Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel (Seite 9 von 28)

Jenoptik kämpft weltweit gegen Migration

Das Beste aus der Sonntagslektüre: Habecks Beleidiger, Leben als Film

Der Kampf wird nicht siegreich sein. Menschliche Migration ist unbesiegbar. Aber das ist auch nicht das Ziel. It’s the economy, stupid! Der Tisch für Profite wird reich gedeckt, und Donald Trump ist der Letzte, der das Tischtuch runterziehen würde – im Gegenteil. Normal müsste Jena tadellose Gewerbesteuereinnahmen realisieren. Aber auch dagegen gibt es riesige Kanzleien, die den Weg zur Steuervermeidung weisen. Hier sehen Sie, welche Aktionäre sich daran bereichern. Weiterlesen

Abstand

Mit dem ÖPNV in unserer Region wird das wohl nichts mehr – Wundersame Bahn CCXI

Wäre ich noch Berufspendler, wäre ich wohl in der real existierenden Bahngegenwart zwischen Bonn und Köln schon kollabiert. Zu meinem grossen persönlichen Lebensglück bin ich schon Rentner, und nur noch Testfahrer mit dem 49€-Ticket, das die Landesverkehrsminister*innen dieses Landes in Kürze zu einem 58€-Ticket verwandeln wollen. Während ihre Vorgesetzten, die Ministerpräsident*inn*en, bei Erhöhung der TV-Haushaltsabgabe um einen halben Euro, also ein Achtzehntel dieses Differenzbetrages, bereits eine Staatskrise ausrufen, weil sie sich vor den AfD-Faschist*innen in die eigenen Hosen scheissen. Sie merken: ich bin immer noch erregt, obwohl ich schon einmal friedlich geschlafen habe. Weiterlesen

Sie merken nichts

Die schmerzfreien Agendasetter*innen da hinten in Berlin-Mitte (und anderswo)

Die Mehrheit der Menschen ist an Kriegführung nicht interessiert. Sie hat andere Sorgen. In Medienbetrieben ist es umgekehrt: (Massen-)Mord, Totschlag, Sex geht immer; ohne das ist ein Medium vom Tod bedroht. Das Publikum frisst das giftige Zeug. Immerhin kann es sich so selbst versichern, dass die eigene Lage immer noch besser ist, als die Anderer. Aber sie ist nicht gut. Und sie wird nicht besser. Aber wen interessiert das? Wenn das Publikum in die Medien blickt, denkt es: keine*n interessiert das. Weiterlesen

Kafka islamisch

Mediathekperlen – gelaufene und kommende

Ägypten im Kino ist immer spannend. Die politischen Gegebenheiten hätte Franz Kafka erfinden können. Eine Militärdiktatur und von den Muslimbrüdern beherrschte islamistische Kräfte kämpfen um die gesellschaftliche Macht. Das terrorisiert die Mehrheit der Bevölkerung. „Die Guten“, also in irgendeinem Sinn emanzipatorische Kräfte, sind öffentlich unsichtbar, emigrieren und/oder leisten kulturellen Widerstand. So entstand auch: „Die Kairo Verschwörung – Für Adam, den Sohn eines einfachen Fischers, geht ein Traum in Erfüllung: Er erhält ein Stipendium für die renommierte al-Azhar-Universität in Kairo. Dann rekrutiert ein Regierungsbeamte Adam als Informanten für den ägyptischen Geheimdienst … – Ein Politthriller (2022, Regie: Tarik Saleh) über Macht und Autorität in einer hierarchisch geschlossenen Organisation.“ Verfügbar bis 24.12. Weiterlesen

Geschlossene Bahnhofshalle und Ignoranz

Wundersame Bahn CCX

Die Bahnhofshalle in Beuel, wo noch vor wenigen Monaten sogar ein bemanntes Reisezentrum existierte, ist geschlossen. Draußen ist Baustelle. Und weil das so ist, gibt es eigentlich an den beiden Bahngleisen jeweils vier recht ungemütliche Holzverschläge, die aber immerhin vor Regen schützen und in denen man sitzen kann. Doch Gleis 2 ist Baustelle und des bedeutet, dass auch diese provisorischen Wartehütten nicht wirklich immer zugänglich sind. Derzeit sind zwar zwei der Holzhütten erreichbar, sie stehen aber so weit vom Haltebereich der derzeit verkehrenden Nahverkehrszüge entfernt, dass es keinen Sinn ergibt, sich darin aufzuhalten. Warum das Reisezentrum mit seiner großen Wartehalle geschlossen ist, das wollte ich in Erfahrung bringen und auch wer für die Schließung verantwortlich ist. Weiterlesen

In Bewegung bleiben

Das verordnet die DB ihren Fahrgästen in Köln und Bonn. Und das macht sie so: – Wundersame Bahn CCIX

Ich nehme die Pointe vorweg, weil ich gewiss gleich wieder abschweifen werde: drei Stunden vom Restauranttisch zum Augenschliessen im eigenen Bett für 35 Tarifkilometer. Das schaffen Sie auch mit dem Fahrrad, jedenfalls bei Tageslicht. Das stand mir nur leider nicht zur Verfügung. Dazu hat die DB Regio im Zusammenwirken mit der DB Netz gestern folgende Beiträge geleistet. Weiterlesen

Die Rache der Männer ist fürchterlich

Arte porträtierte kürzlich Taylor Swift, den angeblich derzeit einflussreichsten Popstar. Während Mrs. Swift sich klar gegen Trump positionierte, bekennt sich ihr erster Förderer Steve Migliore klar zu ihm. Im Swingstate Pennsylvania. Die „Swifties“ in ihrer aggressionsfreien Begeisterung, ihrem Empowerment, das ans Bekifftsein erinnert, sind irgendwie süss. Aber nichts, dem ein erfahrener Mann die Macht überlassen kann, und vor allem will. Das musste schon die weit härtere feministische Bewegung in Argentinien erfahren. Weiterlesen

RRX – der Ikarus der NRW-Bahn?

Die „Digitalisierung“ der Bahn erhöht die Erwartung auf Perfektion und führt immer weniger selten zu Desastern – Wundersame Bahn CCVIII

In der Köln-Bonner-Region kennen wir das „Digitale Stellwerk Köln“ schon fast wie einen Familienangehörigen. Immer wenn was nicht oder anders als geplant fährt, sind die Arbeiten an diesem legendären Stellwerk schuld. Ob mit oder ohne das: ein wiederkehrendes Motiv des Bahnverkehrs ist der störende Mensch. Zum Einen der Fahrgast, der den Betrieb ständig stört. Aber auch all die Bahnbeschäftigten, die so unermesslich viel Geld kosten, und nicht genug davon kriegen können. Immer diese Tarifforderungen … Weiterlesen

Die Dürre kommt näher

In Frankreich und Österreich ist sie schon

Haha, ja, auch hier in Beuel war und ist die Vegetation so grün, wie sie grüner nicht sein kann. Anders als die Mehrheit habe ich im abgelaufenen Sommer sehr gerne auf jede Hitzewelle verzichtet – nie gab es Planungssicherheit für Gartenpartys. Das sicherte bessere Nachtruhe, wie es das weitgehende Ausbleiben tropischer Nächte getan hat. Und schauen Sie nur der Dürremonitor: total harmlos. Nur ganz im Osten ist der Wasserverbrauch der dreckigen Braunkohleindustrie immer noch nicht zu leugnen. Hiermit störe ich Ihre Gemütsruhe. Weiterlesen

Beuel HoBeeBop und die HotDocs….

And Now for Something Completely Different!

Jetzt, am Sonntag dem 3. November 2024 ist es so weit, die Arztsuche hat ein Ende! Ab 11 Uhr spielen die HotDocs und Hobeebop auf!

Ob hopfig, malzig oder fruchtig, in der Ale Mania Brauerei, (Alaunbachweg 10, 53229 Bonn) gibt es Jazz von Hobeebop und den Hot Docs! Ein entspannter Frühschoppen, bei dem die HotDocs keine MFA für die Termingestaltung brauchen – es geht um die Lust des Lebens zwischen Jazz, Kultur und Genuss! Weiterlesen

Wo leben Sie denn?

Die grosse und die kleine: Care-Krise und BSW-Krise

Meinen von meiner jüngeren Schwester unterstützten 92-jährigen Vater vor Augen denke ich seit längerem darüber nach, was aus mir einmal wird. Meine Wohnung wurde schon 1999 von der städtischen Vebowag barrierefrei gebaut. Der Pflegedienst ist noch näher, als der Edeka, die Fussballkneipe und der Bäcker – alle in Rollator-Distanz. Und wenn der Körper mal streikt? Unterstützung im Akkord von überlasteten, selbst erkrankenden Kräften? Weiterlesen

Fauler unfähiger Eigentümer

Wundersame Bahn CCVI

Im wilden „freien“ Immobilienmarkt sind sie eine Pest: Eigentümer*innen, die von nichts ’ne Ahnung haben. Brauchen sie auch nicht. Wenn sie einfach nichts tun, sich tot stellen, erzielen sie mit ihrem Eigentum eine überdurchschnittliche Rendite. Grund und Boden sind nicht produzierbar. Er wird von alleine teurer. Was da drauf steht, ist auswechselbar und kann auch mal ein paar Jahre vergammeln. Es gibt Wohnhäuser in Beuel, die tun das schon seit Jahrzehnten. So, wie die meisten Bahnhofsgebäude der Deutschen Bahn, der in Beuel z.B. Weiterlesen

Alle haben recht

Tageslektüre extrem unterschiedlicher Qualität – in der Reihenfolge ihrer politischen Relevanz

Als Nora Guthrie vor einem Jahr beim Abendmenü im l’Olivo die verblüffende These auf den Tisch warf, Deutschland habe „die beste Regierung der Welt“, jüngst wurde sie von der Seite 3 der SZ befragt und porträtiert (kann ich Ihnen auf Verlangen gerne zusenden, digital nur hinter Paywall), da warf ich zart mit hörbarem Fragezeichen Brasilien ein. Neben mir sass meine persönliche Brasilienexpertin, die mir schweigend einen bösen, sehr bösen Blick zuwarf. Ich verstummte, nachdem ich noch zaghaft „wenigstens in der Aussenpolitik“ zu wispern gewagt hatte. Weiterlesen

Lächerlich

Wundersame Bahn CCIV

Nicht nur Politiker*innen (und nicht wenige Journalist*inn*en) an Wahlabenden tun es. Auch Konzernvorstände, hochbezahlt und mit angeblich leistungsorientierten Boni verwöhnt, tun es. „Details wollen die beiden Unternehmen heute auf einer Fachmesse in Berlin vorstellen.“ kündigt eine dpa-Meldung im FAZ-Wirtschaftsteil und bei Spiegel-online – gleichlautend selbstverständlich – an. Ab Dezember soll ein (in Zahlen: 1) Zug von Berlin nach Paris fahren. Spannende Frage für erfahrene Bahnkunden: lässt der sich denn auch EU-weit buchen, oder für jedes durchfahrene Land einzeln? Weiterlesen

Hundekiller

Ein Erfolg Donald Trumps: der Verzehr von Hunden und Katzen ist ein öffentliches Thema. Für europäische Menschen ein Tabu, weil sie zu den Tieren, und diese zu ihnen, eine emotionale Beziehung aufbauen. Die Logik dahinter ist, was ich liebe, fresse ich nicht – ganz im Gegensatz zu der Redensart „zum Fressen gern“. Das wird nicht überall auf der Welt genauso gesehen. Weiterlesen

„Über all das spricht gerade so gut wie niemand“

Satiren aus dem wahren Leben

Das Zitat der Überschrift stammt von meiner langjährigen Quasi-Nachbarin im Beueler Mirecourt-Viertel, Annika Schneider/uebermedien. Sie schreibt – noch eine Woche hinter Paywall – über eine weitere missratene ARD-Talkshow (verantw. NDR & WDR). Frau Schneider war vor ihrem Arbeitsbeginn bei uebermedien Beuelerin und machte als „Freie“ viel Gutes für den DLF. Zwar gibt ihr Impressum jetzt die Bonner Baumschulallee als Adresse an. Weiterlesen

Wovon träumt Georgien?

Als ich heute, abgefüllt mit einem Duroc-Schweinekotelett und einem Nero d’Avola, durch die angenehm wärmende spätsommerliche Nachmittagssonne auf dem schattigen Beueler Rheindeich zu Verdauungszwecken lustwandelte, dachte ich: so ähnlich muss Georgien sein. Ich war nie dort. Freundinnen, die dort Urlaub gemacht hatten, berichteten von einem landschaftlichen und genussfreudigen kulinarischen Paradies. Leider, leider gibt es keine deutschsprachigen Medien, die über das schöne Land halbwegs seriös berichten. Sind alle abgehauen aus diesem grossräumigen Zentrum von Chinas „Belt & Road Initiative“. Olaf Scholz musste selbst hin, mit einem Flugzeug voll Berliner*inne*n, die nur darauf warten, dass er stolpert. Weiterlesen

Beuel statt Berlin

Gelegentlich fragen mich Freund*inn*e*n, warum ich kaum noch meine früher mal regelmässigen Hauptstadtbesuche absolviere. Die Antwort ist zum Teil selbsterklärend („Wundersame Bahn“). Die Faulheit des Alters kommt dazu. Tatsache ist aber in erster Linie, dass es für menschliches Leben kaum bessere Orte als das Rheinland gibt. Das bestätigte sich mir gestern nach einem ausgedehnten Mittagsmahl im l’Olivo mit ausgesuchten besten Freund*inn*en. Und danach las ich – wie zur Bestätigung – dieses Jammern von Berliner Journalist*inn*en: Weiterlesen

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