Sommerzeit

Zum Thema des Tages schreibt Heiner Jüttner: “Die Zeit des Sommers”. Die Uhr wird heute nacht vorgestellt. Die Politik hat versprochen, uns die Stunde in einem halben Jahr zurückzugeben. Ich erlaube mir als Rentner in einer privilegierten Wohngegend von Beuel, mich gelegentlich von den Vögeln wecken zu lassen. Und dann drehe ich mich noch mal um.

Abgesoffen

Weinstein, ukrainisches Grubenwasser und weitere Mediathekperlen Nun schon drei Jahre alt, aber weiter hochaktuell geblieben, ist eine von der BBC koproduzierte Dokumentation über den gefallenen Filmproduzenten Harvey Weinstein, die 3sat gestern ausstrahlte und bis 11. März in der Mediathek verfügbar ist. Vieles wird ausgeleuchtet. Der Mann fand sich selbst hässlich (ich würde ihm zustimmen) und zerstörte das Leben zahlreicher junger Frauen. Um das zu stoppen, entschlossen sich einige seiner Opfer, öffentlich zu sprechen. Sie fanden […]

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