Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel (Seite 10 von 28)

Hübsch – aber zu kurz angebunden

Der SWR würdigt das Waldeck-Festival

Mit ein paar Monaten Verspätung würdigt der regional „zuständige“ SWR das 60. Jubiläum des Burg-Waldeck-Festivals. Für mich ist das Legende geblieben – in den Hochzeiten des Festivals in den 60ern war ich noch zu jung und zu doof, um seine künstlerische und politische Bedeutung zu verstehen. Heute dagegen bin ich verständnislos, wie lieblos und pflichtschuldig es abgefeiert und abgeschoben wird. Weiterlesen

Kein 0,1 – aber ehrenvolles 0:1

Meine Fussballkneipe vor der Haustür schenkt keine 0,1-Portionen Wein aus – auch nicht in der Verlängerung. Das ist optimierbar. Mit seiner Bemerkung, Frauenfussball sehe gelegentlich „wie Zeitlupe“ aus, konnte der Thekenkollege bei uns, Michael Kleff und mir, auch nicht landen. Wir konnten mit der intimen Kenntnis unserer privaten Archive aufwarten: wer sich Männerfussball der 70er bis 90er Jahre anschaut, gewinnt den gleichen Eindruck. Bei den Frauen fallen weniger Tore aus 30 Metern Distanz – dafür müssen sie „mehr spielen“ (alte Trainerweisheit, Horst Hrubesch wird sie kennen), wie beim Tennis. Das sieht bei den Frauen auch interessanter aus. Weiterlesen

Grünes Bonn

Die Deutsche Umwelthilfe versteht sich auf professionelle PR. Sie kennt den Ranking-Wahn deutscher Medien. Auf Rangordnungen verstehen sich die Deutschen, sogar Journalist*inn*en ohne Ausbildung, die nichtsdestotrotz zu wissen glauben, ihr Publikum sei noch dümmer, als sie selbst. Also: Ranking. Derzeit sind alle Bundesländer in Sommerferien. Also ist die nachrichtenärmste Zeit des Jahres, nur noch übertreffbar durch Heilichahmt/Erster Feiertag. Und gestern war zufällig deutschlandweit ein echt heisser Tag. Weiterlesen

Gut eingekauft

Mein erster Test des „Beueler Weinkonzepts“

Ob dieser Name gut ausgedacht ist? Wirkt er nicht allzu angeberisch? Und damit abweisend? Offenbar nicht. Wenn Sie abends dorthin wollen – geöffnet nur bis 22 h – müssen Sie derzeit reservieren. Das ist schon mal ein guter Start. Es wird offenbar von einer grossen Zahl Menschen als gastronomische Bereicherung der Beueler City wahrgenommen. Gestern mittag habe ich es selbst ausprobiert. Weiterlesen

Scheitern an simplem ÖPNV

Wundersame Bahn CXCIV

„Sommermärchen“? Das geht in Wirklichkeit ungefähr so. Aufgabe: Reise von Bonn-Beuel nach Köln-Bickendorf. Überraschung: die Teile mit SWB (Stadtwerke Bonn) und KVB (Kölner Verkehrsbetriebe) funktionieren. Als ich noch jung war, waren das zivilisatorische Selbstverständlichkeiten. Heute dagegen ist mann froh und dankbar. Ich weiss heute einiges über die dortigen Arbeitsbedingungen. Und weiss also, dass die, die dafür arbeiten, einen sehr harten Job machen, der sie selten bis zur Rente durchhalten lässt. Also: Danke, danke, danke! Weiterlesen

Daily Good News – Grünes Bonn

mit Update 20.6.

Dieses Frühjahr hatte für die einheimische Vegetation einen besonders günstigen Verlauf. Es sparte weder mit Wasser noch mit Sonnenlicht. Während es ständig irgendwo auf der Welt und in Deutschland Wetterkatastrophen gibt, bleiben wir auf der glücklichen Insel Beuel von alldem verschont. Während der Ahr-Katastrophe 2021 hatten ein paar Keller ein wenig Wasser, null Personenschäden. Auch in diesem Jahr kennen wir das Schlimmste nur aus dem TV. Hier dagegen blüht und grünt es um die Wette. Weiterlesen

Wer hat mehr Verspätung?

Der Bahnhof oder der Zug? – Wundersame Bahn CXCII

Als ich als Stammhörer den WDR verlassen habe und zum Deutschlandfunk migriert bin, waren die sinnfreien ellenlangen „Verkehrshinweise“ ein beschleunigendes Motiv. Wenn auf WDR-Wellen die Autobahnstaus vorgelesen werden, kann mann umschalten. Jetzt stellen Sie sich nur mal theoretisch vor, diese Verkehrshinweise würden im Radio verlesen. Vielleicht sollte die Deutsche Bahn AG umsatteln: statt Verkehrsleistungen könnte sie Radio veranstalten. Weiterlesen

Eine Seilbahn für Bonn?

Wer die letzten Tage den Werbemüll aus dem Briefkasten gezogen hat, dem ist vielleicht eine Art Postkarte in die Hände gefallen, mit der Überschrift „Eine Seilbahn für Bonn?“ – eine Umfrage im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Koblenz (nein, kein Tippfehler). Umseitig stellt sich raus, es ist ein Georg Vaßen, der mit einem QR-Code zur Umfrage animieren will.

Dort erwartet mich eine Erklärung, dass es völlig anonym sei – nun, dann nenne ich ihn für diesen Text nur „Die Fritte“, so viel Anonymisierung muss ab jetzt sein. Weiterlesen

Ausgeruhtes und Revolutionäres

Krimivergleich und Anti-Apartheid-Musik

Mir sind Fans der Schauspielerin und Polizeiruf110-Kommissarinnendarstellerin Claudia Michelsen persönlich bekannt. Sie hatte jüngst wieder einen Auftritt in einem – Anmutung – „Frauenkrimi“ am Drehort Magdeburg – die haben da hübsche Alleen – aus der Feder des vielbeschäftigten Wessis Michael Gantenberg. Verfügbar ein Jahr. Der Vergleich mit „Shetland“, linear direkt darauffolgend, ging allerdings nicht gut aus – vor allem nicht für „Miosga“. Weiterlesen

Rückschritt und Fortschritt

Die Renten-Anstalt und Missing Link

Für mich als Rentner ist es vergossene Milch: die „Renten-Anstalt“, zwei Jahre verfügbar. Wie immer gut recherchiert, wie immer nur mit Galgenhumor lustig. Bei mir im Haus lebt eine Witwe, die sich nach Ableben ihres Gatten wohnungsmässig verkleinern will. Sie zahlt gegenwärtig eine Warmmiete, die höher ist als meine Rente. Warum lebe ich dennoch in Luxus? Weiterlesen

Hab‘ doch schon gewählt

Die Parteien könnten viel Geld sparen

Meine EU-Wahl habe ich Freitag schon erledigt. Das Wahlbüro im Rathaus Beuel ist ab morgens 8 bis 18 h geöffnet, freitags bis 13 h, aber am letzten Freitag vor der Wahl auch bis 18 h. Kurz und schmerzlos ist in weniger als 5 Minuten alles erledigt. Mitnahme eines Stimmzettels als Souvenir ist leider nicht erlaubt. Weiterlesen

Kaufhof bleibt in Bonn

Aber das ist für nichts eine Lösung

Dass der Kaufhof, der jetzt irgendeinen anderen Markennamen hat, in Bonn bleibt, mag seine lohnabhängig Beschäftigten beruhigen. Ich gönne es ihnen. Für die Entwicklung von City und Einzelhandel ist es dagegen trügerisch. Die Konzernherrscher hatten in ihrer kurzen Regentschaft vor Benko bereits gezeigt, dass sie gefühllos sind, wie alle Grosskapitalisten, und auf Renditezahlen gucken. Die Kaufkraft Bonns und die Eigentumsverhältnisse an der Immobilie sprachen (noch!) gegen Dichtmachen. Weiterlesen

Mediathekperlen-Alptraum

An der Bonner Nordbrücke auf Bonner Seite benachbart zum Römerbad gibt es eine steile Kehre, um mit dem Fahrrad auf die Brücke zu kommen – bergab eine Belastungsprobe für jede Bremse, bergauf für die Gangschaltung und die Kondition des Fahrenden. Als ich in den 80ern im Koordinierungsbüro der Friedensbewegung in Graurheindorf arbeitete, musste ich dort täglich hoch und runter, zu allen möglichen Tag- und Nachtzeiten. Ungesund wars nicht, vor allem aber einprägsam. Letzte Nacht träumte ich davon. Weiterlesen

Langsam auch ohne „Schienenersatzverkehr“

Nach Ostersperrungen nichts besser – oder doch? Wundersame Bahn CLXXXIX

Auf eine österliche Familienkonferenz hatte ich verzichtet. Die Deutsche Bahn hatte das unbedeutende kleine Bundesland NRW zwei Wochen stillgelegt: Brückenbauarbeiten in Duisburg-Kaiserberg. Nach den Osterferien, wenn das Volk wieder an die Werkbänke und Schreibtische zurückstrebt, sollte alles wieder „normal“ fahren. Normal bedeutete gestern konkret Folgendes. Weiterlesen

Biometzger ist weg

Schock im Momo-Bioladen – Fachkräftemangel und aussterbendes Handwerk

Für „18,5 Jahre“ Kundschaft wird mir gedankt. Dafür darf ich nun abgepackte Ware erwerben. Wenn der deutsche Fleischkonsum sinkt, liegt es offenbar auch daran, dass es immer schwieriger wird, frische Fleisch- und Wurstwaren überhaupt zu erwerben. Biometzger Huth hat im Bioladen Momo das Handtuch geschmissen. Heute stand ich da, wie bestellt und nicht abgeholt. Befragte Ladenmitarbeiter*innen zuckten mitleidig mit den Schultern. Weiterlesen

Gefährliche Absteiger

mit Update nachmittags

Vorhersagen sind schwierig, insbesondere was die Zukunft betrifft. Aber es gilt ähnlich für Gegenwart und Vergangenheit. Das geht hervor aus einem Bericht von Stefan Reinecke/taz von einer „Historikertagung: Ende der Großerzählung – Wie kann man die Geschichte der Bundesrepublik beschreiben? In Tübingen haben jüngere HistorikerInnen nach neuen Wegen gesucht.“ Besonders relevant finde ich diesen Einwurf: Weiterlesen

Noch in diesem Jahrhundert

Prophezeiung: die S13 kommt!

Der „Deutschlandtakt“ war der letzte Lärm, den der teuerste Windbeutel dieses Landes, der CSU-Bundesverkehrsminister Scheuer, verursacht hat. Nach aktuellem Stand der Dinge – mit einem nichtstuenden FDP-Nichtsnutz in dem entsprechenden Staatsamt – soll er 2070 kommen. Dann bin ich 113. Vorsorglich habe ich vorgestern meine Bahncard50 gekündigt. Allerdings nicht deswegen. Weiterlesen

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