Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Deutsche Bahn (Seite 1 von 3)

Geheimtipp Karnevalsfreitag

Wundersame Bahn XLIII
Das habe ich nun schon mehrere Jahre hintereinander ausprobiert. Und es hat sich immer bewährt. Freitage sind in einer Bahnwoche die, an denen immer alles zuende ist. Alle wollen immer mit den gleichen Zügen fahren wie ich. Das Optimum ist an solchen Tagen ein Klappsitz im Fahrradabteil. Ausser Karnevalsfreitag.Weiterlesen…

Horrororkan oder Wind – Wetter oder Klima?

Als ich gestern meine Fusswege in Beuel abging, überwiegend gut begrünt, park- aber nicht waldähnlich, war ich erstaunt, dass ich keinen einzigen abgerissenen Ast vorfand. Angesichts meines mässigen Nachtschlafs bei offenem Fenster mit entsprechendem Sturmgelärme, hätte ich damit gerechnet. In meiner Zeit bei der Grünen Ratsfraktion (2006-2016) habe ich mich viel über das Amt für Stadtgrün, vor allem seine Führung geärgert. Aber siehe, nicht alles ist schlecht.Weiterlesen…

Gute Ideen, schlechte Ideen

Wohnungsnot / Wundersame Bahn XLVI
Hätte ich das Mietshäuser-Syndikat schon vor über 20 Jahren gekannt, wer weiss, ob ich dann heute in meiner Single-Eigentumswohnung hausen würde? Im Rahmen der herrschenden Verhältnisse ist es gewiss eine gute Idee. Eine politische Lösung kann es, schon von seinem minimalen Umfang her gesehen, nicht sein. Als Angehöriger der zu ihrer Zeit langlebigsten Wohngemeinschaft Bonns in Beuel (1971-1998), freut es mich zu sehen, dass sich auch heute noch Menschen zu erstaunlich grossen Gruppen zusammenfinden, um gemeinsam zu wohnen. Ich versichere: das ist immer ein grosser Lernprozess, über sich selbst, und die Menschen an sich.Weiterlesen…

Der VRR spinnt

Wundersame Bahn XLIV
mit Update 13.1. nachmittags
Meine Fahrt zur Fachschule in Düsseldorf ist eigentlich eine recht bequeme Angelegenheit. Oft kann ich sogar von Bonn bis Düsseldorf durchfahren. Als Inhaber eines Jobtickels für den VRS muß ich lediglich das “EinfachWeiter”-Ticket lösen – also zwei für die Hin- und Rückreise. Ich hatte nur noch eines – wollte das zweite Ticket gleich nach Ankunft im Düsseldorfer Hauptbahnhof an einem der Automaten kaufen. Dies jedoch gestaltete sich kompliziert.Weiterlesen…

Die Bahn und ihr grüner Strom

Wundersame Bahn XLIII
Seit Jahren bastelt die Bahn an der Erneuerung der Dächer über den Gleisen des Bonner Hauptbahnhofs. Die Bahn ist ja bekanntlich neuerdings ganz grün, fährt angeblich mit “100 Prozent” erneuerbarer Energie. Stellt sich die Frage, wo sie denn soviel “grünen” Strom her bekommt. Bis vor kurzem war beispielsweise in ICE-Zügen in Richtung Berlin Werbung des RWE zu sehen. Ich habe die Bahn gefragt, woher ihr Strom kommt, über die Antwort werde ich berichten.Weiterlesen…

Männer “verlieren keine Zeit” – ausser Olli Dittrich

Olli Dittrich habe ich lange Jahre als Figur des Trash-TV gesehen. Seine frühen Jahre bei RTL (oder war es SAT1?) sind mir entgangen. Ich hatte kein Interesse und fürchtete, es sei schlicht zu blöd. In mein Blickfeld trat er erst, und das spektakulär, als “Schorsch Aigner”, mitinspiriert von seinem Drehbuchautor Tom Theunissen, dem Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden. Immerhin war er mir schon in den 90ern als InterviewgastWeiterlesen…

DB-Preiserhöhung: 16%

Die was-mit-Medien-Leute haben keine Zeit, überall Sparmassnahmen. Die meisten haben rechts in der Tastatur Rechnertasten. Es bleibt halt keine Zeit, die zu bedienen, wenn Mitteilungen der Deutschen Bahn AG abgeschrieben werden müssen. Ich meldete bereits, dass es sich bei dem “verstärkten Einsatz von ICEs” anstelle von ICs, wie er insbesondere auf der Strecke Köln-Hamburg geplant ist, um nichts anderes als eine Preiserhöhung handelt. Auf der von mir häufig genutzten Strecke Bonn-Essen bedeutet dasWeiterlesen…

Bahnscham / Krimineller Vorsatz / 1 ist einstellig

In meiner heutigen Morgenlektüre war die SZ positiv verhaltensauffällig, ganz ohne Paywall. Da gibt es einmal eine Bahngeschichte, wie sie selbst Helmut Lorscheid und mir nach 41 Folgen “Wundersame Bahn” noch nicht passiert ist. Die Kolleg*inn*en von extra3 hatten mal eine ähnliche Geschichte von der Zonengrenze. Aber dass das auch in Deutschlands Grosskapitalshauptstadt und Flugliniendrehkreuz passiert, mit ICEs, dem teuersten Prestigeprodukt der Deutschen Bahn AG, spricht dafür, dass es sich nicht um ein etwas neckisches Beispiel norddeutscher Provinzialität, sondern etwas grundsätzlich Deutsches handeln muss.
Wie bei der Deutschen Bank.Weiterlesen…

Wundersame Bahn XL (=40)

VCD-Bahntest / Luik köpft Grüne Bahnrealos
Der VCD hat heute die Ergebnisse seines Bahntests vorgelegt. Im Grossen und Ganzen finde ich mich in den Ergebnissen wieder. Die Höhe der Ticketpreise ist sowohl sehr wichtig, als auch sehr schlecht. “Viele direkte Verbindungen” sind sehr wichtig, aber ebenfalls schlecht. Hier drückt sich die Furcht der Älteren vor Hektik und Risiken des Umsteigens aus. Die Fahrtdauer ist ebenfalls sehr wichtig. Hier müssen die Bahnmanager jedoch bedenken,Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXXVII

Extradienst-Autor Helmut Lorscheid rief mich heute vom Bahnsteig aus an, aus Langeweile. Kein Zug kam. Er wollte nach Wuppertal und hätte gewarnt sein müssen. Die Durchsage, die er hörte sprach von 80 Minuten Verspätung eines ICE wegen “Aufnahme von Passagieren aus einem anderen Zug”. Hatte er noch nie gehört. Da hätte ich ihn für erfahrener gehalten.Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXXVI

Wenn ein IC mit umgekehrter Wagenreihung freitags mit nur 5 Minuten Verspätung in Bonn ankommt, dann ist das jedenfalls eine famose Leistung des Zugteams – und natürlich auch der aus- und einsteigenden Fahrgäste. Schwach dagegen, wenn auch auf so eine geringe Verspätung in Köln nicht gewartet wird – der mögliche Umstieg für Reisende nach Wuppertal/Hagen misslang. Bis Essen summierte sich die Verspätung auf 12 Minuten. Naja, für das, was ich freitags gewohnt bin, eine Lappalie. Mehr schocken konnte mich die EVAG in Essen.Weiterlesen…

Nachtzugträume

Es war immer schon teurer einen guten Geschmack zu haben. Daran wurde ich immer wieder erinnert, wenn ich meine bevorzugte Reiseart, Bahn & Schiff, nutzte. Ende der 70er mit dem Nachtzug nach Ancona (er fuhr damals weiter bis Lecce, ganz im Süden, Apulien), dort auf ein Fährschiff, das nicht nur nach Patras, sondern durch den Kanal von Korinth nach Piräus (und weiter nach Israel, mit strenger Zollkontrolle) fuhr. Von diese Verkehrsmitteln gibt es heute keins mehr. In den 90ern war es immerhin noch möglich, mit Nachtzügen Florenz oder Genua zu erreichen,Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXXV

In Beuel – bei Pufferküssern – im “Klimapopulismus”
Die leidgeprüften Pendler*innen der Strassenbahnlinie 62 wissen es schon lange: es wird gebaut. Einerseits wird – gefühlt – an den Bonner Strassenbahnlinien mehr gebaut als gefahren. Andererseits: besser, es wird gemacht, als nicht. Wenn das jedoch dazu führt, dass die Bauarbeitertrupps für ihre Baustelle den Bahnhof Beuel komplett unzugänglich machen, wie z.B. am heutigen späten Vormittag – dann hat es wohl wieder an anleitendem und planendem Personal gefehlt. Gewiss war wieder niemand zuständig:Weiterlesen…

Paranoia breitet sich aus

Vor einiger Zeit hatte ich hier schon wissensfrei spekuliert, dass der Mensch erst dööfer gemacht werden muss, damit die KI (“Künstliche Intelligenz” oder “Künstliche Idiotie”) eines Tages über ihn siegen kann. Leider gibt es Symptome, dass wir Menschen, angeleitet von unseren herrschenden Klassen, schon auf dem Weg dahin sind.
Manche leitende Angestellte der herrschenden Publizistik meinen derzeit, das sei an der “Extinction Rebellion” zu erkennen.Weiterlesen…

Räuberpistolen? – Türkei / MH 17 / Bahn

Recep T. Erdogan will kurdische Teile Syriens erobern. Als Druckmittel dient ihm der widerliche Flüchtlingsdeal, den die EU unter deutscher Führung mit ihm ausgemacht hatte. Doch er kommt nicht voran. Russland und Iran jucken ganz andere Probleme. Und die kurdischen Selbstverwaltungsorgane werden zu Wallfahrtszielen der globalen Diplomatie. Auch das deutsche Auswärtige Amt konnte sich dem nicht ganz entziehen – mann darf Gesprächsfäden ja nicht abreissen lassen. Aber wenn sie nicht aufpassen, sitzen sie am Ende allein auf Erdogans Schoss. Lesen Sie hier Elke Dangeleit/telepolis.
Nur wenige erinnern sich wahrscheinlich noch an den Abschuss des malaysischen Flugzeuges MH17Weiterlesen…

Von Überholungen und Geisterzügen

Wundersame Bahn XXX
Weil Journalisten ja oft vorgeworfen wird, sie würden nur Negatives berichten, hier zu Beginn mal was Positives. Ich habe es wirklich erlebt. Ich steige aus der Straßenbahn 62 aus Bonn-Oberkassel kommend – die dort übrigens pünktlich ankam und auch pünktlich wieder losfuhr, – und dann das: Ich komme zum Bonner Hauptbahnhof und am Gleis 1 fährt ein Zug ein. Auch noch einer, der mich an mein Ziel brachte. Da habe ich mich aber gefreut. Als der auch noch pünktlich in Köln Hbf ankommt und ich den ebenfalls pünktlichen (!) Anschluss nach Düsseldorf erreichte. Ja, Bahnfahren kann so schön sein. Das war kein Traum,Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXIX

Stuttgart21 ist zu klein
Der rührigen Kontext-Wochenzeitung verdanke ich diese Erkenntnis. Sie berichtet von Fachdiskussionen zwischen Baden-Württembergs Landesregierung, Stuttgarts Stadtregierung und der Deutschen Bahn – nur Letztere nicht Grün regiert. Und siehe da: Überraschung! Stuttgart21 würde zwar den Bahnverkehr schaffen, wenn die Verkehrspolitik so weiterläuft, wie sie ist. Wenn jedoch irgendjemand das Klima vor dem Verkehr schützen will, dann ist das Stuttgarter Loch zu klein.Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXVIII

IC 2 und der Herr Gawantko von der Bahn
Es gibt sie die positiven Erfahrungen mit der Bahn, und dann liegt es meist an den Mitarbeitern. So auch am 13. Juni 2019 in Braunschweig. Ich war in Braunschweig, weil ich dort einen lange zuvor vereinbarten Termin zum Modell stehen hatte. Und weil ich eher selten solche Abweichungen von meiner Route Bonn-Berlin mache, hatte ich mir kurz entschlossen ein kleines Kunst- und Kulturprogramm in Braunschweig zurecht gebaut. Weil einer meiner Termin wegen Krankheit nicht zustande kam, mußte ich umorganisieren und auch das ging dank verständnisvoller, und sehr flexibler Menschen im Kulturbetrieb.Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXVII

Kompetenzzentrum Südwestrundfunk/SWR
Kürzlich musste ich an einem Freitag Bahnreisen. Das ist eindeutig der schlimmste von allen Wochentagen: Berufs- und Wochenendverkehr treffen zusammen. Schon in meiner Berufspendlerzeit 1990-2005 gab es bei der Heimreise nur noch Sitzplätze auf dem Boden – vor einer Tür, oder im Fahrradabteil. So nutzte ich also jetzt eine Schnupper-Bahncard 1. Klasse, die die DB mir unverlangt, und in ihrer Gültigkeit befristet, zugesandt hatte. Naja, ss kam alles, wie es kommen musste:Weiterlesen…

Wer sind die Enteigner?

Die heutigen Rechten sind ihre nützlichen Idioten
Anja Krüger/taz lässt kluge Menschen zu Wort kommen, dass die Deutsche Bahn so lange keine Verkehrswunder vollbringen wird, so lange ihre Infrastruktur so bleibt, wie sie ist. Wie wahr. Zwar wurde der Privatisierungsexzess eines Börsengangs dank zivilen Widerstands gestoppt, doch die Plünderung der Bahninfrastruktur schreitet bis heute fort. Nur ein Beispiel dafür, dass Umverteilung von unten nach oben heute vor allem bedeutet:Weiterlesen…

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