Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Digital (Seite 39 von 87)

Zu billig

Wasser in den 3sat-Wein

Teile der Öffentlichkeit haben sich zuletzt gegenüber den weitgehend inkompetenten Ministerpräsident*inn*en der Bundesländer (darunter drei Bürgermeister*innen und das noch kleinere Saarland) kräftig für das Programm des deutsch-österreichisch-schweizerischen TV-Kanals 3sat stark gemacht. Jede*r, wie sie*er will. 3sat hat sich vergangene Woche ausführlicher mit diversen Aspekten der KI (“Künstliche Idiotie”, “Artificial Intelligence”/AI) beschäftigt. Nicht immer ist das gut gelungen. Weiterlesen

RRX – der Ikarus der NRW-Bahn?

Die “Digitalisierung” der Bahn erhöht die Erwartung auf Perfektion und führt immer weniger selten zu Desastern – Wundersame Bahn CCVIII

In der Köln-Bonner-Region kennen wir das “Digitale Stellwerk Köln” schon fast wie einen Familienangehörigen. Immer wenn was nicht oder anders als geplant fährt, sind die Arbeiten an diesem legendären Stellwerk schuld. Ob mit oder ohne das: ein wiederkehrendes Motiv des Bahnverkehrs ist der störende Mensch. Zum Einen der Fahrgast, der den Betrieb ständig stört. Aber auch all die Bahnbeschäftigten, die so unermesslich viel Geld kosten, und nicht genug davon kriegen können. Immer diese TarifforderungenWeiterlesen

Humorlos

In der EU-Kommission lachen sie über “Corona-Aufarbeitung” – so laut, dass Profihumoristen ihren Humor verlieren

Angela Merkel wird unbemerkt von der Öffentlichkeit in sich hineinschmunzeln, und zufrieden mit sich sein, dass sie “das” hinter sich hat. Drei humorlose alte weisse Männer regen sich über die deutsche Adelige aus dem von-der-Leyen-Clan auf. Michael Maier/Berliner Zeitung bringt eine Story mit seinen Buddies Fabio de Masi und Martin Sonneborn: Pfizer-Deal: Ursula von der Leyen verweigert EU-Parlament Auskunft – Die EU-Kommission geht gegen zwei Urteile in Berufung, die Ursula von der Leyen zu mehr Transparenz gezwungen hätten. Die Opposition im EU-Parlament ist empört.” Weiterlesen

Öffentlichkeit ohne Journalismus?

Rollenverschiebungen im lokalen Raum – Kurzfassung der Studie
Auf einen Blick

– Die lokale Öffentlichkeit wandert in neue Hände: Die Presse ist kein Gatekeeper mehr, da die Organisationen digital, vor allem per Social Media, zunehmend eigenständiger kommunizieren.

– Ein weiterer Grund für diese Entwicklung: Lokale Akteure fühlen sich von der Presse häufig nicht mehr ausreichend wahrgenommen.

– Die lokale Presse bleibt dennoch Ansprechpartner für die lokale Öffentlichkeitsarbeit: Als Kooperationspartner, als Garant für überprüfte Informationen und um weniger digital ausgerichtete Zielgruppen zu erreichen. Weiterlesen

Demokratischer Pop

Das Editorial der Oktoberausgabe 2024 des Demokratischen Salons analysiert unter dem Titel „Demokratischer Pop – Von Smartphones, Dorfkneipen und Teppichstangen“ Möglichkeiten einer neuen Demokratiekultur, in der Demokratie wieder Spaß macht, und plädiert für eine Politik der Begegnung. Themen der neuen Essays, Interviews und Rezensionen sind jüdische Stimmen zum 7. Oktober, die pluralistische Demokratie und ihre Freunde, Aspekte einer liberalen Ethik, die Ostdeutschen als Subjekt der Friedlichen Revolution, die DDR und die Migration, die documenta und die DDR, Realitätsverluste in der deutschen Friedensbewegung, Künstliche Intelligenz in der Literatur sowie – ganz utopisch – Solarpunk.  Weiterlesen

Idiotie, künstliche

Fast schon hatte ich mein Tablet zugeklappt, da sah ich, dass der Kollege Thomas Knüwer einen neuen Eintrag veröffentlicht hat. Seine kulinarisch-gastronomische Eröffnung sprach mich nach dem Genuss der Momo-Bistro-Reibekuchen sofort an. “Was kommen sollte: das Label ‘garantiert KI_frei'”. Zu den von ihm aufgezählten schlechten Beispielen ergänze ich gerne die einst ehrwürdige und heute zur Ippen-Gruppe gehörende FR (“Frankfurter Rundschau”), Wie konnte mann diesem Verbrechen an Journalismus nur diesen guten Namen überlassen? Weiterlesen

Die Leiche in Biden Kellern

Jeffrey Epstein modert bei US-Republikanern und -Demokraten – Merkwürdiges PR-Timing noch merkwürdigerer Buchautoren

5 € in die Kalauer-Kasse. Aber ich konnte nicht widerstehen. In der taz erschien heute ein Buchauszug von Tahir Chaudhry: „Wem diente Jeffrey Epstein?“, Das System aus Macht, Kontrolle und Erpressung, FiftyFifty Verlag. Weil mir der Autorenname Tahir Chaudhry nicht geläufig war, dachte ich zunächst, es handele sich um die deutsche Übersetzung einer US-Veröffentlichung. Ist es aber gar nicht. Weiterlesen

Vom sozialen Ursprung der Algorithmen

Im Gegensatz zu alarmistischen Streitschriften ordnet Matteo Pasquinelli das Thema der künstlichen Intelligenz in die Sozialgeschichte ein

“Es kann sein, dass wir verdammt sind“. Nick Bostrom erging sich vergangenes Jahr in einem Interview einmal mehr in düsteren Prophezeiungen. Seit seinem Bestseller „Superintelligenz“ von 2014 wird der Oxforder Philosoph nicht müde, vor einer künstlichen Intelligenz zu warnen, die bald schlauer als der Mensch sein könnte. In der Tat überschattet die KI-Debatte die Angst vor dem technoiden Übermenschen mit humanoidem (Selbst-)Bewusstsein. Die stets freundliche Alexa im Wohnzimmer ist gleichsam sein primitiver Vorschein. Von Thesen wie „überirdischer Intelligenz“ hält Matteo Pasquinelli nichts. Wenn der Philosoph in seinem jüngsten Buch diesen Diskurs mit der These „Arbeit ist der erste Algorithmus“ konterkariert, will er einen Mythos auf seinen sozialen Urgrund zurückführen. Weiterlesen

Kluge

mit Update 29.10.

Hubert Spiegel von der FAZ hat mit Alexander Kluge gesprochen. Der Gute ist jetzt 92 und hat sich von der FAZ digital einmauern lassen. Mir sind per Email wichtige Aussagen von ihm zugegangen, die ich Ihnen nicht vorenthalten kann. Sie sind zu wichtig. Weiterlesen

Amazon & Co verdrängen ärztliche Versorgung

Eine Hausärztin in Sorge: Wie Amazon & Co die ärztliche Versorgung verdrängen wollen – Unsere Autorin warnt: Die zunehmende Kommerzialisierung des Gesundheitswesens gefährdet die Patientenversorgung.

Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. Das mag für viele Ereignisse des Lebens zutreffen. Aber wenn Geschehnisse passieren, die Selbstverständlichkeiten vom Fuß auf den Kopf stellen und schwerwiegende existentielle Bedrohungen mit sich bringen, darf man sie nicht schweigend und duldend zur Kenntnis nehmen. Es ist der Zeitpunkt gekommen, sich ihnen zu stellen. Ich spreche von den Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen. Weiterlesen

Kreditwürdigkeit ist weg

Die deutschen Ministerpräsident*inn*en und ihr selbstgemachtes medienpolitisches Debakel

Wenn Historiker*innen der Zukunft einst untersuchen, wie es zum Niedergang deutscher Ökonomie und Macht kommen konnte, werden sie vielleicht die gestern beendete deutsche Ministerpräsident*inn*enkonferenz (MPK) deutscher Bundesländer als prägnantes Fallbeispiel hervorheben müssen. Ich ignoriere sie lieber. Sie ist mir des Kommentierens nicht mehr wert. Die Akteur*inn*e*n haben sich noch mehr diskreditiert als in der Coronapandemie, in der noch das eine oder andere Nichtwissen vorgeschützt werden konnte. Das gilt hier nicht. Weiterlesen

Der Zusammenhang

Substanzielle Fachlichkeit als Heilmittel

An erster Stelle will ich hier erneut für die Kollegin Schwermer schwärmen. Sie erkennt und analysiert auch an lobenswerten Initiativen die inhaltlichen und strategischen Schwächen, ohne ihre Nützlichkeit deswegen in Abrede zu stellen. Ambiguität? Dialektik? Ambivalenz? Suchen Sie sich was aus. Aber lesen Sie zunächst, wie Ihnen Alina Schwermer den (globalen!) Zusammenhang von Politik, Gesellschaft und Fussball erklärt: Protest gegen saudischen Ölkonzern: Mittelfinger für den Frauenfußball – Über hundert Profispielerinnen protestieren gegen einen Fifa-Deal mit Ölkonzern Saudi Aramco. Ihr Protest zeigt, wie Diversität den Sport verändert.” Weiterlesen

Herrjeh

Die taz und der Westen

Wenn die taz von heute Leute auf Dienstreise schickt, um den deutschen Westen zu erkunden, ist immer Gefahr im Verzug. Zunächst im Zug. Wird es der Deutschen Bahn gelingen, die*den taz-Autor*in erfolgreich zu transportieren? Aus dem fernen Osten, in dem Berlin liegt, wird das von Jahr zu Jahr unwahrscheinlicher. Fragen Sie mal die Hamburger*innen. In diesem Fall hat die taz einen Mitarbeiter in Bremen gebeten – sicher ist sicher – sich auf die gefährliche Reise zu machen. Benno Schirrmeister hat es getroffen. Weiterlesen

Gegen den sportlichen Zufall

Die Fifa will Programmdirektor sein

Sportliche Zufälle sind eine Pest für die Ökonomie. Letztere verlangt Planungssicherheit. Je höher die Investition, um so felsenfester muss die Renditegarantie sein. In diesem Schraubstock will die weltweit umsatzstärkste Mafiaorganisation Fifa eine “Club-WM” in den verstopften Fussball- und Medienweltmarkt drücken. Der Sport ist dabei nebensächlich. Er stört nur. Weiterlesen

Infrastruktur? Beuel – Ehrenfeld

Wundersame Bahn CCVII

21.38 h (= planmässige Ankunftzeit in Ehrenfeld)

Die Bahn, die pünktlich kam (20.47 h), war nur eine vorgegaukelte Normalität. Noch bevor sie abfuhr, kam die Durchsage, dass es eine technische Störung an einem vorausfahrenden Güterzug gäbe (der Kollege vom Güterzug muss irgendwo Luft ablassen?!) und die Weiterfahrt sich auf unbestimmte Zeit verzögern würde. Keine Minute später ging es weiter. Zwischen Menden und Troisdorf dann die Information, der Zug halte nicht wie vorgesehen in Köln/Bonn-Flughafen und auch nicht am Hbf, sondern erst wieder in Köln-Ehrenfeld. Reisende mit Ziel Flughafen oder Hbf sollten in Troisdorf in die S-Bahn wechseln. So mit Reisenden umgehen? Jetzt kommt die Durchsage, “Cologne Bonn Airport, dieses Zugteil endet dort. Bitte wechseln Sie den Zugteil!” ( hat jemand schon erlebt, dessen eine Regionalbahn abgekoppelt wurde??!!) Der Zug fährt an Köln/Bonn-Airport vorbei ohne anzuhalten. Er beschleunigt richtig!! Drücke mir die Daumen, dass er irgendwo hält, von wo ich noch nach Hause komme. Weiterlesen

“Pflichtfach” – mit wem?

Gestern berichtete Christian Bartels/MDR-Altpapier hier über die Trauerfeier für den zu früh verstorbenen Lutz Hachmeister. Ausser Bartels hat das nach meinem groben Überblick (noch) keine*r getan. Ich war nicht direkt mit dem guten Verstorbenen befreundet, kannte ihn aber gut genug, um zu wissen, dass mangelhafte Medienbildung, insbesondere bei denen, die professionell eigentlich darüber hätten verfügen müssen, ihn lebenslang an den Rand der Verzweiflung treiben konnte. Damit war er ganz offenbar nah an dem, was Medien und Wissenschaft gerne und unpräzise als “die Jugend” bezeichnen. Weiterlesen

Alle haben recht

Tageslektüre extrem unterschiedlicher Qualität – in der Reihenfolge ihrer politischen Relevanz

Als Nora Guthrie vor einem Jahr beim Abendmenü im l’Olivo die verblüffende These auf den Tisch warf, Deutschland habe “die beste Regierung der Welt”, jüngst wurde sie von der Seite 3 der SZ befragt und porträtiert (kann ich Ihnen auf Verlangen gerne zusenden, digital nur hinter Paywall), da warf ich zart mit hörbarem Fragezeichen Brasilien ein. Neben mir sass meine persönliche Brasilienexpertin, die mir schweigend einen bösen, sehr bösen Blick zuwarf. Ich verstummte, nachdem ich noch zaghaft “wenigstens in der Aussenpolitik” zu wispern gewagt hatte. Weiterlesen

Mal nichts mit Hitler

Drogenökonomie – erklärt von ZDFinfo

Die Sichtung des Dokumentations-Dreiteilers “Jung, online, süchtig” (3 Jahre verfügbar) verdanke ich meinem intensiven Studium einer gedruckten (!) TV-Zeitschrift, in der ich den Dreiteiler im linearen Vormittagsprogramm von ZDFinfo, das nun wirklich ganz, ganz wenige überhaupt einschalten (300.000 und weniger), erspähte. Die Produktion stammt von der spanischen Firma Onza. Ich halte sie trotz des bescheuerten deutschen Titels für gut gelungen. Weiterlesen

Dazn auf Feldzug

Wer die Weltherrschaft will, benötigt als notwendige Bedingung die Medienmacht. Wer die Medienmacht erobern will, braucht als notwendige Bedingung den Fussball. Alle Medienmächtigen wissen das. Vom grössten deutschen Pleitier und Helmut-Kohl-Finanzier Leo Kirch, über den endlich toten Silvio Berlusconi, der vermutlich nur ein Hampelmann des sich hinter ihm verbergenden Mafia-Netzwerkes war, bis zum immer noch lebenden Rupert Murdoch. Letzterer war und ist von den Genannten zweifellos der erfolgreichste und mächtigste, hat sich aber mittlerweile vom Fussball getrennt, und versucht sein Medienmachterbe zu regeln. Er weiss: Fussball-TV-Rechte sind unrentabel und eignen sich nur als Instrument zur Eroberung von politischer Medienmacht. Weiterlesen

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