Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Klimawandel (Seite 1 von 2)

Klatsche fĂĽr alle Transusen

von Ulrich Horn
Deutsche Politiker schimpfen oft, Italien sei nicht reformbereit. Nun zeigen die Italiener, was eine Harke ist. Per Referendum zwingen sie ihre Politiker, das Parlament in Rom drastisch zu verkleinern. Seine beiden Kammern mĂĽssen um mehr als ein Drittel auf 600 Sitze schrumpfen. Die Italiener machten ihren Politikern klar, wer Herr im Haus ist. Diese Klatsche trifft auch die Bundestagsabgeordneten.Weiterlesen…

Apocalypse now?

mit Update 12.9.
Panikmache? DafĂĽr bin ich so wenig, wie es angeblich Donald Trump ist. Aber warum schafft es der Kerl, der doch “der mächtigste Mann der Welt” sein soll, nicht, mir Sicherheit zu geben? Noch nicht mal Angela Merkel schafft das. Viele von Ihnen haben vielleicht gestern den Tagesschau-Bericht zu den Bränden an der US-WestkĂĽste gesehen (Video nicht gefunden). Feuer macht gewöhnlich an Staatsgrenzen nicht halt. Dass es keine Bilder aus Kanada und Mexiko gibt, liegt vermutlich daran, dass dort weniger ausländische Journalist*inn*en arbeiten.Weiterlesen…

Liebe wird verboten

von Michael Kleff
Die schöne neue Welt, die vor uns liegt,
So schön, dass man davon kalte Füße kriegt,
Wird morgen Wirklichkeit, wenn wir nichts dagegen tun.
Die Pillen gibt es längst, die man nur schlucken muss,
FĂĽrs GlĂĽcksgefĂĽhl und gegen Ăśberdruss.
Wir werden schon verplant und schauen auch noch ruhig zu.

Die neue Welt wird Wirklichkeit.
Die Pläne liegen längst griffbereit.
Bis morgen ist es nicht mehr weit.
Die schöne neue Welt beginnt schon heut.

Das „heute“ in diesem Liedtext war vor vierzig Jahren. Gesungen wurde es 1980 von … – ja, von wem?Weiterlesen…

Opa Biden greift an

Joe Biden ist der Kandidat der Demokraten. Es ist ein Trauerspiel, dass ein ehrenwerter Mann, der seinen Ruhestand verdient hat, der einzige Trumpf einer historischen Anti-Trump-Koalition gegen den Untergang der Demokratie in den USA im wahrsten Sinne des Wortes darstellt. Ja, der Parteitag der Demokraten hat gezeigt, dass die Vereinigten Staaten besseres verdient haben, als einen narzisstischen, verantwortungslosen und rassitischen Despoten und Hassmail-Autor Trump. Aber ob ein Kandidat von Vorgestern glaubwĂĽrdig die jungen Menschen einer von Profigier, Konkurrenzneid und Vereinzelung im Internet zerrĂĽtteten Gesellschaft erreichen und ihnen eine Perspektive vermitteln kann, ist doch mehr als zweifelhaft.       Weiterlesen…

Wie das Corona-Virus die UNO stärkte

Eine utopischer RĂĽckblick im Juni 2045 auf die 20er Jahre dieses Jahrhunderts
Vor 100 Jahren wurde die UNO gegrĂĽndet. Am 26. Juni 1945 verabschiedeten 50 Staaten nach vierwöchigen Verhandlungen in San Francisco die GrĂĽndungscharta der Vereinten Nationen. Am 24. Oktober 1945 trat die Charta in Kraft. Schon in ihrer Präambel wird – erstmals in der Völkerrechtsgeschichte – die Existenz „individueller Menschenrechte“ mit universeller GĂĽltigkeit betont, die dann drei Jahre später in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der UN-Generalversammlung genauer ausformuliert wurden. Und in Artikel 2, Absatz 4 der UNO-Charta findet sich – ebenfalls erstmals in einem völkerrechtlichen Dokument – das Verbot der AusĂĽbung und Androhung zwischenstaatlicher Gewalt.Weiterlesen…

Zucker, Zucker, Zucker

von Svenja Schulze
Der taz-Autor Manfred Kriener schildert im Buch „Lecker-Land ist abgebrannt“ Probleme des heutigen Ernährungssystems, auch die der Bio-Branche.

Dass Manfred Kriener jemand ist, der gewinnend und lebendig formuliert, weiĂź ich spätestens, seit ich ihn im Rahmen meines Engagements fĂĽr den Verein Slow Food kennengelernt habe. Er war damals Chefredakteur des Slow Food-Magazins, ich einfach nur Vereinsmitglied. Seitdem schätze ich ihn und seinen kritischen Geist sehr.Weiterlesen…

Trump, Twitter, Faktenchecks und die Meinungsfreiheit

von Julia Reda
Edit Policy: Seit Twitter auch Trumps Tweets genauer auf Verstöße gegen die eigenen Nutzungsregeln prüft, tobt der US-Präsident. Sind Faktenchecks und Hinweise unzulässig?

US-Präsident Donald Trump hat es auf Twitter abgesehen. Die Plattform, die bis vor Kurzem noch massiv davon profitiert hat, dass Trump sie für allerlei offizielle Verlautbarungen nutzt, hat begonnen, ihre Moderationsregeln auch auf ihren berüchtigten Vielnutzer im Weißen Haus anzuwenden.

Trump reagiert mit EinschĂĽchterungsversuchen,Weiterlesen…

Kennzeichen


Von GĂĽnter Bannas

Abgesagt wurden die Gedenkveranstaltungen zum Ende des – von Deutschland herbeigefĂĽhrten – Zweiten Weltkrieges am 8. Mai vor 75 Jahren, der, was hier bisweilen in den Hintergrund rĂĽckt, in Asien noch ein weiteres Vierteljahr ausgetragen wurde: Mehr als 60 Millionen tote Zivilisten und Soldaten, Europa ein zerstörter Kontinent, AtombombenabwĂĽrfe auf Hiroshima und Nagasaki, Millionen FlĂĽchtlinge, Hungersnöte weltweit. Nie wieder gab es eine die ganze Welt erfassende Katastrophe – bis zum FrĂĽhjahr 2020.Weiterlesen…

Anti-Depressivum Wetter

… ist gleichzeitig ein Klima-Zeichen an der Wand? – weiter unten: Messenmenschhaltung
Als ich gestern – zum wiederholten Mal – mit einer Freundin am Beueler Rheinufer lustwandelte, konnten wir das GlĂĽck kaum fassen. Was wäre, wenn wir in dieser Phase sozialer Distanzierung und Isolation, Digitales hin oder her, jetzt auch noch ein Wetter hätten wie frĂĽher? Regen, Sonne, und dann wieder Regen, mit nicht wenig Wind. Die Ă„lteren erinnern sich: es nannte sich “Aprilwetter”.Weiterlesen…

Jetzt und nachher neu denken

Die gegenwärtigen Ereignisse sind wahrhaft historisch. Ali Dogan, Sozialdezernent der Stadt Sankt Augustin, antwortete daraufhin: “Ja, lieber Rainer, wir mĂĽssen jetzt und nachher neu denken!”

Das greife ich gerne auf. Im “Jetzt” mĂĽssen wir aufpassen, dass unsere Grundrechte ausschlieĂźlich temporär eingeschränkt werden. Und Kritik ist unverändert erlaubt. Sie ist systemrelevant,Weiterlesen…

Allianz der Hoffnung im Herzen der Welt

von Oleg ZurmĂĽhlen
Ăśber eine neue Klimabewegung in Brasiliens Amazonas-Regenwald

Das Herz der Welt, es pulsiert blau-grĂĽn im Takt der Jahreszeiten. Der Klimawissenschaftler Antonio Nobre zeigt es auf seinem Laptop den jungen Aktivist*innen, die ihn an dem Ort mit dem klangvollen Namen Terra Do Meio („Mittelerde“) im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará umringen. Eine animierte Weltkarte von Wissenschaftler*innen der Universität Oxford veranschaulicht, in welchen Weltregionen die Ă–kosysteme in den letzten zehn Jahren am meisten Kohlenstoff der Atmosphäre entzogen haben.Weiterlesen…

Saudi-Terrorismus / Plutonium in die Nahrungskette

Eine kleine Meldung nur, die an Grosses erinnert: ein saudi-arabischer Soldat ist im US-Ausbildungscamp ausgerastet und “musste” erschossen werden. Selbstverständlich war er – wie alle seiner Art? – “den Sicherheitsbehörden bekannt”. Die französische AFP kann sich, so viel Bosheit muss sein, den Hinweis auf die “RĂĽstungspartnerschaft” zwischen den USA und Saudi-Arabien nicht verkneifen. Ich möchte ein wenig nachhelfen.Weiterlesen…

Wie diskursfähig sind Liberale und Linke?

Rechtsradikale Menschenhasser sind nach dem 2. Weltkrieg nicht verschwunden. Angesichts der Katastrophe, die sie der Welt bereitet hatten, haben sie ihre Sichtbarkeit ausgeschaltet. Sie versteckten sich. Habe ich nicht gewusst. Bin ich nicht dabeigewesen. Eilfertig schlĂĽpften sie in die Rolle konservativer Demokraten, die sich bei Wiederaufbauwundern hervortaten. Im Kommandieren waren sie schon immer ganz stark, Herrenmenschen halt. Hauptsache kein Sozialismus. So entstand die BRD.
Als ĂĽber 20 Jahre später eine radikale Minderheit von jungen Erwachsenen dagegen rebellierte, sahen die Ersten ihre Zeit gekommen und vitalisierten die NPD,Weiterlesen…

Schweiz erwartet grĂĽnen Erfolg

Viele sorgen sich ĂĽber Klimawandelfolgen wie Gletscherschmelze. Deswegen dĂĽrften die GrĂĽnen bei der Wahl am Sonntag zulegen
Anfang Oktober erlebten die Schweiz und ihr Bergtourismus eine traurige Premiere – die allerdings zu einer fĂĽr die GrĂĽne Partei erfreulichen Premiere bei den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag beitragen könnte. Die Luftseilbahn vom nordöstlich von Brig im Rhonetal gelegenen Fiescheralp auf das 2.900 Meter hohe Eggishorn musste zum ersten Mal seit ihrer Inbetriebnahme 1967 stillgelegt werden.Weiterlesen…

Nehmt Greta Thunberg ernst

Die Klimaaktivistin aus Schweden hat mit der Friday-for-Future-Bewegung wirklich etwas auf die Beine gestellt. Aber mit der Verehrung für die 16-Jährige sollte man es nicht übertreiben
Der Hype um Greta Thunberg nimmt bedrohliche ZĂĽge an. Daraus ist dem jungen Mädchen kein Vorwurf zu machen. Die 16-Jährige kann nichts dafĂĽr, wenn weite Teile der Ă–ffentlichkeit durchdrehen. Sie hat ein Anliegen, mit dem es ihr bitter ernst ist, und sie trifft den richtigen Ton, um andere zu ĂĽberzeugen und mitzureiĂźen. So weit, so eindrucksvoll. Das Problem liegt nicht bei ihr, sondern bei vielen Leuten, die auf sie reagieren.Weiterlesen…

ARD versenkt Qualität – mitternachts

Gut versteckt: Klimawandel in den Alpen & Macht der Bauernlobby
Ein Strukturmerkmal der öffentlich-rechtlichen Medien ist, die Menschen, die versucht sein könnten, sich für ihren Bestand zu engagieren, zu demobilisieren. Den Trick der asymmetrischen Demobilisierung, mit dem die Bundeskanzlerin sehr lange erfolgreich war, verstehen Intendant*inn*en und Programmdirektionen damit grundsätzlich miss. Und funktionieren tut er ja auch nicht mehr.
Heute nacht sendet die ARD z.B. zwei neue Features,Weiterlesen…

Jetstream ist aus

Solange ich denken kann, habe ich von Jetstream gehört – ich weiss nicht, ob es war, weil mein Vater mal Versuchspilot war oder weil ich mich als Jugendlicher fĂĽr Weltraum und Flugzeuge wie die X 15 interessiert habe – ich wusste immer, da ist eine Luftströmung in groĂźen Höhen, 8-12 km, die bis zu 500 km/h schnell werden kann, wechselhaft und entstanden durch die Temperaturdifferenzen zwischen Ă„quator und Polkappeneis.  Als der WDR-Wettermoderator vorletzte Woche mal so ganz beiläufig erklärte, dass die vielen Hochs hintereinander bei uns und der Dauerregen im Mittelmeer, auf einen Ausfall des Jetstreams zurĂĽckzufĂĽhren seien, wurde mir mulmig.Weiterlesen…

Globale Verschiebungen

Nahost / Gletscherschmelze Hindukusch&Himalaya / Fussball in China
Am elektrisierendsten ist vielleicht, was Thomas Pany/telepolis ĂĽber mögliche strategische Verschiebungen im Nahen Osten berichtet. Durch die Kashoggi-Affäre ist offensichtlich ein Machtvakuum entstanden. Saudi-Arabiens FĂĽhrer Kronprinz MBS hat an Handlungsfähigkeit verloren, die seine feudalen BĂĽndnispartner in den benachbarten Feudaldiktaturen gewonnen haben. Da ihre feudale Machtstruktur vermutlich weniger kompliziert verschachtelt ist, als die der Familie Saud,Weiterlesen…

Grüner Fachkräftemangel

Eine Steigerungsform deutscher Sprache ist Gegner-Feind-Parteifreund. Unter Parteifreunden gehört Sadismus zur Alltagskultur. Manfred GĂĽllner z.B., eingetragenes Mitglied der “FroGs” (“Friends of Gerd” Schröder), veröffentlichte fristgerecht zur SPD-Vorstandklausur die bisher brutalsten Sonntagsfragen-Daten. Schockierender als fĂĽr die SPD mĂĽssen sie fĂĽr die GrĂĽnen sein.Weiterlesen…

Der Wahnsinn vom Hambacher Forst

Seit Wochen hat die NRW-Landesregierung aus CDU und FDP die energiepolitische Steinzeit unterstĂĽtzt – jenseits jeder ökologischen Vernunft, obwohl absehbar ist, dass die Bundesrepubik bei einem “Weiter so” die selbst gesteckten Klimaziele von Paris verfehlen wird. Offensichtlich ist, dass RWE mit der Braunkohle schon lange nicht mehr in der Grundlast unersetzlich ist, sondern die praktisch “umsonst” erzeugten Millionen Kilowattstunden nutzt, um sie auf dem Strommarkt millionenschwer zu verscherbeln. Weil CDU und vor allem die FDP und ihr Wirtschaftsminister Pinkwart, der sich gerne “Innovationsminister” nennen lässt, was die erneuerbaren Energien betrifft, so gar keine innovativen Ideen aufbringen und auch keine innovativen Einfälle fĂĽr die Arbeitsplätze im Braunkohlerevier entwickelt hat, galt unter der neuen KoalitionWeiterlesen…

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