Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Martin Böttger (Seite 33 von 381)

Wo ist er zuhause?

Der schöne Fussball war es einst in Mönchengladbach – wo ist er heute?

Seltsam leidenschaftslos registriere ich den Medienlärm um das 125-Jahre-Jubiläum von Borussia Mönchengladbach. Seit 1965 bin ich Fan dieses seltsam-sensationellen Phänomens in einem niederrheinischen Provinznest, mit 50.000 Einwohner*inne*n weniger als Bonn. Zum Vergleich: der Bonner SC ist soeben in die 4. Liga aufgestiegen – und spielt heute (14 h, Sportpark Nord) gegen ebendiese Borussia, allerdings nur deren zweite Mannschaft. Und ich hab’ keine Zeit dafür. Weiterlesen

Braucht Helge das Geld?

Von einem Harem voller Ex-Ehefrauen, die mitsamt Kindern unterhalten werden müssen, habe ich bei ihm nie was gehört oder gelesen. Trotzdem malocht er, als gebe es kein morgen mehr. Ende des Monats wird er 70, ist also nur knapp älter als ich. Ich in meinem Zustand könnte das nicht, was er da macht. Z.B. immer noch so oft, so lang und so spät am Tach in fremden Städten auftreten, wie hier in Speyer mit der SWR-Big Band, ein Jahr verfügbar. Weiterlesen

Gespenstisch

Eine andere Kultur – die FR habe ich nie verstanden

In meiner WG hatte einer die Frankfurter Rundschau abonniert. Er war unserem Hohn und Spott ausgesetzt – wie die SPD. Dabei war er gar kein Sozi, fand aber die Zeitung gut. Wenn sie es mal war, so war sie über die letzten 4-5 Jahrzehnte doch Opfer eines beständigen publizistischen Abstieges. Den Abgang des Chefredakteurs Wolfgang Storz 2006 verfolgte ich mit einigem Respekt. Ich hatte über Bekannte schon Anekdoten aus seiner Freiburger Jugend gehört. Bei der FR liess er sich – von mir ohne tiefere Kenntnisse nur von aussen betrachtet – den Rücken vom Verlag nicht krumm machen. Und ging. Weiterlesen

Jenni verschönt mir den Tag

Jenni Zylka habe ich (leider) nie persönlich kennengelernt, obwohl wir doch beide Verehrer*in von Vincent Klink sind, also gerne Gutes essen und trinken. Offenbar haben wir weitere kulturelle Einstellungen gemeinsam. Z.B. über Rucksäcke: Das sofortige und endgültige Rucksackverbot – Es müsste im Alltag vielmehr vernünftige Verbote geben, den Anfang machen könnte ein Edikt gegen den Buckel in Pottwalgröße auf dem Rücken.” Oder über Silvester-Partys: Weiterlesen

Das Spahn

Warum Neutrum? Zwar will ich mein tiefstes Inneres nicht von Schwulenfeindlichkeit freisprechen, aber mir geht es um die Struktur und das System, für das dieser Politikertypus Gesicht und Fassade ist. Der echte Mensch Jens Spahn ist mir persönlich nie begegnet. Über den weiss ich nichts. Ich weiss nur (zu viel) über die öffentliche Person dieses Namens. In den meisten, den allermeisten Fällen ist das nicht die*der*das Gleiche. Obwohl: von Markus Söder wurde es mir bezeugt von seriösen Mitmenschen, die sich längere Zeit mit ihm in einem Raum aufgehalten haben. Wie furchtbar … aber ich schweife schon wieder ab. Weiterlesen

Worüber lohnt sich Streit?

Dazu habe ich eine klare Meinung. Über den Dativ nicht. Ich weiss, nicht wenige Leser*innen sind anderer Meinung. Das ist doch das Schöne an unserer Demokratie … 😉

Darüber halte ich jeden Streit für erforderlich: ‘Man kann hier von einem neuen militärisch-industriellen Komplex sprechen’ – Start-ups mischen den Rüstungsmarkt auf – mit Drohnen, KI-Technologie und Überwachungssystemen.” – ein Interview von Daniel Leisegang und Martin Schwarzbeck/netzpolitik mit Franz Enders von der extrem fachkompetenten Informationsstelle Militarisierung in Tübingen. Weiterlesen

Den Bosbach seine Tochter

mit Update nachmittags

Als Helmut Lorscheid mal über CDU-interne Intrigen aus Köln und seiner Umgebung schrieb, explodierten unsere Zugriffszahlen. Woran das wohl liegt? Also jetzt Bosbach. Nicht der langjährige deutsche Talkshow-Meister Wolfgang Bosbach, die Jüngeren werden ihn nicht mehr kennen, der sich als Rechtsausleger so wenig von seinen Partei”freund*inn*en” sagen liess, wie die linke Grüne – wie heisst sie noch gleich? – Jette Nietzard. Also der alte Bosbach kämpft, wie ich, mit seiner angegriffenen Gesundheit. Dafür wünsche ich viel Erfolg. Aber der hat ‘ne Tochter, die zur Zeit zu seiner Genesung nur wenig beitragen kann. Weiterlesen

“Sturmgeschütze” – wo? WO?

“‘Sturmgeschütz der Demokratie’ – das wärs jetzt!”. Aber leider: “Spiegel-Leser wissen später”.

Und obendrauf noch: TikTok: KI killt Jobs – Massenentlassungen — TikTok ersetzt seine Content-Moderator*innen durch KI – und riskiert die Existenz der Beschäftigten und die Kontrolle über Hass und Desinformation im Netz” von Rita Schuhmacher/ver.di-publik.

Das läuft alles zu dumm.

Rheinpegel Bonn 255cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Spiegel-Leser wissen später

“Sturmgeschütz der Demokratie” – das wärs jetzt!

“Spiegel-Leser wissen mehr” – mit diesem Angeber-Spruch hat das einstmals relevante Medium lange für sich geworben. Gestimmt – “Sagen, was ist” – hat er nach meiner Erinnerung nie. Müssige Erinnerung eines alten weissen Mannes. Heute macht Spiegel-online mit einem Thema auf, das tatsächlich wichtig ist. Allerdings schon lange. Es ist die Software Palantir, die irren Geister hinter ihr (nicht nur Peter Thiel) und die Lust sog. deutscher “Sicherheitsbehörden”, sich von ihr fresssen zu lassen. Weiterlesen

Lustig? Oder eher das Gegenteil?

Ist “Andere Eltern” als Comedy zu nah an der Wirklichkeit?

Ich weiss es doch auch nicht. Ich hole etwas aus, aber ich schweife nicht ab – versprochen. Bis vor wenigen Wochen brachte ich meine Tage in einer Post-Herzinfarkt-Reha an der schönen Mosel zu. In meiner 210-Betten-Klinik waren eine Abteilung für Kardiologie (Männerüberschuss) und eine für Psychosomatik (Frauenüberschuss) in einer gemeinsamen Mensa vereint. Während bei den Männern einige falsch zugeordnet waren – Scheidungskrieg oder Ahr-Hochwasser-Traumatisierung hätten in die Psychosomatik gehört – gab es bei den Frauen eine auffällig überrepräsentierte Berufsgruppe: Erzieherinnen. Weiterlesen

Auf die Spitze getrieben

Die EM gab dem Frauenfussball einen Push – weitere werden folgen. Wird das in Deutschland erneut verpennt?

mit Update 28.7. und 29.7.

“Gerade in Deutschland wird es nach der EM viele Mädchen geben, die in den Verein wollen”. sagt die 33-jährige Julia Losert in einem lesenswert-informativem taz-Interview von Alina Schwermer. “Zum Teil gibt es zu wenig Vereine für zu viele Mädels. Aber da sind wir ja wieder beim Thema. Auch reine Männervereine sollten den Mädels die Möglichkeit geben, erst mal Fuß zu fassen. Wenn es zu viel Nachfrage und zu wenige Angebot gibt, verlieren viele das Interesse.” Exakt so war es bei der Heim-WM 2011, als Deutschland im Viertelfinale knapp mit 0:1 n.V. gegen die späteren Weltmeisterinnen aus Japan ausschied. Wird sich das nun wiederholen? Weiterlesen

Krieg der alten Säcke

Krieg ist nie die Lösung, sondern immer das Problem – schön, wenn er mal unter den “Richtigen” ausbricht

mit Update 1.8.

Sauregurkenzeit – was schafft es ins Agendasetting? Lionel Messi ist sauer; jemand versucht ihm “Regeln” aufzuzwingen. Im deutschen Frauenfussball gibt es kein Equal Pay – also hauen sie ab, wo es das gibt; mann nennt es Marktwirtschaft. Ein deutscher Milliardär macht sich für Aserbaidschan krumm; da muss mann erstmal drauf kommen. Wer solchen Herren auf den Schwanz tritt, muss sich vorsehen. In der Lage sind jetzt auch Rupert Murdoch (94) und Donald Trump (79). Weiterlesen

“Klarere Haltung in zentralen Fragen”

Mit seiner rhetorischen Frage “Zölle gegen Grundrechtsschutz?” fürchtet Roland Appel, dass die EU ihren “Digital Markets Act” (DMA) von der Trump-Administration wieder niederverhandeln lässt. Wenn Sie Rolands Text mit Martin Sonneborn vergleichen, erkennen Sie sofort, was für ein höflicher Mensch er ist. Auch mit “Abschiebeverbrechen” übertreibt er keinen Millimeter.

Unvermeidliches KüppersbuschTV: “Das Fernsehspektakel des Jahres!!!”. So habe ich das “Sommerinterview” dann auch mal gesehen – und es hat mir gefallen.

Unvermeidlich auch der Fussball (der Frauen): “Du brauchst nicht zu weinen”.

Heiner Jüttner dieses Mal launig über sein Navi: “Assistiertes Autofahren”. Er war ja auch mal Kabarettist.

Bei der Suche nach lateinamerikanischen Lebensmitteln in Köln und Bonn traf Britt Weyde/Informationsstelle Lateinamerika Menschen “Auf der Suche nach Ramón”. Die ILA ist jetzt in der Sommerpause, die ich ihr nach ihrer vielen unterbezahlten hochqualifizierten Arbeit von Herzen gönne.

Was will Winfried Kretschmann uns sagen? Ich habe es gesucht – “Eindeutig?” – aber nicht wirklich gefunden. Cem Özdemir wird das auslöffeln müssen – eine recht gestrenge Strafe, aber er will es so.

Rheinpegel Bonn 218cm.

Näächster Newsletter Montagabend zur Barnaby-Zeit.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Eindeutig?

Die digital vernagelte Startseite der Süddeutschen Zeitung, die bekanntlich seit 2008 unternehmerisch aus Stuttgart (SWMH) geführt wird, macht heute mit dem bei Wahlen erfolgreichsten Grünen auf: Winfried Kretschmann. Beim Scrollen über die vernagelte Seite fiel mir diese Meldung auf, mit dem Gedanken, was Kollege Kretschmann wohl dazu sagen möge: “Klimawandel: Die Rekordhitze in den Meeren könnte Anzeichen eines Kipppunkts sein – Seit zwei Jahren geben außerordentlich hohe Ozeantemperaturen Rätsel auf. Ein Forscherteam hat analysiert, wie es dazu kam – und was jetzt droht.” Verlinkung zwecklos, alles Paywall. Weiterlesen

Du brauchst nicht zu weinen

Nur 1 Mio. ging aufs Klo

Es gibt im leistungssportlichen Fussball weit schlimmere Strafen, als von Aitana Bonmati Conca, geb. am 18. Januar 1998 in Vilanova i la Geltrú, ein Gegentor zu bekommen. Die Katalanin wurde in den letzten zwei Jahren zur besten Fussballerin der Welt gewählt und proklamiert. Selbiges bei der letzten WM und in den letzten drei Spielzeiten der Champions League. In der 113. Spielminute hatte sie immer noch die Energie und Gedankenschnelligkeit, mit der ihre deutschen Gegenspielerinnen – bei wem auf der Welt wäre das anders gewesen? – längst zu kämpfen hatten. Weiterlesen

Spass am Spiel verderben?

Constanze Kurz/netzpolitik muss wieder die Verfassung schützen: “Verfassungsbeschwerde – Das Problem heißt nicht nur Palantir” – die teuren Ämter dieses Namens sind dagegen vergleichsweise unnütz.

Reinhard Olschanski sieht die Bundesregierung in der Krise – Jetzt zeigen sich die Folgen von Merzens Brandmauer-Durchbruch”.

Klaus Vater hat sich ernsthaft als einer von weit weniger als 2 Mio. das “Sommerinterview” angeguckt, und Sachen gehört: “So, so, Frau Weidel …”.

Ich habe Gutes gelesen: Weiterlesen

Möchtegern-Trump, Möchtegern-Thiel

Milliardäre ohne Schleimallergie

Die Hoffnung hält mich aufrecht, dass Jens Spahn für einen Möchtegern-Trump einfach zu doof ist. Andererseits war das ja bei Trump selbst auch kein Amtshindernis. Wie kommichdrauf? Mein Freund Jupp Legrand, mit dem ich einst gelegentlich in Bonn Fussball gespielt habe, er war Rechtsaussen bei der ASG Uni Bonn, die meine alten Freunde Mike Mennen (2017 verstorben) und Klaus Kleinöder mitgegründet haben, und späterer Geschäftsführer der Otto Brenner Stiftung, heute Rentner, nahm sich freundlicherweise die Zeit, mich darauf hinzuweisen. Weiterlesen

Exzellent

Alina Schwermer – fachlich guter Fussballjournalismus ist möglich

Endlich schreibt es mal eine, warum ich heute Abend für Spanien bin. Es ist legitim, den Gegnerinnen den Spass am Fussballspielen zu verleiden. Schön ist es nicht. Und es ist eine uralte deutsche Marotte. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑