Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Pantheon

Regionalliga: RWO-Boss rastet aus

… und hat völlig Recht
Hajo Sommers ist – dem Bonner Pantheon und Rainer Pause vergleichbar – Betreiber einer KabarettbĂŒhne in Oberhausen, der pleitesten Stadt, wenn nicht Deutschlands, dann doch NRWs. Privat ist der Gute mit der mindestens ebenso guten Gerburg Jahnke, wenn nicht liiert, dann doch verheiratet – manche sagen mir, das sei der hĂ€rteste seiner vielen selbstgewĂ€hlten Jobs. Nebenbei versucht er noch einem ebenso pleiten Fussballverein,Weiterlesen…

Ina als Showrunner weggeputscht

Wladimir Kaminer ist unschlagbar
Meine guten Freund*inn*en wissen, dass ich Ina-MĂŒller-Fan bin. Allerdings fand ich sie in besserer Form, nicht nur weil sie damals noch viel jĂŒnger war, als sie noch nicht in der ARD aufspielte, sondern nur beim NDR, und zwar immer erst um Mitternacht, freitagnachts. Doch ich muss mal gestehen: viel schlechter als damals ist sie nicht geworden. Produzent ĂŒbrigens die Firma von Reinhold Beckmann.
Gestern genoss ich im Sender One, der zur ARD gehört, eine olle Wiederholung mit den Herren Kubicki und Kaminer.Weiterlesen…

FreirĂ€ume vs. BĂŒrokratie

Quartiersentwicklung rund ums Pantheon

*Wann tut sich was? Eine spannende und einfache Frage des Moderators Wolfgang Zimmer an das Podium, das sich am Sonntagmorgen im Pantheon zusammenfand. Die Beueler SPD hatte eingeladen und Stadtbaurat Helmut Wiesner verwies anfangs entschuldigend auf fehlende PersonalkapazitĂ€ten in der Stadtverwaltung. Ein Argument, das als Hilferuf an die Politik zu werten ist und unbewusst einen Bezug zur aktuellen Personalgewinnungsaktion der Stadt Bonn hat.Weiterlesen…

5:0 – “Zuviel MĂŒhe gegeben, um schlecht zu sein”

Das war die zweifellos prÀziseste Analyse des gestrigen WM-Eröffnungsspiels. Durch Wladimir Kaminer, Schriftsteller, Kabarettist, DJ, Cafe-Betreiber, Filmemacher, Talkshowgast, Lieblingsrusse. Ich lernte ihn vor etlichen Jahren im Bonner Pantheon persönlich kennen und erfuhr dort, dass er ausserdem ein beinharter GeschÀftsmann ist.
Kaminer macht regelmĂ€ssig Deutschland-Tourneen mit einem zweiteiligen Programm. Im ersten Teil, einer kabarettartigen Lesung kommt das linksliberale deutsche Publikum. Im zweiten Teil, der “Russendisko” wird der Saal dann von Russlanddeutschen ĂŒberfĂŒllt, in der Regel bis zum nĂ€chsten Morgen. Ein sicheres GeschĂ€ftsmodell fĂŒr alle Beteiligten. Kaminer ist ein klarsichtiger Analyst, nicht nur von Fussball und Politik,Weiterlesen…

Bonns Stadtentwicklung – was kommt? was wird?

Wer wie ich die 60 ĂŒberschritten hat, muss sich vermehrt fragen, was von heute diskutierten Projekten er oder sie ĂŒberhaupt noch erleben wird. FĂŒr mich persönlich gab es, bei allem bonntypischen “Jammern auf hohem Niveau” auch positive Überraschungen.
Als ich 2006 in Bonn begann, mich professionell an der Kommunalpolitik zu beteiligen, habe ich nicht geglaubt, dass das WCCB angesichts des Ausmasses der gleichnamigen AffĂ€re jetzt schon seit mehreren Jahren nicht nur steht, sondern arbeitet und funktioniert. Als ich damals begann, war gerade der “bestbezahlte Angestellte” der Stadt Bonn, Weiterlesen…

“Meisenhorst” – Eine humanistische Leitkultur

Politische Kabarettisten sind mittlerweile ziemlich rar. Georg Schramm ist im Ruhestand, Dieter Hildebrandt lebt nicht mehr und Volker Pispers macht eine kĂŒnstlerische Pause. Philip Simon, deutsch-niederlĂ€ndischer Kabarettist, war zu Gast im Beueler Pantheon und outete sich dort als glĂŒhender Verfechter einer humanistischen Leitkultur. Eigentlich mehr als politisches Statement und weniger als die Kleinkunst eines Kabarettisten. Diese Grenze zwischen Kunst und Politik ist allerdings fließend, zumal Kunst in vielen FĂ€llen auch politisch sein darf und muss.

Wenn Philip Simon das Grundgesetz zu Rate ziehtWeiterlesen…

Der Grundwiderspruch zwischen Kapitalismus und Kleinfamilie

FĂŒr Christdemokraten, die auf diese Bezeichnung noch wert legen, ist es dumm gelaufen. WĂ€hrend Ehe und Familie sogar vom Grundrechtekatalog des Grundgesetzes als “geschĂŒtzt” bezeichnet werden, der Kapitalismus dagegen nicht (im Gegenteil, s. Art. 14 und Art. 15), ist es in der deutschen Wirklichkeit umgekehrt gelaufen. Den Kapitalismus in seinem Lauf hĂ€lt weder Ochs noch Esel auf. Die 2-Generationen-Kleinfamilie dagegen wird von den gesellschaftliche UmstĂ€nden dieser Art des Wirtschaftens und Arbeitens aufgerieben.

Ich habe das ja schon als pubertierender Jugendlicher so gesehen. Nicht wenige dieser Altersgruppe haben Ă€hnliche Einsichten. Bei den meisten wĂ€chst die sich aber wieder raus, wenn mann nach dem Einstieg ins Berufsleben Zonen fĂŒr Sicherheit und RĂŒckzug sucht. Und wenn man dann merkt, dass die Kleinfamilie das nicht ist, ist es meistens zu spĂ€t – weil sie schon da ist, und ein Entkommen nur zu hohen materiellen und emotionalen Kosten möglich ist.

Die SZ interviewte gestern eine österreichische Politologin,Weiterlesen…

Bonner Baustellen

Es ist eindeutig Sommerloch. Wie ein Glockenschlag wird das alljĂ€hrlich bekannt dadurch, dass in den Lokalzeitungen die RĂŒpel-Radler wieder in den Schlagzeilen sind. Sie landen dort nicht durch konkretes Verhalten oder Ereignisse, sondern: weil Sommerloch ist. Ja, es gibt sie. Genauso, wie seit Jahrhunderten die Möglichkeiten der City-Durchquerung fĂŒr FahrrĂ€der unzureichend sind. Statt eine konsequente Verkehrspolitik zu machen, hetzt die Bonner Kommunalpolitik seit Jahrzehnten die schwĂ€chsten Verkehrsteilnehmer*innen, FussgĂ€nger*innen und Radfahrer*innen aufeinander, so wie sie es z.B. auch mit der Sport- und der Kulturlobby macht, um anschliessend zu sagen: siehste – ohne mich wĂŒrdet Ihr doch nur ĂŒbereinander herfallen.

Ja, die City, und ebenso die Stadtteilzentren, sind gefĂ€hrdet. Die Gefahr geht von den digitalkapitalistischen Plattformen, Logistikkonzernen und vom kapitalgetriebenen Immobilienmarkt aus. Das Plattmachen des Bonner Solarworld-Konzerns mit mehreren hundert hochqualifizierten ArbeitsplĂ€tzen in Bonn ist eine Ausnahme. Das war auch nicht der böse Dumping-Chinese. Es war die CDU/FDP-Bundesregierung 2005-09, die einen BĂŒrgerkrieg gegen die gesamte deutsche Solarbranche entfesselte. Und jetzt endgĂŒltig gewonnen hat; selbst Investorenkapital aus Katar konnte es nicht mehr retten. Damit ist die globale chinesische MarktfĂŒhrerschaft auf Jahrzehnte gesichert. Die Parteispenden von Frank Asbeck waren alle vergeblich.

ZurĂŒck zur City. InhabergefĂŒhrter Einzelhandel und ebensolche Gastronomie sind zu den heutigen Immobilienpreisen nicht mehr möglich.Weiterlesen…

Wahn und Sex

Norbert Alich, Rampensau des Pantheon, der lange ĂŒber das westsibirische Rheinufer lĂ€sterte, und jetzt selbst dort arbeiten muss hĂ€hĂ€, pflegte immer die Redensart “Bonn, das liegt zwischen Pech und Wahn.” Eine objektive Tatsachenfeststellung. Anders der große Dichter Wiglaf Droste. WĂ€hrend er zuletzt ĂŒber seine schönen Sexerlebnisse berichtete, scheint es da zu einer ungesunden Unterbrechung gekommen zu sein. Anders ist es nicht zu erklĂ€ren, dass es bei ihm – tragisch genug – Neu-Ossi, mit ostwestfĂ€lischer Zuwanderungsgeschichte, zu einem mehrtĂ€gigen Alkoholmissbrauch kam, mit fĂŒrchterlichen DiskriminierungsanfĂ€llen gegen das schöne Köln-Wahn. Der Beueler JĂŒrgen Harder ist Mitinvestor des dortigen Eltzhofes, nebenan werden massenhaft neue Wohnungen gebaut. Da können andere StĂ€dte nur neidisch drum sein.

WĂ€hrend Wiglaf also in gesundheitsschĂ€dlicher Weise seinen Sex-Genuss unterbrach, hat die Jungle World in ihrer jĂŒngsten Ausgabe Sex-Unterricht zum Schwerpunktthema gemacht. Beispielhaft, gut so.

Beuel wird sich verĂ€ndern (mĂŒssen)

Nichts ist tödlicher als Stillstand. Beim heutigen Depressionswetter, geschlossener (Olivotti) und gĂ€hnend leerer (LaLuna) Eisdiele, wird gedanklich bewusster, dass unser Stadtteil attraktiv und lebenswert ist, aber auch weiter an sich arbeiten muss. In abendlicher Dunkelheit zeigte ich letzte Woche einer Freundin aus Ehrenfeld unser Stadtteilzentrum – und sie wusste aus eigener Erfahrung, wovon ich sprach.

Wir begannen am Adenauer-Platz, Verkehrszentrum, Treffpunkt, mit der großen Anzeigetafel der Stadtwerke gut ausgestattet. Man weiss schnell wann man wohin wegkommt.
Geschlabbert haben wir die Besichtigung des Beueler BrĂŒckenforums. Die Mehrheit der Lokale im Erdgeschoss steht leer – gerechter “Lohn” durch die jahrzehntelange VernachlĂ€ssigungWeiterlesen…

Endlich wieder BrĂŒckenzoll

Als Beueler vermeidet man RheinĂŒberquerungen, wenn man nicht rĂŒber “muss”. Ebenso verstĂ€ndnislos steht man der Tatsache gegenĂŒber, dass immer wieder linksrheinische Menschenmassen Beuel unkontrolliert ĂŒberschwemmen, und die BrĂŒcke nach Lust und Laune ĂŒberqueren, um Busse, Bahnen, Bioladen, Eisdiele, Programmkinos und demnĂ€chst das Pantheon zu ĂŒberfĂŒllen. Um Fluchtursachen von Linksrheinern zu begrenzen, werden jetzt in Beuel schon Studentenwohnheime gebaut. Ein besonderes Problem sind die Fahrradfahrer*innen, die sich in besonders ungehemmter Weise vermehren. Man fragt sich, wann endlich ein Buch von Sarrazin ĂŒber sie erscheint.
In einem Anflug von Unbeherrschtheit und tierischen Instinkten unternahm ich heute morgen dennoch einen Versuch, mit dem Fahrrad nach Bonn rĂŒber zu fahren. Ich ahnte, dass ich was Verbotenes tat, aber meine Unvernunft hatte mich ĂŒbermannt.Weiterlesen…

WCCB fertig – Pantheon gerettet – Beethovenhalle auch

Bonn weit vor Berlin und Hamburg. WĂ€hrend in Hamburg die letzten NĂ€gel fĂŒr die Elbphilharmonie gekloppt werden und das ganze Land ĂŒber den Berliner Flughafen nur noch Witze macht, ist das WCCB in Bonn, dessen Vorgeschichte ein durchaus gleichwertiger Skandal war, in Betrieb gegangen, jetzt auch inkl. Hotel Gastronomie, Variete etc.
So, wie das fĂŒr die Entwicklung des UN-Viertels und seiner ArbeitsplĂ€tze von großer Bedeutung ist, ist es fĂŒr Beuel die Erhaltung und Ansiedlung des Pantheon.
Und fĂŒr die gesamte Stadt, ihr Geschichtsbild, ihr SelbstverstĂ€ndnis die Erhaltung der Beethovenhalle, einem architektonischen Symbol der alten BRD, zu Lasten des Wolkenkuckucksheims Festspielhaus.
All das sind Grundbedingungen, um die Weiterentwicklung der kommunalen Demokratie in unserer Stadt – nicht zu garantieren! aber – ĂŒberhaupt möglich zu machen. Da, wo ich herkomme, im Ruhrgebiet regieren Bezirksregierungen die pleitesten StĂ€dte der Republik.
Ich weiss nicht, ob es der GrĂŒnen Ratsfraktion selbst bewusst ist: aber das sind die Spuren, die sie in dieser Stadt bereits hinterlassen hat. Es ist schwer, aber Kommunalpolitik kann sich lohnen.

Pantheon-Vertrag geklĂ€rt – Beuel kann jetzt durchstarten

Der Vertrag zwischen Pantheon und Stadt zur Ansiedlung des renommierten Theaters in Beuel ist unterzeichnet. Das eröffnet goldene ökonomische Perspektiven fĂŒr die weitere Entwicklung Beuels. Dank an Reiner Pause, OB Sridharan, Dezernent Schumacher, Theater-/Opern-Intendant Helmich. Mitglieder des Kulturausschusses, allen die daran mitgearbeitet haben.

Unter Unkundigen ist es weitverbreitet, ĂŒber unnötige Kultursubventionen zu meckern. Das dokumentiert jedoch in erster Linie Ahnungslosigkeit.Weiterlesen…

Pause

Ende des Pantheons? Das muss man wohl befĂŒrchten. Ich war und bin nicht an den Verhandlungen zwischen Stadt und Pantheon beteiligt. Ich kenne aber daran beteiligte Personen, vorwiegend solche, die sich den Arsch dafĂŒr aufreissen, dass es zu einer Einigung kommt, die eine Weiterarbeit des Pantheon innerhalb der Stadt möglich macht.
Die Verzweiflung der Theatermacher ist zu verstehen. Wer mit der Bonner Stadtverwaltung zu tun hat, das wissen viele BĂŒrgerInnen, hat es selten leicht.Weiterlesen…

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